Juragewässerkorrektion

Bis zur ersten Juragewässerkorrektion der Jahre 1868 bis 1891 war die Gegend um die drei Juraseen (Bielersee, Murtensee, Neuenburgersee) bis nach Solothurn sumpfig und häufig überflutet. Das Gebiet war ärmlich, Seuchengefahr drohte. Erst die Ableitung der Aare in den Bielersee, bauliche Massnahmen an Flüssen und die Schaffung von neuen Kanälen schufen die Grundlagen für das Seeland, wie wir es heute kennen, eine Region mit intensivem Gemüseanbau. Doch die Massnahmen der Gewässerkorrektion im 19. Jahrhundert waren nicht ausreichend, so dass in den Jahren 1962 bis 1973 die zweite Juragewässerkorrektion durchgeführt wurde. Mittlerweile wird über eine dritte Juragewässerkorrektion diskutiert. Es liegt eine Resolution der Interessengemeinschaft Pro Agricultura Seeland aus dem Jahr 2018 vor, die eine solche fordert.

Die hier aufgeführten Dokumente stammen zum grössten Teil aus einem Bestand des Schlossmuseums Nidau zur Juragewässerkorrektion, der auf den Geologen Peter Kellerhals zurückgeht. Das Museum hat den Bestand der Universitätsbibliothek Bern und dem Staatsarchiv des Kantons Bern geschenkt, die UB hat ihn digitalisiert. Einige weitere online verfügbare Dokumente und Webseiten sind ergänzt. Der hier präsentierte Textkorpus erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.