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Zähringen, zum Herzog von
Morlotläubli
Zähringer
Badgasse 1. In der Nachfolge eines Hauses zweifelhaften Rufes um die Mitte des 19. Jh. eröffnetes Restaurant, dessen südlicher Anbau der Verbreiterung der
Aarstrasse 1967 weichen musste.
Zähringerbrunnen
1535 errichtet Hans Hiltbrand Figur, Kapitell und Säule des Brunnens am Rossmarkt. Der Name Z. taucht erst in der Mitte des 19. Jh. auf, nachdem es vorher nicht an andern historisierenden Vorschlägen gefehlt hat (1757 Berchtoldsbrunnstock). Gelegentlich wird der Z. Finstergässlibrunnen genannt.
1889 stellt Laurenti einen neuen Trog her. Zu Beginn des 20. Jh. heisst der Z. auch Bärenbrunnen.
Standort: Vor 1603 und seit 1902: vor dem Haus Kramgasse 63; 1603-1902 etwas weiter östlich vor dem Haus Nr. 61
Lit.: KDM. 1
Zähringer-Denkmal
1) Das Standbild des Stadtgründers Berchtold von Zähringen (
1218) wurde auf der
Plattform
im Mai 1847 enthüllt. Karl Emanuel Tscharner vom Lohn schuf nachher auch
die vier Bronzetafeln, die am Postament (entworfen von Friedrich Studer) befestigt
wurden. Ende 1961 verschwindet das Z. von der Plattform und wird 1968 mit neuem
Sockel im
Nydegghöfli
aufgestellt. Die vier Bronzetafeln werden später an der Stützmauer
der Nydeggasse befestigt.
Lit.: KDM. 1
2) 1601 vom Münsterbaumeister Hans Thüring geschaffenes Denkmal am
Ostabschluss des Südschiffes des
Münsters,
1673 von C. H. Friedrich in frühbarocker Manier mit Scheinarchitektur umgeben.
Standort:
Matterkapelle
Lit.: KDM. 4
Zähringerhof
1)
Schweizerhof
2) Hallerstrasse 19. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. Eröffnetes Hotel.
Heute nur noch Restaurant.
Zähringerstadt
Bern
Zähringia
Zu Beginn des 20. Jh. eröffnetes, heute verschwundenes Restaurant, das anfänglich Alkoholfreies Logenheim hiess.
Standort: Gesellschaftsstrasse 37
Zankbrunnen
Eine Quelle im Bächtelengut (Wabern), die zehn Miteigentümern vom
Hölzigen
Ofen bis an die
Inselgasse
zugeleitet wurde.
Lit.: Durheim, Beschreibung
Zbinden
Café
Schär
Zebra
Schwalbenweg 2. Im vorletzten Jahrzehnt des 19. Jh. als Café Muesmatt eröffnetes Restaurant. Die Änderung des Namens in Z. erfolgte in den ersten Jahren des 20. Jh.
Ursprünglicher
Standort: Fabrikstrasse 36
Zeerleder, Privatbank Ludwig Z.
Grenus-Haus
Zeerleder-Haus
Junkerngasse 51. 1516 wird der Westteil des heutigen Hauses, das frühere Stadthaus des Nonnenklosters Fraubrunnen, mit dem Ostteil vereinigt. Die Gassenfront dieses spätgotischen Hauses wurde 1897 von Hans und Rudolf Münger mit dem Besitzerstammbaum von 1335 bis 1806 (Übergang an die Familie Zeerleder) bemalt.
Zehendermätteli
Reichenbachstrasse 161. Seit 1656 ist das Z. Sommersitz des Holz Werkmeisters. Es hiess vor 1798 offiziell (Hölzern-) Werkmeister-Mätteli. Seit der Wende zum 19. Jh. wird es nach den beiden letzten Amtsinhabern vor 1798 Ludwig Emanuel und Emanuel Zehender genannt. Die Wirtschaft besteht seit der Aufhebung des Holz Werkmeisteramtes 1814.
Lit.: KDM. 3
Zehndscheuer
Bis ins 19. Jh. Name der Scheuer, die zur
Spitalmatte 5) gehörte. Nach Karl Adolf von Morlot (1820-1867) wurden bei der Z. römische Leistenziegel gefunden.
Standort: Laubeggstrasse 21
Lit.: JbBHM 1897
Zeichenklassen, Städtische
Brunngasse 66/Grabenpromenade 3. Die 1898 eröffneten Z. befanden sich ursprünglich im Grossen
Kornhaus (Kornhausplatz 18), wurden später teilweise dezentralisiert und bezogen 1922 das
Brunngassschulhaus.
Lit.: Schiffmann, Städt. Z., ungedruckt, Schuldirektion der Stadt Bern
Zeigermätteli
Schützenmatte
Zeigerweg
Wylerfeld-Schiessstand
Zeitglocken-Apotheke
Bim Zytglogge 5. Im Westteil des ehemaligen Gasthofes zur
Sonne 3) eröffnete Daniel Lauterburg 1633 eine Apotheke. 1642 wurde dem Haus die hölzerne Verkaufsbude angebaut. An deren Stelle befindet sich heute ein Kiosk.
Zeitglockenturm
Zytglogge
Zentweg
Stationsweg
Zeughaus, Äusseres
Kavalleriekaserne
Zeughaus, Grosses
Auf dem alten Werkhof vor den Predigern wird (nördlich des
Frauenturms) zwischen 1517 und 1526 das Büchsenhaus erbaut, das 1560 und 1577 erweitert wird. Zuletzt wird auch das Kornhaus des
Grossen Spitals einbezogen. Den Aus- und Neubau vollendet 1601 Daniel Heintz II. Der Werkhof wird 1614 vor das
Obere Marzilitor verlegt. Das Z. wird 1876 abgebrochen.
Standort: Zeughausgasse 18-28, Nägeligasse 4-6 und 7-13
Lit.: KDM. 3
Zeughaus, Venezianisches
Vermutlich ein nur in der ersten Hälfte des 17. Jh. verwendeter Flügel des Baukomplexes des
Grossen Zeughauses. Das V. Z. diente zur Verwahrung der Armatur der in venezianischen Diensten stehenden Berner (Bündnis Berns und Zürichs mit Venedig 1615).
Lit.: KDM. 3
Zeughausbrunnen
Lindenbrunnen
Zeughausgasse
Die Z. heisst ursprünglich vor den Predigern nach dem nahe gelegenen
Predigerkloster. Seit der Reformation heisst sie bis ins 18. Jh. Beim Totentanz nach Niklaus Manuels «Totentanz» an der
Totentanzmauer. 1745 wird die Gasse Z. genannt und erstmals erweitert. Die zweite Erweiterung folgt 1880 beim Abbruch des
Grossen Zeughauses.
Lit.: KDM. 2
Zeughausplatz
Waisenhausplatz
Zeughausschopf
Langgestrecktes Gebäude, abgebrochen 1724 für den Bau der
Heiliggeistkirche
Standort: Nordwestteil des Hauses Bahnhofplatz 11
Zeughauswache
Wachthaus der Stadtwache, 1746 erbaut, 1765 durch ein viersäuliges, nach Westen geöffnetes Peristyl von Niklaus Hebler erweitert, 1868 abgebrochen.
Standort: In der Mitte der Zeughausgasse nördlich des Hauses Waisenhausplatz 21
Lit.: KDM. 3
Zeugwarthaus
Die Verwaltungsräume des
Grossen Zeughauses und die Amtswohnung des Zeugwarts befinden sich seit dem 17. Jh. im zu diesem Zweck aus der
Stadtwerkmeisterwohnung umgebauten Haus Aarbergergasse 2. Nach 1798 beherbergt das Z. die Kantonale Militärdirektion. 1886 gelangt das Haus in Privatbesitz (Café
Steiger) und wird 1968 abgebrochen. Der Neubau folgt den alten Bauformen.
Lit.: KDM. 3
Zibelegässli
Bis ins 15. Jh. heisst das Z. zusammen mit der
Hotelgasse An der alten Ringmauer. Seit 1500 heisst es Zwiebelnmarkt, spätestens seit 1732 Zwiebelgässchen, seit 1959 lautet der Name Z.
Lit.: KDM. 2
Ziegelacker
Feld bei der Zentral Wäscherei (Murtenstrasse 149). Bis 1771 im Besitz der Stadt.
Ziegelhof, Äusserer oder Oberer
Seit 1355 städtische Ziegelei, die noch lange unter dem alten Namen
Brunschür bekannt bleibt. Das zweigeschossige Gebäude geht zusammen mit Ofenhaus, Ziegellager und dem
Ziegelacker 1771 in Privatbesitz über. Im 19. Jh. heisst die alte Ziegelhofverwalterwohnung Ziegelhütte. Abgebrochen 1911.
Standort: Laupenstrasse 8-12
Lit.: KDM. 3
Ziegelhof, Innerer oder Unterer
Im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1405 vor dem
Golatenmattgasstor errichtet. Gegen Ende des 17. Jh. aufgehoben.
Lit.: KDM. 3
Ziegelhütte
Ziegelhof, äusserer
Ziegelturm, früher Holzrütiturm
Erbaut 1345. Turm der innern Mauer der 3.
Stadtbefestigung. 1535 niedergebrannt und wieder aufgebaut. 1749/50 wird der Zwingelhof zwischen dem Z. und dem
Hakentürmchen für das
Salzmagazin überdeckt. Abgebrochen 1856 bei der Anlage der Christoffelgasse.
Standort: Christoffelgasse 3
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Ziegelweg
Amselweg
Ziegler & Rollier, später Ziegler jun. & Cie
Privatbank
Schnell
Zieglerplatz
Heute Schwarztorstrasse zwischen Ziegler- und Belpstrasse
Zieglers Gässli
Länggasse 2)
Zieglerspital
Morillonstrasse 79-91. Der 1867 verstorbene G. Emanuel Ludwig Ziegler (1807-1867) hinterlässt der Stadt Bern die
Bellevue-Besitzung und sein Kapital zum Bau eines Spitals für Bedürftige. Am 10. Mai 1869 wird das Spital eröffnet. Nach dem Neubau von 1881 umfasst das Z. 100 Betten. Spätere Erweiterungen folgten 1951 und 1968.
Lit.: Hundert Jahre Zieglerspital, Bern 1969
Zieglerstrasse-Brunnen
Münzstattbrunnen
Zielerhäuser
Die Häuser Kramgasse7/Münstergasse 6 heissen im letzten Viertel des 19. Jh. Z. nach der dort untergebrachten 1869 gegründeten Zieler'schen Waisenstiftung. Im 1559 erbauten spätgotischen Haus Kramgasse 7 lässt Wolfgang von Mülinen 1645 das 1896 ins
Historische Museum versetzte Prunktäfer durch Hans Schulthes und Michel Lot anfertigen.
Lit.: KDM. 2
Zielweg
Wylerfeld-Schiessstand
Zigerli von Ringoltingen-Haus
Affen
Zimmerleuten
Kramgasse 2. Die Gesellschaft zu Z., die 1389 erwähnt wird und damals vermutlich das Haus Münstergasse 78 besass, kauft 1520 das Haus Marktgasse 4, das mehrfach umgebaut und renoviert erst 1906/09 durch einen Neubau von Joos ersetzt wird. 1953 erwirbt die Zunft ihr heutiges Haus an der Kramgasse und baut es 1963/65 sorgfältig um.
Lit.: KDM. 6
Zimmermann
Oberer Juker
Zimmermannia
Brunngasse 19. Das in den frühen Vierzigerjahren des 19. Jh. von Friedrich Zimmermann-Hügli eröffnete Restaurant war Stammlokal der radikalen Erneuerer des Staates Bern. Hier soll die Staatsverfassung von 1846 entstanden sein.
Lit.: KDM. 2
Zimmerweg
Bis 1932 hiess die Morillonstrasse zwischen Weissenbühlweg und Seftigenstrasse Z.
Zingg, Café
Café
Bieri 2)
Zionskapelle
Nägeligasse 4. 1877 von Rudolf Ischer erbaute Kapelle der Evangelischen Gemeinschaft.
Zollgasse, seit 1963 Obere Z.
Die Z. ist eine seit alters bekannte Strasse, die den Warenverkehr vorn Mittelland ins Oberland ausserhalb des Gebiets der städtischen Finanzhoheit vorbeiführte.
Zoologischer Garten
Um die Mitte des 19. Jh. war ein Z. G. (Challandes Tiergruppen) unten an der
Vannazhalde eingerichtet. Später wurde er nach Neuenburg verlegt.
Standort: Münzrain 10a
Lit.: Durheim, Beschreibung
Zuchthaus, Grosses
In den Jahren 1826/30 nach Plänen von Joh. Daniel Osterrieth erbaut. Hauptwerk des Spätklassizismus in Bern. 1834 Übersiedlung der Sträflinge. Eingerichtet für 460 Insassen war diese grösste Strafanstalt der Schweiz von Anfang an mit 500-700 Sträflingen überbelegt. 1893/94 abgebrochen.
Standort:
Bollwerkpost, Bollwerk 25
Lit.: KDM. 3; Durheim, Beschreibung
Zuchthauslazarett
Krankenanstalt des
Schallenwerks, 1792 erbaut, abgebrochen im ersten Jahrzehnt des 20. Jh.
Standort: Engehaldenstrasse 22
Zucht- und Waisenhaus
Knabenwaisenhaus
Zünfte und Zunfthäuser
Affen,
Distelzwang,
Kaufleuten,
Metzgern,
Mittellöwen,
Mohren,
Obergerwern,
Pfistern,
Rebleuten,
Schiffleuten,
Schmieden,
Schuhmachern,
Webern,
Zimmerleuten
Zurbrügghaus
Worblaufenhaus
Zürichtor
Untertor
Zwiebelngässchen
Zibelegässli
Zwiebelnmarkt
Zibelegässli
Zwingelhof
1) Bernische Bezeichnung des Zwingers, des Raumes zwischen innerer und äusserer
Stadtmauer.
2) Seit dem Bau der 3.
Stadtbefestigung
bezeichnet Z. vor allem die entsprechende Anlage zwischen
Wurstembergerturm
und
Oberem
Marzilitor.
Zwischen den Toren
Bubenbergplatz
Zytglogge
1) Bim Zytglogge 3. Der vermutlich vor 1218 erbaute Turm der 1.
Stadtbefestigung
diente von 1256 bis zum Anfang des 15. Jh. als Kebie (Gefängnis). Nach
dem Brand von 1405 blieb die Durchfahrt nördlich des Z. offen, ebenso wurde
Zugbrücke von 1239 nicht wieder hergestellt. Die heutige Form des Z., der
seit dem 15. Jh. seiner Stundenglocke wegen Zeitglockenturm heisst, geht auf
die Renovation von 1770/71 zurück. Die Astronomische Uhr, die 1527/30 Caspar
Brunner schuf, ersetzte damals eine Bannerträgerfigur. Im Torbogen des
Z. sind seit der Mitte des 17. Jh. die bernischen Urmasse angebracht. Die heutigen
datieren von 1877 (Ablösung des Schweizerfusses durch den Meter).
Lit.: Hofer, Wehrbauten
2) Amthausgasse 2. Das in den Siebzigerjahren des 19. Jh. als Café Hauptwache
eröffnete Restaurant heisst seit dem Neubau von 1905 Café Z. Die
Namensänderung erfolgte nach der Verlegung der Kantonspolizei von der
Hauptwache
ins
Amthaus
2). Der Populärname Blausäure erinnerte an den Suizid eines Arztes,
der einen Kunstfehler begangen zu haben glaubte. Im Hause des C. Z. befand sich
schon im 18. Jh. eine Kellerwirtschaft.
Zytgloggelaube und Bim Zytglogge
Seit 1959 ist diese Schreibweise statt der früheren Zeitglocken... offiziell.
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