[A] - [Ba-Bn] - [Bo-Bu] - [C] - [D] - [E] - [F] - [G] - [H] - [IJ] - [K] - [L] - [M] - [N] - [O] - [PQ] - [R] - [Sa-Si] - [So-Sy] - [T] - [U] - [V] - [W-Y] - [Z]
Soldatendenkmal
1964 als Erinnerung an die Mobilmachung von 1914 in der Engeallee errichtet.
Sollacker
Feldgut
Solothurnstrasse
Vor dem Bau des
Aargauerstaldens und der Papiermühlestrasse hiess die später aufgehobene Strasse von der Kreuzung Alter
Aargauerstalden /Bolligenallee/Ostermundigenstrasse bis zur Stelle, wo die Papiermühlestrasse die Gemeindegrenze erreicht S. Das heutige Verbindungssträsschen Laubeggstrasse-Mingerstrasse folgt teilweise dem Trassee der S.
Solothurntor
Untertor
Sommer, Café
In den Sechzigerjahren des 19. Jh. ging das Café S. von der Witwe S. an Carl Niederhäuser über, nach welchem es in den Siebzigerjahren Café Niederhäuser hiess und dann verschwand.
Standort: Gerechtigkeitsgasse 19
Sommerleist
1797/99 unter Ludwig Friedrich Schyder und C. Haller nach Plänen von Ahasver Carl Sinner als Sommerhaus des Sommerleists, eines exklusiven bürgerlichen Vereins, gebaut. Abgebrochen 1918, hundert Jahre nach Auflösung des Leists.
Standort: Laupenstrasse 5
Lit.: KDM. 2
Sommerleistbad
Maulbeerstrasse 14. Auf dem südlichen Teil der alten
Sommerleist-Besitzung
wurde in den Achtzigerjahren des 19. Jh. das S. eröffnet. Das heutige Hallenbad
geht auf die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurück.
Sondersiechenhaus
Siechenhaus 1)
Sonne
1) Im 15. Jh. Name des breiteren, östlichen Teils des 1521/ 29 aus zwei
Teilen zusammengebauten Hauses Junkerngasse 61, das 1695 unter Alexander von
Wattenwyl dem heutigen Neubau wich.
2) 1485-1525 Gasthof in den 1505 von Boley Gantner teilweise neuerbauten Häusern
Bim Zytglogge 1 und 5. Den Erker des Hauses trug bis 1837 die Halbfigur des
Brotschelms.
Lit.: KDM. 2
3) Schon in der ersten Hälfte des 19. Jh. bestand im Haus Bärenplatz
7 ein Kaffeehaus, das nach seinem Besitzer Café Giobbe hiess. Das Restaurant
hiess seit den Sechzigerjahren des 19. Jh. während knapp eines Jahrhunderts
S., seither heisst es Spatz. Der Neubau des Hauses erfolgte 1932.
Sonnegg
Ungefähr 1882 erbautes Vorstadthaus, in dem sich von 1929 bis zum Abbruch
in den Sechzigerjahren das
Blindenheim
befand.
Standort: Neufeldstrasse 97
Sonnenberg
1) Villa an der Schänzlistrasse 51, früher auch Goumoëns-Gut
genannt.
2) Zu Beginn des 20. Jh. Pension an der Sonnenbergstrasse 19.
3) Während des Ersten Weltkriegs wurde die Pension S. 2) an die Beaulieustrasse
84 verlegt.
Sonnenbergweg
Vor 1872 hiess der S. Oberer Altenbergweg, gelegentlich auch Schänzliweg.
Sonnenheim
Ochsenscheuer
Sonnenhof
Jolimontstrasse 2. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. erbautes Landhaus.
Sood, Gemeiner
Gemeiner Sood
Souvenir
Thunstrasse 60. 1891 verkaufte Max von Fischer das Schloss Reichenbach und bezog die Villa S., die Henry B. von Fischer für ihn erbaut und mit vielen Spolien aus dem Schlosse ausgerüstet hatte (von da der Name S.). Seit 1932 ist die Villa Sitz des Nuntius (
Marguerita).
Lit.: Mandach, Henry B. von Fischer
Spanische Halle
Volkshaus
Spar- und Leihkasse
Bundesplatz 4. Die 1857 gegründete Bank bezog 1913 den heutigen Bau (
National 3)), nachdem sie seit 1869 im Haus Bärenplatz 6 untergebracht gewesen war.
Lit.: KDM. 2
Spatz
Sonne 3)
Speckkämmerlein
Cachemari
Speichergassbrunnen
Schegkenbrunnen
Speichergasse
Aus dem Jahr 1389 ist belegt «Hindre Gass genempt die Buobengass». Seit 1552 ist der Name S. offiziell.
Lit.: KDM. 2
Speichergasse, Hintere
Hodlerstrasse
Speichergasskornhaus
Burgerspitalkornhaus
Speichergasspasserelle oder
Speichergassbrücke
Passerellen 2)
Speichergassschulhaus
Gymnasium Waisenhausplatz
Speiseanstalt
der obern Stadt
Der 1806 von der Armendirektion errichtete ausserordentliche Mushafen in der
Steinwerkmeisterwohnung wurde nach deren Abbruch in die Halle des
Kornhauses verlegt, wo er S. hiess. Vor dem Umbau des
Kornhauses wurde die S. aufgehoben.
Lit.: Durheim, Beschreibung
Speiseanstalt
der untern Stadt
Junkerngasse 30. Der 1806 von der Armendirektion errichtete ausserordentliche Mushafen im Armenhaus an der Matte wurde nach 1841 ins
Morellhaus (Postgasse 14) verlegt. Am Ende der Siebzigerjahre des 19. Jh. erfolgte die Eröffnung der S. am heutigen Standort im Obern Gerechtigkeitsgässchen, im hintern Teil der ehemaligen Erlacherhof-Stallungen.
Speiseanstalt
Länggasse
In den letzten Jahrzehnten des 19. Jh. gab es im Haus Mittelstrasse 8 eine S.
Speiseanstalt
Nordquartier
Zur Zeit des Ersten Weltkriegs gab es eine S. im Haus Birkenweg 49.
Spezereipulverstampfe
Die S. befand sich vor 1818 in der Westecke der
Stadtmühle.
Standort: Mühleplatz 15
Spiegel
Name eines um 1880 erbauten kleinen Vorstadthauses.
Standort: Mattenhofstrasse 12, heute Belpstrasse 45
Spielweg
Weg auf der Westseite des
Breitenrainschulhauses
parallel zum Bahndamm zwischen der Breitenrainstrasse und dem Römerweg.
Beim Bau des Nordrings 1941 aufgehoben (
Dammweg).
Spinnanstalt
Halbprivate, wohltätige Unternehmung, die Heimspinnerinnen mit Arbeit und nötigenfalls mit Verpflegung versorgte. Gegründet 1785, bestand die S. bis zum Ende des 19. Jh.
Standort: Verkaufsmagazin: Münstergasse 36, später Brunngasse 72
Spinnerei Felsenau
Felsenaustrasse 17. Die 1864/66 erbaute Spinnerei wurde nach einem Brand im Jahre 1872 neu errichtet.
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
Spinnstube
Besonderes Gefängnis für Burger und Burgerinnen, die Haftstrafen zu
verbüssen hatten. 1697 gegründet befand sich die S. bis 1741 im Nordflügel
des
Obern
Spitals. Dann wurde sie in den heutigen Kapellentrakt des
Burgerspitals
verlegt. Sie diente noch 1911 als Haftort für Staatsgefangene. Volkstümlich
auch Hinterer
Falken
genannt.
Lit.: Walthard, Description; KDM. 1, 3
Spital, Grosser
Der 1527 ins
Predigerkloster
verlegte Niedere Spital heisst in der Folge G. S. 1715 entsteht der neue G.
S. aus der Vereinigung von Oberem und altem Grossem Spital. Die Reorganisation
ist 1729 abgeschlossen. Dreissig Jahre nach dem Bezug des Neubaus am heutigen
Bubenbergplatz
(1742) kommt der Name
Burgerspital
auf, der seit 1803 offiziell den Namen G. S. ersetzt.
Lit.: KDM. 1
Spital, Niederer
Der N. S. wurde 1307 von der Bürgerschaft gestiftet. Er befand sich bis 1339 an Stelle der Häuser Gerechtigkeitsgasse 2-10. Dann wurde er vor das Untere Tor verlegt, wo 1344 die
St. Georgskapelle geweiht wurde. 1527 beschliesst der Rat die Verlegung ins
Predigerkloster mit dem Namen Grosser Spital. 1528 wird das Haus abgebrochen, die untere Hälfte der Liegenschaft geht an Private über (
Klösterli), die obere Hälfte wird Friedhof (
Klösterlifriedhof). 1719 erfolgt die Vereinigung mit dem
Obern Spital zum
Grossen Spital.
Standort: Klösterlistutz
Lit.: KDM. 1
Spital, Oberer
Das kurz vor 1228 gegründete Heiliggeistspital heisst seit der Gründung
des
Niedern
Spitals (1307) O. S. 1327 unter städt. Verwaltung genommen, löst
sich der O. S. vom Heiliggeistkloster. 1715 erfolgt die Vereinigung mit dem
Niedern oder Grossen Spital zum neuen
Grossen
Spital Die 1726/31 abgebrochenen Gebäude werden wegen des Baues des
Burgerspitals
nicht mehr ersetzt.
Standort: Heiliggeistkirche und östlich anschliessender Gassenraum
Lit.:KDM. 1, 5
Spital, Welscher
1830 abgebrochener südlicher Anbau des
Christoffelturms.
Standort: Treppe westlich des Hauses Spitalgasse 57
Lit.: BTb 1896
Spitalacker
Grosses Landgut zwischen Schänzli- und Kasernenstrasse, das seit alters
von der heutigen S.-Strasse durchquert wird. 1) Oberer S.: Schänzlistrasse
25 (
Belvoir
1)). 2) Unterer S.: Das am Ende des 19. Jh. nach dem Besitzer genannte Schorer-Gut
wurde unter dem Namen Waldheim eine Pension für junge Mädchen. Abgebrochen
1972.
Standort: Spitalackerstrasse 38-42
3) Spitalackerstrasse 57. Das im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnete Restaurant S. hiess ursprünglich Helvetia.
Spitalackerschulhaus
Gotthelfstrasse 40. In den Jahren 1899 bis 1901 erbaut.
Spitalbrunnen
1)
Burgerspitalbrunnen
2)
Davidbrunnen
Spitalgasse
Beim Bau der 3.
Stadtbefestigung wird die alte, nach Süden abbiegende Strasse nach Bümpliz Teil der Hauptachse. Sie heisst 1344 «nüwe stat zem heiligen Geist» und bereits vor 1359 S. Die S. liegt in der Verlängerung der römischen Limitationsachse Osttor Aventicum-Hof Bümpliz, was nahelegt, die alte Strasse beim
Obern Spital sei römischen Ursprungs (
Heiliggeistkirche).
Lit.: KDM. 2
Spitalgut
1) Landgut in der Gegend des Viktoriaplatzes. Nördlich davon schliesst
der Spitalacker an.
2)
Spitalmatte
2)
Spitalkapelle
Burgerspital
Spitalkirche
Heiliggeistkirche
Spitalkornhaus
Burgerspitalkornhaus
Spitalmatte
Flurname, der Besitzungen des
Burgerspitals
bezeichnet.
1) Nördlich der Laupenstrasse, westlich des heutigen Stellwerks (Laupenstrasse
24). Dieses Landgut hiess auch Scheuermatte, da auf ihm die grosse Spitalscheuer
stand. Die Besitzung wurde 1856 zur Anlage des Güterbahnhofs verkauft.
2) Landgut in der Südostecke der Kreuzung Schwarzenburgstrasse/Weissensteinstrasse.
Hiess auch Spitalgut im Weissenstein.
3) Parzelle zwischen Effingerstrasse, Brunnmattstrasse und Jennerweg.
4) Landgut zwischen Schänzlistrasse und Spitalackerstrasse. Es hiess im
letzten Jahrhundert Mosergut. An diesen Namen erinnert die Moserstrasse.
5) Parzelle nördlich und südlich der Reiterstrasse.
6) Parzelle zwischen Choisystrasse, Zieglerstrasse, Schlösslistrasse und
Brunnmattstrasse.
Spitalmeisterwohnung
Stadttheaterdirektion
Spitalplatz
Bahnhofplatz
Spitalpromenade
1804 angelegte und nach Schleifung der Schanzen (1834) erweiterte Promenade
westlich des
Burgerspitals.
Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. überbaut.
Standort: Bubenbergplatz Nrn. 6-12,
Bogenschützenstrasse
Lit.: Sommerlatt, Adressenverzeichnis
Spitalschaffnerhaus
Stadttheaterdirektion
Spitalscheuer
1) Ökonomiegebäude westlich des heutigen Hauses Bahnhofplatz 9. Abgebrochen
1724 für den Bau der
Heiliggeistkirche.
2) Am
Untern
Graben. 1738 abgebrochen für den Bau der
Reitschule
3).
Standort: Kornhausplatz 20
3) Grosses Ökonomiegebäude des
Burgerspitals
nördlich der Laupenstrasse auf der
Spitalmatte
1). Westlich davon befand sich der grosse Ziergarten. Die S. 3) war Nachfolgerin
von 1) und 2).
Standort: Westteil des Hauses Laupenstrasse 22
Spitalschopf
1724 für den Bau der
Heiliggeistkirche abgebrochene Remise des
Obern Spitals
Standort: Westlich des südlichen Teils des Hauses Bahnhofplatz 11
Spitalstalden
Der 1401 erwähnte S. ist vermutlich mit dem
Klösterlistutz identisch.
Spitalturm
Christoffelturm
Spitzlaube, im Spitz
Badgasse
Spitzmatte
Im 19. Jh. Name der Parzelle zwischen Moser-, Spitalacker- und Beundenfeldstrasse.
Standort des Bauernhauses: Moserstrasse 14
Staatsapotheke
1567/68 an der Westecke Inselgässchen/Kochergasse erbaut. 1743 für
den Bau des
Operatorhauses
abgebrochen. 1837 Neubau für die neueröffnete St. an derselben Stelle.
1912 abgebrochen für den Bau des
Bundeshauses
Nord.
Standort: Südostteil des Bundeshauses-Nord, Amthausgasse 15
Lit.: KDM. 1
Staatsarchiv
Falkenplatz 4. Neben den in der
Staatskanzlei (
Gewölbe) untergebrachten Beständen des St. befanden sich seit 1792 Akten in andern Magazinen, so z.B. im Chor der
Französischen Kirche Kirche und im
Käfigturm. 1910 wurde in der
Staatskanzlei ein kleiner Lesesaal für die teilweise dorthin zurückgebrachten Bestände eingerichtet. Der heutige Bau von W. von Gunten konnte 1940 bezogen werden.
Staatsarchiv-Brunnen
Die Figur «Narcissus» von Marcel Perincioli erhielt beim Wettbewerb
für den Gewerbeschulbrunnen neben der dort ausgeführten Figur auch
einen 1. Preis. Nach der Landesausstellung 1939, wo sie aufgestellt war, kaufte
sie der Staat für den Gartenbrunnen des neuerbauten
Staatsarchivs
(Falkenplatz 4).
Staatsdruckerei
Postgasse 70. Schon 1527 befand sich das Gebäude der in den ersten Jahren des 17. Jh. eingerichteten St. in städtischen Besitz. Es diente als Stall für die Ratspferde und enthielt die Dienstwohnung des Ratsknechts. 1768 wurde der 2. Stock aufgebaut. Seit der Aufhebung der St. im Jahre 1831 befinden sich im Hause Abteilungen der
Staatskanzlei. Da sich vor 1527 Stallungen des Gasthofs zur
Krone 1) dort befanden, hiess das Haus auch «die Kronenställe».
Lit.: KDM. 3
Staatskanzlei
Postgasse 72. Von 1483 an erstreckten sich die Verhandlungen für den Kauf der Offenburgischen Liegenschaft bis Anfang 1525, während welcher Zeit sich die Kanzlei immer noch im Hause des Stadtschreibers befand. Die Bauarbeiten, vermutlich unter Peter Kleinmann von Biel, nach Plänen von Bernhard Tillmann, dauerten bis 1533. Erst 1541 wurde aber die S. vollständig bezogen. 1665/66 errichtet Abraham Edelstein an Stelle der Laube den Verbindungstrakt zum
Rathaus 3), der 1754/55 barock umgebaut wird. 1784 erhält die S. die heutige frühklassizistische Südfassade. Den Brunnen im Hof schuf 1942 Max Fueter.
Lit.: KDM. 3
Staatswasenmeistermätteli
Wasenmätteli
Stadtbach
1) Der aus dem Wangental kommende und künstlich in die Altstadt geleitete
S. wird schon im 13 Jh. im Zusammenhang mit der Stettmühle erwähnt.
Bis heute werden mit Teilen des S. die Ehgräben gespült. Der östlichste
Teil des S. diente der
Schutzmühle,
die vermutlich mit der erwähnten Stettmühle identisch ist.
Lit.: A. Kurz, Geschichte und Rechtsverhältnisse des Stadtbachs von Bern,
Bern 1863
2) Name des Quartiers nördlich der Laupenstrasse, wo der S. 1) seit alters
unter Einhaltung eines minimalen Gefälles ostwärts gegen die Stadt
geführt wird.
Stadtbachgarten
In den Achtzigerjahren des 19. Jh. eröffnetes, 1957 verschwundenes Restaurant.
Standort: Stadtbachstrasse 6, heute westliche Einfahrt zur Parkterrasse (
Grosse Schanze)
Stadtbefestigung
Den vier befestigten Westabschlüssen der Stadt entsprechend lässt
sich die Geschichte der St. einteilen: 1. St. Um 1190 (traditionell wird 1191
angenommen) befestigte Herzog Berchtold V. von Zähringen einerseits die
Siedlung am Fuss der
Burg Nydegg,
andererseits erhielt das damals gegründete Burgum einen befestigten Westabschluss
auf der Höhe des
Zytglogge,
der von Anfang an als Torturm gebaut war. 2. St. Um 1256 erfolgte die savoyische
Stadterweiterung (
Bern),
deren Westabschluss auf der Höhe des
Käfigturms
(wie schon vorher beim Zytglogge) einen vorhandenen Graben befestigte. Nach
1270 wurde (nach Zerstörung der
Burg Nydegg)
das ganze Gebiet von Nydeggstalden und Mattenenge in die St. einbezogen. 3.
St. Die letzte St. mit innerer und äusserer Mauer, Zwingelhof und Graben
zwischen
Genfergasse,
Christoffelturm
und
Bernerhof
entstand 1345, die Nordflanke wurde erst im dritten Viertel des 15. Jh. ausgebaut.
4. St. Dem neuen Stand des Festungsbaues entsprechend wurden in den Jahren 1622-1634
die
Schanzen
dem 4. Westabschluss der Stadt vorgelagert. Als letztes folgte 1639/42 die
Langmauer.
Die Schleifung der Befestigungswerke begann 1807 am
Murtentor
1) und endete 1898 am selben Ort (
Murtentor
2)).
Lit.: Hofer, Wehrbauten (nicht mehr auf dem neuesten Stand der Forschung)
Stadtbibliothek, Stadt- und Universitätsbibliothek
Münstergasse 61/63.1755-1760 errichtete Ludwig Emanuel Zehender an Stelle
der alten
Ankenwaag
das Ankenwaagkornhaus, welches in den Jahren 1787 bis 1794 zur Bibliothek umgebaut
wird und im Mai 1794 die Bücherbestände aus der alten
Hochschule
aufnimmt. 1829-1833 werden die Säumerstübli im Parterre gegen die
Laube zugemauert. 1860/63 erfolgt die Erweiterung um 5 Fensterachsen ostseits
nach Plänen von Gottlieb Hebler. Dabei wird auch der Haupteingang verlegt.
Nach Abbruch der
Bibliotheksgalerie
und der
Hochschule
1904/05 wird durch Eduard von Rodt der Westflügel angebaut und der Ostflügel
bis zur Herrengasse erweitert (1906/07). 1903 werden Stadt- und Hochschulbibliothek
vereinigt, 1951 wird die
Burgerbibliothek
abgetrennt. Beim grossen Um- und Ausbau von 1967/74 wird auch der Hof (
Barfüsserfriedhof)
unterkellert.
Lit.: Bibliotheca Bernensis, Bern 1974
Stadtbibliothekbrunnen
Nach der Versetzung des
Ankenwaagbrunnens musste beim Fleischmarkt ein neuer Brunnen errichtet werden. Vermutlich erst um 1792 wurde der S. nach Plänen von Lorenz Schmid an der Westseite der
Stadtbibliothek erstellt. Vermutlich wegen eines Fensters in der heutigen Brunnennische stand der S. bis 1956 rechts der Mittelachse vor dem Wandpfeiler.
Lit.: KDM. 1
Stadteinteilung
Am 8. April 1798 löste die Einteilung der Stadt in 5 Farbquartiere die
seit 1294 bestehenden
Vennerviertel
ab. Bis heute gilt die Einteilung der Innenstadt in die Farbquartiere rot (
Hirschengraben
bis
Käfigturm),
gelb (bis
Zytglogge),
grün (bis
Rathaus),
weiss (bis zum Ostende der
Gerechtigkeitsgasse)
und schwarz (
Nydegg
und
Matte).
Die vermutlich erst 1798 eingeführte Häusernumerierung war zuerst
fortlaufend, später (bis 1881) quartierweise (bustrophedonartig). Am Ende
der Dreissigerjahre des 19. Jh. wurde sie auf die Aussenbezirke ausgedehnt.
Aussenbezirke waren der Stadtbezirk obenaus mit den Dritteln Aarziele, Holligen
und Länggasse links der Aare sowie der Stadtbezirk untenaus mit den Dritteln
Brunnadern, Schosshalde und Altenberg rechts der Aare. Vom Altenbergdrittel
wurde in den Sechzigerjahren das Lorraineviertel abgetrennt. Seit 1882 gilt
die heutige, vom
Bärengraben
ausgehende Häusernumerierung, die von einer Anzahl weiterer Stadteinteilungen
überlagert ist (Grundbuchkreise, Quartieraufseherbezirke, Kaminfegerkreise
usw.). Von der Mitte des 16. Jh. an bis 1798 war die Stadt bezüglich der
Nutzung der Stadtfelder in eine Obere und eine Untere Gemeinde unterteilt. Trennlinie
waren das
Schaalgässchen
und das
Münstergässchen.
Lit.: KDM. 1
Stadterweiterungen
Bern,
1-4.
Stadtbefestigung
Stadtgarten
Bürgerhaus
Stadtgärtnerei
Elfenau
Stadthof
Pyrenées
Stadtmühle
Mühlenplatz 11. Nachdem 1360 das Bubenbergische Mannlehen am Reichsgrund längs des linken Aareufers mit
Schwelle, Mühlen und Fischenzen an die Stadt übergegangen war, befanden sich dort viele Gewerbebetriebe in öffentlicher Hand. Die alte St. von 1556 brannte 1818 ab. Der unmittelbar nachher unter Ludwig Samuel Stürler, Ludwig Friedrich Schnyder und Waeber errichtete Neubau ist in der Schenk'schen Stadtmühle teilweise erhalten.
Lit.: KDM. 3
Stadtschule
Ein Vorläufer der St. befand sich 1414-1468 im
Rathaus 2), dann im Haus Münstergasse 1. 1481 erfolgte die Gründung der St. in einem Neubau an der Herrengasse 1. 1581 wurde die
Lateinschule von ihr getrennt. 1596 erfolgte die Trennung in die deutsche Knabenschule oder -lehr und in die
Meitlilehr. Die Knabenlehr, nachmals Knabenschule der Münstergemeinde, blieb bis 1831 am alten Standort und wurde dann ins Haus Münstergasse 24 (
Chorhaus 2)) verlegt. 1835 erfolgte der Umzug ins Fischer'sche
Posthaus (Postgasse 66). Eine andere Knabenschule wurde 1745 ins
Predigerkloster verlegt und befand sich von 1807 bis zur Vereinigung mit der oben erwähnten (1835) im Haus Rathausgasse 63.
Stadttheater
Kornhausplatz 20. In den Jahren 1900-1903 an Stelle der
Reitschule 3) erbaut durch René von Wurstemberger. Eröffnet am 25. September 1903. Das St. ersetzte das Theater im
Hotel de Musique.
Stadttheater-Direktion
Nägeligasse 1. Das 1688 als Fischer'sches Sässhaus erbaute Haus am Platz des heutigen Südteils des
Kornhauses wurde 1712 abgebrochen und am jetztigen Standort wiederaufgebaut. 1715-1742 diente es als Amtswohnung des Spitalmeisters, seit 1806 als Pfarrhaus des welschen Helfers (mit Dienstwohnung des Kornhüters) und nach 1907 als Brandwache, bis es 1936 renoviert und als St.-D. eingerichtet wurde.
Lit.: KDM. 3
Stadttore
Bubenbergtörli,
Christoffelturm,
Felsenburg,
Frauentor,
Hebammentörli,
Judentor,
Käfigturm,
Ländtetor,
Marzilitor, Oberes,
Marzilitor, Unteres,
Michelistörli,
Münztor,
Predigertor,
Steckenbrunnentor,
Tränkitürli,
Untertor,
Zytglogge
Stadtwerkmeisterwohnung
Das von der Stadt 1552 angekaufte Haus Aarbergergasse 2 (
Storchen) dient dem Stadtwerkmeister als Amtswohnung. Nach dem Brand von 1575 wird das Haus neu aufgebaut und im 17. Jh. zum
Zeugwarthaus umgebaut, während der Werkmeister die neue
Steinwerkmeisterwohnung bezieht.
Lit.: KDM. 3
Stadtziel
Burgernziel
1)
Staiber
Während des Ersten Weltkriegs eröffnetes, heute verschwundenes Hotel im Haus Neuengasse 37.
Stalden
1)
Nydeggstalden
2) Café St.
Staldenpfarrhaus
Stalden, Äusserer
Aargauerstalden
Stalden, Oberer
Noch im 18. Jh. verwendete Bezeichnung für den steil abfallenden, östlichen Teil der
Gerechtigkeitsgasse. Wegen des Gasthofes zum Weissen Kreuz (
Adler) hiess dieses Gassenstück auch etwa Kreuzstalden. Im 16. Jh. gelegentlich auch Unterer Viehmarkt.
Stalden, Auf dem
Gebiet zwischen Grossem Aargauerstalden, Laubeggstrasse und Haspelweg.
Staldenbrunnen
1)
Vennerbrunnen
2)
Nydegghöflibrunnen
3)
Läuferbrunnen
Staldenpfarrhaus
Im 18. und bis gegen Ende des 19. Jh. war das Haus Nydeggstalden 24 das Pfarrhaus der Nydeggkirchgemeinde. Vom letzten Jahrzehnt des 19. Jh. an befand sich in diesem Haus für einige Zeit das Café Stalden.
Staldenschule
Laubeggstrasse 23. 1692 wird auf Kosten des
Niederspitals eine Hintersässenschule oben am Alten
Aargauerstalden eingerichtet. 1727 brennt das Haus ab und wird 1728 von Rudolf Hebler und Wolfgang Zehender neu gebaut, 1826 aufgestockt und 1867/68 erweitert. Das Areal der St. hiess Schafmatte.
Lit.: KDM. 3
Staldenwachthaus, Corps de Garde
1764 vermutlich nach einem Projekt von Sprüngli an der Ostseite des Hauses Gerechtigkeitsgasse 2 angebaut. 1790 umgebaut. 1858 an den Besitzer des anstossenden Hauses verkauft.
Lit.: KDM. 3
Stampfe
Bis ins 19. Jh. wurde unterhalb der
Schutzmühle eine Knochenstampfe betrieben.
Standort: Langmauerweg 17
Stämpfli-Denkmal
1884 eingeweihte, von Alfred Lanz geschaffene Büste des Bundesrates Jakob Stämpfli (1820-1879).
Standort: Auf der
Grossen Schanze südlich des Hauses Hochschulstrasse 6
Standeskasse
Deutschseckelschreiberei
Ständli
Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts Name des Plätzleins östlich des
Zytglogge. Dort gaben sich die Studenten der nahen
Hochschule Stelldichein. Das Wandbild am Haus Bim Zytglogge 1 schuf 1933 Friedrich Traffelet (
Sonne 2)).
Standstrasse, vormals Standweg
Wylerfeldschiessstand
Stanzenhübeli
Sulgeneck
Stationsweg
Seit der Verlegung der Station Ostermundigen im Jahre 1941 heisst der St. Zentweg nach der 1898 bis 1974 bestehenden Giesserei Zent AG.
Statthaltergässli
Nägeligässli
Staudenrain
Bis ins 20. Jh. Name des Hanges nördlich der
Englischen Anlagen . Der Name dieser Strasse gilt heute meist für den ganzen Aarehang.
Stauwehr Engehalde
Felsenaukraftwerk
Steckbrunnen, auch Steckenbrunnen
Zwischen 1562 und 1720 belegter Brunnen nördlich des
Zeughauses.
Standort: Nägeligasse 6
Lit.: KDM. 1
Steckenbrunnentor
1659 neu errichtetes nördliches Stadttor nordwestlich des
Grossen Zeughauses.
Standort: Nägeligasse 8
Lit.: KDM. 1
Steckgut
Lorraine
Steiger, Café
Im
Zeugwarthaus entstand 1886 das Café Manz. Seit ungefähr 1910 hiess es bis zum Abbruch 1968 Café St.
Standort: Aarbergergasse 2
Steigerhubel
Genannt nach den Besitzern des
Weyermannshausguts im 18. u. 19. Jh. Bis zum Ende des 19. Jh. hiess der St. Weyermannshubel.
Steigerkapelle
Bubenbergkapelle
Steigergut
Frohberg
Steigers Brünnli
Im 18. Jh. erwähnter Brunnen in der Steiger'schen Besitzung, angeschlossen ans städtische Trinkwassernetz.
Standort: Nordseite des
Bundeshauses
Nord, Amthausgasse 15
Lit.: Morgenthaler, Trinkwasser
Stein, Villa St.
Sarepta
vom Steinhaus
Cyrohaus
Steinbock
Das schon in der ersten Hälfte des 19. Jh. bestehende Restaurant verschwand mit dem Neubau des
Sternen am Ende der Fünfzigerjahre des 20. Jh.
Standort: Aarbergergasse 32 (heute Nr. 30 westlicher Teil)
Steineggerdörfli, heute auch kurz Dörfli
Golaten
Steinerkeller
Bis in die Achtzigerjahre des 19. Jh. gab es im Haus Marktgasse 50 eine Kellerwirtschaft.
Steinhauerweg
Bis 1942 offizieller Name des Weges zwischen Muesmatt- und Gewerbestrasse.
Steinhölzli
1) Wald zwischen Schwarzenburgstrasse und Gemeindegrenze.
2) Zibelegässli 3. In den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnetes Restaurant.
Name nach der Brauerei Steinhölzli (Gde. Köniz).
Steinhölzlibrunnen
1932 wurde der
Schauplatzgassbrunnen in der Anlage zwischen Schwarzenburgstrasse und Steinhölzli aufgestellt.
Standort: Beim Kiosk Schwarzenburgstrasse 59
Lit.: Schenk, Brunnen
Steinhütte
1766 abgebrochenes Haus vor dem Aarbergertor. Sein Vorplatz diente als Steinwerkhof.
Lit.: KDM. 3
Steinibach
C. J. Durheim nennt in seinen «Ortschaften des eidg. Freistaates Bern» das Steinige Fach (
Schärloch) irrtümlicherweise St.
Steiniges Fach
Schärloch
Steininbrügg
1280 errichtete Bogenbrücke am Westausgang der Metzgergasse. Nach 1405 nicht mehr benötigt wegen der Aufschüttung des Steininbrügg-Grabens (
Kornhausplatz). Brücke vermutlich auch zugeschüttet.
Steininbrügggraben
Kornhausplatz
Steinweg
Vor dem Bau des Nordrings (
Dammweg) westliche Verlängerung der Standstrasse bis zum Thalweg. Der Name wurde 1950 aufgehoben.
Steinwerkhof
1) Im Gegensatz zum
Münsterwerkhof
auch äusserer oder oberer Werkhof genannt. Der S. ist Werkhof für
das Steinwerk der Profanbauten des Staates.
Standort: Geleiseanlagen nördlich des
Burgerspitals
2) Nach dem Bau des
Hauptbahnhofs
wurde der S. auf das Areal des Hauses Neuengasse 30 verlegt.
Lit.: KDM. 1; Durheim, Beschreibung
Steinwerkmeisterwohnung
Amtswohnung des Stein Werkmeisters seit dem 17. Jh. Sie ersetzt die alte
Stadtwerkmeisterwohnung, die zum
Zeugwarthaus umgebaut wird. Die erste St. wird 1753 in den Komplex des
Schallenhauses einbezogen. Die St. wird 1756 in den damals angekauften Kirchberger'schen Landsitz versetzt, der mit dem Material der 1766 abgebrochenen
Steinhütte umgebaut wird. Seit 1806 beherbergt die St. die Mushafenküche, 1820-1825 auch das
Tierspital. Abgebrochen 1856 für die Einführung der
SCB.
Standort: Geleiseanlagen nördlich des
Burgerspitals
Lit.: KDM. 3
Stelzen
Name eines Rebbergs am
Altenberg
Lit.: Howald, Localregister, ungedruckt, Burgerbibliothck Bern
Stern
Name einer Wegkreuzung im Könizbergwald (Koord.: 596980/197320).
Sternen
Aarbergergasse 30. Die erste Erwähnung des Gasthofs zum Sternen 1566 bezieht sich vermutlich auf das Haus Aarbergergasse 19. Nach dem Brand von 1575, aber vor 1732 wechselt der alte Hirzen (Aarbergergasse 22, erstmals erwärmt 1426) den Namen auf St. 1779 überträgt Karl Stürler das Tavernenrecht auf das 1615 erbaute Haus Aarbergergasse 30 und nennt den Gasthof Drei Könige. Seit 1830 heisst das Haus wieder St. Abgebrochen 1963, mit Kino «City» 1964/65 neu erbaut.
Lit.: KDM. 6
Sternenberg
Schauplatzgasse 22. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. als Café Hess eröffnetes Restaurant.
Sternengässchen
Entsprechend dem vorübergehenden Namenwechsel des
Sternen in «Drei Könige» heisst das St. von 1779 bis 1830 Dreikönigsgässchen.
Sternwarte
1)
Observatorium
2)
Astronomisches
Institut
3) In den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnete Wirtschaft an der Gesellschaftsstrasse
2. Seit 1941 Studentenheim.
4)
Engehof
Sternwartstrasse
Sidlerstrasse
Stettbrunnen
Der 1377 erstmals erwähnte Brunnen mit eigener Quelle erhielt schon früh
eine Überdachung. Er gab der
Brunngasse
den Namen. In den Dreissigerjahren des 19. Jh. wurden die Stützen in der
alten Form ersetzt. Vermutlich wurde aber damals ihre Zahl von 4 auf 3 vermindert.
Die Becken waren bis 1848 hölzern, die steinernen wurden 1855 mit der Umfassungsmauer
zusammen erstellt. Gegen das Ende des 18. Jh. hiess der St. wegen des nahen
alten
Schlachthauses auch Schlachthausbrunnen. Renoviert 1974/75.
Standort: Nördlich der Häuser Rathausgasse 16/18
Lit.: KDM. 1
Stettmühle
Schutzmühle
Stift
Münsterplatz 3. Bis zu Beginn des 20. Jh. die Stift. Das 1. Deutschordenshaus, erbaut vor 1256, verschwand beim Bau des
Münsters nach 1421. Das 2. Deutschordenshaus entstand 1427-1435. 1485 wird das Ordenshaus in ein weltliches Chorherrenstift umgewandelt. Der Neubau nach Plänen von Albrecht Stürler erfolgt 1745/46 unter Samuel Lutz, dann unter Emanuel Zehender. Der östliche Anbau verdrängt 1747 die
Mattentreppe 2) und wird 1895 aufgestockt. Der westliche Anbau, das Provisorhaus wird, unter Niklaus Hebler bis 1755 fertiggestellt.
Lit.: KDM. 3
Stiftplatz
Münsterplatz
Stockbrunnen
Lenbrunnen
Stöcke
Neufeld
Stockmühle
Alte Mühle am Sulgenbach. Von der ursprünglichen Gebäudegruppe
wurden ausser dem Wirtschaftsgebäude (Giessereiweg 20) alle Häuser
beim Bau der Monbijoustrasse 1911 abgebrochen. Das letzte Haus wurde 1970 abgebrochen.
Storchen
1) 1498-1550 im Haus Aarbergergasse 2 bestehender Gasthof (
Zeugwarthaus).
2) 1594 kauft Jakob Simon den Gasthof zum Weissen Kreuz an der Spitalgasse 21
und nennt ihn St. 1913 geht das Patent an das neueröffnete Hotel Bristol
über, das längere Zeit noch Bristolstorchen heisst.
Storchenbrunnen
Pfeiferbrunnen
Storchengässli
Das St. hat seinen Namen vom
Storchen 2), der sich zwei Häuser weiter östlich befunden hat.
Storchenstübli
Bristol
Strassenbahn
Die Berner Tramway Gesellschaft (BTG) eröffnete am 1. Oktober 1890 eine
Linie vom
Bärengraben
bis zum
Bremgartenfriedhof,
die mit 10 pneumatisch angetriebenen Wagen bedient wurde. Die am 17. Mai 1894
eröffnete Linie Länggasse-Bubenbergplatz-Christoffelgasse-Bundesgasse-Effingerstrasse-Belpstrasse-Seftigenstrasse-Wabern
wurde mit Dampftraktion betrieben. Die 1900 gegründete Städtische
Strassenbahn Bern (SSB) übernahm die zwei Linien der BTG, erstellte 1901
die von Anfang an elektrisch betriebene Linie Burgernziel-Zytglogge-Breitenrainplatz
und elektrifizierte die andern Strecken. 1908 wurde die Linie Bahnhof-Brückfeld
eröffnet. Erst 1923 erfolgte die Eröffnung der Linie ins Fischermätteli.
Ebenfalls als St. verkehrten in Bern die Worblentalbahn (1915-1974), die Bern-Muri-Gümligen-Worb-Bahn
(seit 1898) sowie die Bern-Zollikofen-Bahn (1912-1965).
Strassennamen
1) Von 1798 bis 1881 waren die Gassen der Altstadt zweisprachig angeschrieben.
Die meisten der französischen Namen sind einfache Übersetzungen (z.B.
Rue de l'hôpital, Rue de la justice). Die folgenden sind nicht direkt
zugänglich: Grande Rue (=
Kramgasse),
Rue des ministres (=
Herrengasse),
Ruelle de l'église française (= Schützengässchen), Place
d'armes (=
Theaterplatz).
2) Seit dem 1. Januar 1948 werden die Vornamen bei St. weggelassen.
Streckiturm
1)
Pariserturm
2)
Marziliturm
Streckwacht
Pariserturm
Stuben, Zu den 7 St.
Volkshaus
Stuber, Café
Bis in die Sechzigerjahre des 19. Jh. bestand im Haus Genfergasse 6 ein Café, das zuletzt C. St. hiess.
Standort: Heutiger Nordteil des Hauses Genfergasse 4
Studentenheim
Sternwarte 3)
Studentenseelein
Im 19. Jh. Name des untersten Teils der Kleinen Aare, welcher den Gymnasiasten
und Studenten zur Verfügung stand (
Bubenseelein).
Studer-Gut
Mädchenwaisenhaus
Studerhaus
Spitalgasse 57. Vom 1830/32 von Eduard Stettler erbauten Haus der Apotheke Studer ist der obere Teil der Fassade gegen den Bubenbergplatz erhalten geblieben.
Lit.: KDM. 2
Studerstein
1)
Bei
den Eichen
2) Drei Findlinge, die beim Bau der
Universität
gefunden wurden, sind seit 1903 der Erforschern der Alpen Bernhard Studer, (1749-1887),
Edmund von Fellenberg (1838-1902) und Isidor Bachmann (1837-1884) gewidmet.
Für die Neugestaltung der
Grossen
Schanze wurden die Steine entfernt, der St. 1960 dort wieder aufgestellt,
während die beiden andern im Garten des
Naturhistorischen
Museums (Bernastrasse 15) Platz fanden.
Standort: Dem Obergericht, Hochschulstrasse 17, gegenüber
Studerstrasse
1919 angelegte und 1973 verlegte Strasse von der Äussern
Enge
ins
Neufeld,
benannt nach Gottlieb Studer (
Bei
den Eichen).
Stürlerspital
Altenbergstrasse 60. Das Rebhaus aus dem 16. Jh. wurde 1659 umgebaut. Seit 1895 gehört es dem Diakonissenhaus. Der Name erinnert an den letzten privaten Besitzer.
Lit.: Haas, Altenberg
SSB
Strassenbahn
Südbahnhof
1) Südbahnhofstrasse 14. Bahnhof Weissenbühl der 1901 eröffneten
Gürbetalbahn (GBS).
2) Weissensteinstrasse 61. Kurz vor der Jahrhundertwende als Café Anneler
eröffnetes Restaurant.
Suisse
1) Café S.
Meyerei,
Untere
2)
Schweizerhof
Sulden -
In der ersten Hälfte des 18. Jh. steht S. gleichbedeutend wie Sulgen-.
Sulgen (Obersulgen und Niedersulgen)
Ein 1346 ins Stadtrecht aufgenommenes Dörflein am Sulgenbach.
Standort: Zwischen Eigerplatz und Sulgeneckstrasse
Lit.: KDM. 1
Sulgenbach, Äusserer
1) Landgut an der Verzweigung Brunnmattstrasse/Mattenhofstrasse.
Standort: Mattenhofstrasse 41
2)
Hopfgut
Sulgenbach, Mittlerer
Bezeichnung der 1911 abgebrochenen Häuser Giessereiweg 13-19.
Sulgenbach, Oberer
Im 19. Jh. Bezeichnung der Häuser Brunnmattstrasse 28 und 30 (
Mühle 3).
Sulgenbach, Unterer
Bezeichnung aller Häuser südlich des untern Teils des Sulgenrains (Nrn. 22-30).
Sulgenbach-Schulhaus
Eigerstrasse 38. Erbaut 1868/70.
Sulgenbachstrasse
Könizstrasse 1)
Sulgeneck
Sulgeneckstrasse 44. Das Landhaus aus dem 18. Jh. hiess ursprünglich Montillon,
im zweiten Drittel des 19. Jh. nach seinem Besitzer auch Stanzenhübeli.
1826 gründete Beat Rudolf von Lerber im zur S. gehörenden
Hafnerhäuschen (Sulgenrain) die erste bernische Sonntagschule. 1895 erstellte Friedrich
von Rütte das heute als französische Botschaft dienende Gebäude
für von Tscharner im Stil der französischen Neurenaissance.
Lit.: KDM. 6
Sulgenheim
Name der 1911 abgebrochenen Häuser Giessereiweg 12-18. An sie erinnert der Name Sulgenheimweg.
Sulgenrain
Fischergut 3)
Sust
Zwischen 1379 und 1384 erbaut (
Kaufhaus). Die S. wird im 16. Jh. zur Erweiterung des Büchsenhauses verwendet. Kurz vor 1598 weicht sie dem Neubau des
Grossen Zeughauses.
Standort: Zeughausgasse 24/26
Lit.: KDM. 3
SUVA-Haus
Maisonette
Swaflanzgasse, auch Schwafflanzgasse
Schmale Gasse, die dem südlichen Teil der 4.
Stadtbefestigung entlang führte. Sie heisst um 1750 Salzmagazingasse oder Ringmauerstrasse und im 19. Jh. Werkhofgasse, weil sie nördlich des
Holzwerkhofs und südlich des
Salzmagazins vorbeiführt. Überbaut 1859-1872.
Lage: Ca. 10 m südlich parallel zur Bundesgasse
Lit.: KDM. 2
Synagoge
1) Die erste S. der Neuzeit befand sich nach 1812 an der
Zeughausgasse,
der
Französischen
Kirche gegenüber.
2) Vor 1855 befand sich die S. im Haus Aarbergergasse 22.
3) 1855-1906 stand die S. im südlichen Teil des nachher neu erbauten Verwaltungsgebäude
der Berner Alpenbahn-Gesellschaft BLS (Genfergasse 11).
4) Kapellenstrasse 2. Die heutige S. wurde 1905/06 nach Plänen von E. Rybi
erbaut und im Herbst 1906 eingeweiht.
Lit.: Messinger, Geschichte der Juden
© Universitätsbibliothek Bern, Burgerbibliothek Bern 2002