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Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern

von Berchtold Weber (1976)

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Soldatendenkmal
1964 als Erinnerung an die Mobilmachung von 1914 in der Engeallee errichtet.

Sollacker
LinkpfeilFeldgut

Solothurnstrasse
Vor dem Bau des LinkpfeilAargauerstaldens und der Papiermühlestrasse hiess die später aufgehobene Strasse von der Kreuzung Alter LinkpfeilAargauerstalden /Bolligenallee/Ostermundigenstrasse bis zur Stelle, wo die Papiermühlestrasse die Gemeindegrenze erreicht S. Das heutige Verbindungssträsschen Laubeggstrasse-Mingerstrasse folgt teilweise dem Trassee der S.

Solothurntor
LinkpfeilUntertor

Sommer, Café
In den Sechzigerjahren des 19. Jh. ging das Café S. von der Witwe S. an Carl Niederhäuser über, nach welchem es in den Siebzigerjahren Café Niederhäuser hiess und dann verschwand.
Standort: Gerechtigkeitsgasse 19

Sommerleist
1797/99 unter Ludwig Friedrich Schyder und C. Haller nach Plänen von Ahasver Carl Sinner als Sommerhaus des Sommerleists, eines exklusiven bürgerlichen Vereins, gebaut. Abgebrochen 1918, hundert Jahre nach Auflösung des Leists.
Standort: Laupenstrasse 5
Lit.: KDM. 2

Sommerleistbad
Maulbeerstrasse 14. Auf dem südlichen Teil der alten LinkpfeilSommerleist-Besitzung wurde in den Achtzigerjahren des 19. Jh. das S. eröffnet. Das heutige Hallenbad geht auf die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurück.

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Sondersiechenhaus
LinkpfeilSiechenhaus 1)

Sonne
1) Im 15. Jh. Name des breiteren, östlichen Teils des 1521/ 29 aus zwei Teilen zusammengebauten Hauses Junkerngasse 61, das 1695 unter Alexander von Wattenwyl dem heutigen Neubau wich.
2) 1485-1525 Gasthof in den 1505 von Boley Gantner teilweise neuerbauten Häusern Bim Zytglogge 1 und 5. Den Erker des Hauses trug bis 1837 die Halbfigur des Brotschelms.
Lit.: KDM. 2
3) Schon in der ersten Hälfte des 19. Jh. bestand im Haus Bärenplatz 7 ein Kaffeehaus, das nach seinem Besitzer Café Giobbe hiess. Das Restaurant hiess seit den Sechzigerjahren des 19. Jh. während knapp eines Jahrhunderts S., seither heisst es Spatz. Der Neubau des Hauses erfolgte 1932.

Sonnegg
Ungefähr 1882 erbautes Vorstadthaus, in dem sich von 1929 bis zum Abbruch in den Sechzigerjahren das LinkpfeilBlindenheim befand.
Standort: Neufeldstrasse 97

Sonnenberg
1) Villa an der Schänzlistrasse 51, früher auch Goumoëns-Gut genannt.
2) Zu Beginn des 20. Jh. Pension an der Sonnenbergstrasse 19.
3) Während des Ersten Weltkriegs wurde die Pension S. 2) an die Beaulieustrasse 84 verlegt.

Sonnenbergweg
Vor 1872 hiess der S. Oberer Altenbergweg, gelegentlich auch Schänzliweg.

Sonnenheim
LinkpfeilOchsenscheuer

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Sonnenhof
Jolimontstrasse 2. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. erbautes Landhaus.

Sood, Gemeiner
LinkpfeilGemeiner Sood

Souvenir
Thunstrasse 60. 1891 verkaufte Max von Fischer das Schloss Reichenbach und bezog die Villa S., die Henry B. von Fischer für ihn erbaut und mit vielen Spolien aus dem Schlosse ausgerüstet hatte (von da der Name S.). Seit 1932 ist die Villa Sitz des Nuntius (LinkpfeilMarguerita).
Lit.: Mandach, Henry B. von Fischer

Spanische Halle
LinkpfeilVolkshaus

Spar- und Leihkasse
Bundesplatz 4. Die 1857 gegründete Bank bezog 1913 den heutigen Bau (LinkpfeilNational 3)), nachdem sie seit 1869 im Haus Bärenplatz 6 untergebracht gewesen war.
Lit.: KDM. 2

Spatz
LinkpfeilSonne 3)

Speckkämmerlein
LinkpfeilCachemari

Speichergassbrunnen
LinkpfeilSchegkenbrunnen

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Speichergasse
Aus dem Jahr 1389 ist belegt «Hindre Gass genempt die Buobengass». Seit 1552 ist der Name S. offiziell.
Lit.: KDM. 2

Speichergasse, Hintere
LinkpfeilHodlerstrasse

Speichergasskornhaus
LinkpfeilBurgerspitalkornhaus

Speichergasspasserelle oder
Speichergassbrücke LinkpfeilPasserellen 2)

Speichergassschulhaus
LinkpfeilGymnasium Waisenhausplatz

Speiseanstalt der obern Stadt
Der 1806 von der Armendirektion errichtete ausserordentliche Mushafen in der LinkpfeilSteinwerkmeisterwohnung wurde nach deren Abbruch in die Halle des LinkpfeilKornhauses verlegt, wo er S. hiess. Vor dem Umbau des LinkpfeilKornhauses wurde die S. aufgehoben.
Lit.: Durheim, Beschreibung

Speiseanstalt der untern Stadt
Junkerngasse 30. Der 1806 von der Armendirektion errichtete ausserordentliche Mushafen im Armenhaus an der Matte wurde nach 1841 ins LinkpfeilMorellhaus (Postgasse 14) verlegt. Am Ende der Siebzigerjahre des 19. Jh. erfolgte die Eröffnung der S. am heutigen Standort im Obern Gerechtigkeitsgässchen, im hintern Teil der ehemaligen Erlacherhof-Stallungen.

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Speiseanstalt Länggasse
In den letzten Jahrzehnten des 19. Jh. gab es im Haus Mittelstrasse 8 eine S.

Speiseanstalt Nordquartier
Zur Zeit des Ersten Weltkriegs gab es eine S. im Haus Birkenweg 49.

Spezereipulverstampfe
Die S. befand sich vor 1818 in der Westecke der LinkpfeilStadtmühle.
Standort: Mühleplatz 15

Spiegel
Name eines um 1880 erbauten kleinen Vorstadthauses.
Standort: Mattenhofstrasse 12, heute Belpstrasse 45

Spielweg
Weg auf der Westseite des LinkpfeilBreitenrainschulhauses parallel zum Bahndamm zwischen der Breitenrainstrasse und dem Römerweg. Beim Bau des Nordrings 1941 aufgehoben (LinkpfeilDammweg).

Spinnanstalt
Halbprivate, wohltätige Unternehmung, die Heimspinnerinnen mit Arbeit und nötigenfalls mit Verpflegung versorgte. Gegründet 1785, bestand die S. bis zum Ende des 19. Jh.
Standort: Verkaufsmagazin: Münstergasse 36, später Brunngasse 72

Spinnerei Felsenau
Felsenaustrasse 17. Die 1864/66 erbaute Spinnerei wurde nach einem Brand im Jahre 1872 neu errichtet.
Lit.: Morgenthaler, Felsenau

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Spinnstube
Besonderes Gefängnis für Burger und Burgerinnen, die Haftstrafen zu verbüssen hatten. 1697 gegründet befand sich die S. bis 1741 im Nordflügel des LinkpfeilObern Spitals. Dann wurde sie in den heutigen Kapellentrakt des LinkpfeilBurgerspitals verlegt. Sie diente noch 1911 als Haftort für Staatsgefangene. Volkstümlich auch Hinterer LinkpfeilFalken genannt.
Lit.: Walthard, Description; KDM. 1, 3

Spital, Grosser
Der 1527 ins LinkpfeilPredigerkloster verlegte Niedere Spital heisst in der Folge G. S. 1715 entsteht der neue G. S. aus der Vereinigung von Oberem und altem Grossem Spital. Die Reorganisation ist 1729 abgeschlossen. Dreissig Jahre nach dem Bezug des Neubaus am heutigen LinkpfeilBubenbergplatz (1742) kommt der Name LinkpfeilBurgerspital auf, der seit 1803 offiziell den Namen G. S. ersetzt.
Lit.: KDM. 1

Spital, Niederer
Der N. S. wurde 1307 von der Bürgerschaft gestiftet. Er befand sich bis 1339 an Stelle der Häuser Gerechtigkeitsgasse 2-10. Dann wurde er vor das Untere Tor verlegt, wo 1344 die LinkpfeilSt. Georgskapelle geweiht wurde. 1527 beschliesst der Rat die Verlegung ins LinkpfeilPredigerkloster mit dem Namen Grosser Spital. 1528 wird das Haus abgebrochen, die untere Hälfte der Liegenschaft geht an Private über (LinkpfeilKlösterli), die obere Hälfte wird Friedhof (LinkpfeilKlösterlifriedhof). 1719 erfolgt die Vereinigung mit dem LinkpfeilObern Spital zum LinkpfeilGrossen Spital.
Standort: Klösterlistutz
Lit.: KDM. 1

Spital, Oberer
Das kurz vor 1228 gegründete Heiliggeistspital heisst seit der Gründung des LinkpfeilNiedern Spitals (1307) O. S. 1327 unter städt. Verwaltung genommen, löst sich der O. S. vom Heiliggeistkloster. 1715 erfolgt die Vereinigung mit dem Niedern oder Grossen Spital zum neuen LinkpfeilGrossen Spital Die 1726/31 abgebrochenen Gebäude werden wegen des Baues des LinkpfeilBurgerspitals nicht mehr ersetzt.
Standort: Heiliggeistkirche und östlich anschliessender Gassenraum
Lit.:KDM. 1, 5

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Spital, Welscher
1830 abgebrochener südlicher Anbau des LinkpfeilChristoffelturms.
Standort: Treppe westlich des Hauses Spitalgasse 57
Lit.: BTb 1896

Spitalacker
Grosses Landgut zwischen Schänzli- und Kasernenstrasse, das seit alters von der heutigen S.-Strasse durchquert wird. 1) Oberer S.: Schänzlistrasse 25 (LinkpfeilBelvoir 1)). 2) Unterer S.: Das am Ende des 19. Jh. nach dem Besitzer genannte Schorer-Gut wurde unter dem Namen Waldheim eine Pension für junge Mädchen. Abgebrochen 1972.
Standort: Spitalackerstrasse 38-42 3) Spitalackerstrasse 57. Das im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnete Restaurant S. hiess ursprünglich Helvetia.

Spitalackerschulhaus
Gotthelfstrasse 40. In den Jahren 1899 bis 1901 erbaut.

Spitalbrunnen
1) LinkpfeilBurgerspitalbrunnen
2) LinkpfeilDavidbrunnen

Spitalgasse
Beim Bau der 3. LinkpfeilStadtbefestigung wird die alte, nach Süden abbiegende Strasse nach Bümpliz Teil der Hauptachse. Sie heisst 1344 «nüwe stat zem heiligen Geist» und bereits vor 1359 S. Die S. liegt in der Verlängerung der römischen Limitationsachse Osttor Aventicum-Hof Bümpliz, was nahelegt, die alte Strasse beim LinkpfeilObern Spital sei römischen Ursprungs (LinkpfeilHeiliggeistkirche).
Lit.: KDM. 2

Spitalgut
1) Landgut in der Gegend des Viktoriaplatzes. Nördlich davon schliesst der Spitalacker an.
2) LinkpfeilSpitalmatte 2)

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Spitalkapelle
LinkpfeilBurgerspital

Spitalkirche
LinkpfeilHeiliggeistkirche

Spitalkornhaus
LinkpfeilBurgerspitalkornhaus

Spitalmatte
Flurname, der Besitzungen des LinkpfeilBurgerspitals bezeichnet.
1) Nördlich der Laupenstrasse, westlich des heutigen Stellwerks (Laupenstrasse 24). Dieses Landgut hiess auch Scheuermatte, da auf ihm die grosse Spitalscheuer stand. Die Besitzung wurde 1856 zur Anlage des Güterbahnhofs verkauft.
2) Landgut in der Südostecke der Kreuzung Schwarzenburgstrasse/Weissensteinstrasse. Hiess auch Spitalgut im Weissenstein.
3) Parzelle zwischen Effingerstrasse, Brunnmattstrasse und Jennerweg.
4) Landgut zwischen Schänzlistrasse und Spitalackerstrasse. Es hiess im letzten Jahrhundert Mosergut. An diesen Namen erinnert die Moserstrasse.
5) Parzelle nördlich und südlich der Reiterstrasse.
6) Parzelle zwischen Choisystrasse, Zieglerstrasse, Schlösslistrasse und Brunnmattstrasse.

Spitalmeisterwohnung
LinkpfeilStadttheaterdirektion

Spitalplatz
LinkpfeilBahnhofplatz

Spitalpromenade
1804 angelegte und nach Schleifung der Schanzen (1834) erweiterte Promenade westlich des LinkpfeilBurgerspitals. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. überbaut.
Standort: Bubenbergplatz Nrn. 6-12, LinkpfeilBogenschützenstrasse
Lit.: Sommerlatt, Adressenverzeichnis

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Spitalschaffnerhaus
LinkpfeilStadttheaterdirektion

Spitalscheuer
1) Ökonomiegebäude westlich des heutigen Hauses Bahnhofplatz 9. Abgebrochen 1724 für den Bau der LinkpfeilHeiliggeistkirche.
2) Am LinkpfeilUntern Graben. 1738 abgebrochen für den Bau der LinkpfeilReitschule 3).
Standort: Kornhausplatz 20
3) Grosses Ökonomiegebäude des LinkpfeilBurgerspitals nördlich der Laupenstrasse auf der LinkpfeilSpitalmatte 1). Westlich davon befand sich der grosse Ziergarten. Die S. 3) war Nachfolgerin von 1) und 2).
Standort: Westteil des Hauses Laupenstrasse 22

Spitalschopf
1724 für den Bau der LinkpfeilHeiliggeistkirche abgebrochene Remise des LinkpfeilObern Spitals
Standort: Westlich des südlichen Teils des Hauses Bahnhofplatz 11

Spitalstalden
Der 1401 erwähnte S. ist vermutlich mit dem LinkpfeilKlösterlistutz identisch.

Spitalturm
LinkpfeilChristoffelturm

Spitzlaube, im Spitz
LinkpfeilBadgasse

Spitzmatte
Im 19. Jh. Name der Parzelle zwischen Moser-, Spitalacker- und Beundenfeldstrasse. Standort des Bauernhauses: Moserstrasse 14

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Staatsapotheke
1567/68 an der Westecke Inselgässchen/Kochergasse erbaut. 1743 für den Bau des LinkpfeilOperatorhauses abgebrochen. 1837 Neubau für die neueröffnete St. an derselben Stelle. 1912 abgebrochen für den Bau des LinkpfeilBundeshauses Nord.
Standort: Südostteil des Bundeshauses-Nord, Amthausgasse 15
Lit.: KDM. 1

Staatsarchiv
Falkenplatz 4. Neben den in der LinkpfeilStaatskanzlei (LinkpfeilGewölbe) untergebrachten Beständen des St. befanden sich seit 1792 Akten in andern Magazinen, so z.B. im Chor der LinkpfeilFranzösischen Kirche Kirche und im LinkpfeilKäfigturm. 1910 wurde in der LinkpfeilStaatskanzlei ein kleiner Lesesaal für die teilweise dorthin zurückgebrachten Bestände eingerichtet. Der heutige Bau von W. von Gunten konnte 1940 bezogen werden.

Staatsarchiv-Brunnen
Die Figur «Narcissus» von Marcel Perincioli erhielt beim Wettbewerb für den Gewerbeschulbrunnen neben der dort ausgeführten Figur auch einen 1. Preis. Nach der Landesausstellung 1939, wo sie aufgestellt war, kaufte sie der Staat für den Gartenbrunnen des neuerbauten LinkpfeilStaatsarchivs (Falkenplatz 4).

Staatsdruckerei
Postgasse 70. Schon 1527 befand sich das Gebäude der in den ersten Jahren des 17. Jh. eingerichteten St. in städtischen Besitz. Es diente als Stall für die Ratspferde und enthielt die Dienstwohnung des Ratsknechts. 1768 wurde der 2. Stock aufgebaut. Seit der Aufhebung der St. im Jahre 1831 befinden sich im Hause Abteilungen der LinkpfeilStaatskanzlei. Da sich vor 1527 Stallungen des Gasthofs zur LinkpfeilKrone 1) dort befanden, hiess das Haus auch «die Kronenställe».
Lit.: KDM. 3

Staatskanzlei
Postgasse 72. Von 1483 an erstreckten sich die Verhandlungen für den Kauf der Offenburgischen Liegenschaft bis Anfang 1525, während welcher Zeit sich die Kanzlei immer noch im Hause des Stadtschreibers befand. Die Bauarbeiten, vermutlich unter Peter Kleinmann von Biel, nach Plänen von Bernhard Tillmann, dauerten bis 1533. Erst 1541 wurde aber die S. vollständig bezogen. 1665/66 errichtet Abraham Edelstein an Stelle der Laube den Verbindungstrakt zum LinkpfeilRathaus 3), der 1754/55 barock umgebaut wird. 1784 erhält die S. die heutige frühklassizistische Südfassade. Den Brunnen im Hof schuf 1942 Max Fueter.
Lit.: KDM. 3

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Staatswasenmeistermätteli
LinkpfeilWasenmätteli

Stadtbach
1) Der aus dem Wangental kommende und künstlich in die Altstadt geleitete S. wird schon im 13 Jh. im Zusammenhang mit der Stettmühle erwähnt. Bis heute werden mit Teilen des S. die Ehgräben gespült. Der östlichste Teil des S. diente der LinkpfeilSchutzmühle, die vermutlich mit der erwähnten Stettmühle identisch ist.
Lit.: A. Kurz, Geschichte und Rechtsverhältnisse des Stadtbachs von Bern, Bern 1863
2) Name des Quartiers nördlich der Laupenstrasse, wo der S. 1) seit alters unter Einhaltung eines minimalen Gefälles ostwärts gegen die Stadt geführt wird.

Stadtbachgarten
In den Achtzigerjahren des 19. Jh. eröffnetes, 1957 verschwundenes Restaurant.
Standort: Stadtbachstrasse 6, heute westliche Einfahrt zur Parkterrasse (LinkpfeilGrosse Schanze)

Stadtbefestigung
Den vier befestigten Westabschlüssen der Stadt entsprechend lässt sich die Geschichte der St. einteilen: 1. St. Um 1190 (traditionell wird 1191 angenommen) befestigte Herzog Berchtold V. von Zähringen einerseits die Siedlung am Fuss der LinkpfeilBurg Nydegg, andererseits erhielt das damals gegründete Burgum einen befestigten Westabschluss auf der Höhe des LinkpfeilZytglogge, der von Anfang an als Torturm gebaut war. 2. St. Um 1256 erfolgte die savoyische Stadterweiterung (LinkpfeilBern), deren Westabschluss auf der Höhe des LinkpfeilKäfigturms (wie schon vorher beim Zytglogge) einen vorhandenen Graben befestigte. Nach 1270 wurde (nach Zerstörung der LinkpfeilBurg Nydegg) das ganze Gebiet von Nydeggstalden und Mattenenge in die St. einbezogen. 3. St. Die letzte St. mit innerer und äusserer Mauer, Zwingelhof und Graben zwischen LinkpfeilGenfergasse, LinkpfeilChristoffelturm und LinkpfeilBernerhof entstand 1345, die Nordflanke wurde erst im dritten Viertel des 15. Jh. ausgebaut. 4. St. Dem neuen Stand des Festungsbaues entsprechend wurden in den Jahren 1622-1634 die LinkpfeilSchanzen dem 4. Westabschluss der Stadt vorgelagert. Als letztes folgte 1639/42 die LinkpfeilLangmauer. Die Schleifung der Befestigungswerke begann 1807 am LinkpfeilMurtentor 1) und endete 1898 am selben Ort (LinkpfeilMurtentor 2)).
Lit.: Hofer, Wehrbauten (nicht mehr auf dem neuesten Stand der Forschung)

Stadtbibliothek, Stadt- und Universitätsbibliothek
Münstergasse 61/63.1755-1760 errichtete Ludwig Emanuel Zehender an Stelle der alten LinkpfeilAnkenwaag das Ankenwaagkornhaus, welches in den Jahren 1787 bis 1794 zur Bibliothek umgebaut wird und im Mai 1794 die Bücherbestände aus der alten LinkpfeilHochschule aufnimmt. 1829-1833 werden die Säumerstübli im Parterre gegen die Laube zugemauert. 1860/63 erfolgt die Erweiterung um 5 Fensterachsen ostseits nach Plänen von Gottlieb Hebler. Dabei wird auch der Haupteingang verlegt. Nach Abbruch der LinkpfeilBibliotheksgalerie und der LinkpfeilHochschule 1904/05 wird durch Eduard von Rodt der Westflügel angebaut und der Ostflügel bis zur Herrengasse erweitert (1906/07). 1903 werden Stadt- und Hochschulbibliothek vereinigt, 1951 wird die LinkpfeilBurgerbibliothek abgetrennt. Beim grossen Um- und Ausbau von 1967/74 wird auch der Hof (LinkpfeilBarfüsserfriedhof) unterkellert.
Lit.: Bibliotheca Bernensis, Bern 1974

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Stadtbibliothekbrunnen
Nach der Versetzung des LinkpfeilAnkenwaagbrunnens musste beim Fleischmarkt ein neuer Brunnen errichtet werden. Vermutlich erst um 1792 wurde der S. nach Plänen von Lorenz Schmid an der Westseite der LinkpfeilStadtbibliothek erstellt. Vermutlich wegen eines Fensters in der heutigen Brunnennische stand der S. bis 1956 rechts der Mittelachse vor dem Wandpfeiler.
Lit.: KDM. 1

Stadteinteilung
Am 8. April 1798 löste die Einteilung der Stadt in 5 Farbquartiere die seit 1294 bestehenden LinkpfeilVennerviertel ab. Bis heute gilt die Einteilung der Innenstadt in die Farbquartiere rot (LinkpfeilHirschengraben bis LinkpfeilKäfigturm), gelb (bis LinkpfeilZytglogge), grün (bis LinkpfeilRathaus), weiss (bis zum Ostende der LinkpfeilGerechtigkeitsgasse) und schwarz (LinkpfeilNydegg und LinkpfeilMatte). Die vermutlich erst 1798 eingeführte Häusernumerierung war zuerst fortlaufend, später (bis 1881) quartierweise (bustrophedonartig). Am Ende der Dreissigerjahre des 19. Jh. wurde sie auf die Aussenbezirke ausgedehnt. Aussenbezirke waren der Stadtbezirk obenaus mit den Dritteln Aarziele, Holligen und Länggasse links der Aare sowie der Stadtbezirk untenaus mit den Dritteln Brunnadern, Schosshalde und Altenberg rechts der Aare. Vom Altenbergdrittel wurde in den Sechzigerjahren das Lorraineviertel abgetrennt. Seit 1882 gilt die heutige, vom LinkpfeilBärengraben ausgehende Häusernumerierung, die von einer Anzahl weiterer Stadteinteilungen überlagert ist (Grundbuchkreise, Quartieraufseherbezirke, Kaminfegerkreise usw.). Von der Mitte des 16. Jh. an bis 1798 war die Stadt bezüglich der Nutzung der Stadtfelder in eine Obere und eine Untere Gemeinde unterteilt. Trennlinie waren das LinkpfeilSchaalgässchen und das LinkpfeilMünstergässchen.
Lit.: KDM. 1

Stadterweiterungen
LinkpfeilBern, 1-4. LinkpfeilStadtbefestigung

Stadtgarten
LinkpfeilBürgerhaus

Stadtgärtnerei
LinkpfeilElfenau

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Stadthof
LinkpfeilPyrenées

Stadtmühle
Mühlenplatz 11. Nachdem 1360 das Bubenbergische Mannlehen am Reichsgrund längs des linken Aareufers mit LinkpfeilSchwelle, Mühlen und Fischenzen an die Stadt übergegangen war, befanden sich dort viele Gewerbebetriebe in öffentlicher Hand. Die alte St. von 1556 brannte 1818 ab. Der unmittelbar nachher unter Ludwig Samuel Stürler, Ludwig Friedrich Schnyder und Waeber errichtete Neubau ist in der Schenk'schen Stadtmühle teilweise erhalten.
Lit.: KDM. 3

Stadtschule
Ein Vorläufer der St. befand sich 1414-1468 im LinkpfeilRathaus 2), dann im Haus Münstergasse 1. 1481 erfolgte die Gründung der St. in einem Neubau an der Herrengasse 1. 1581 wurde die LinkpfeilLateinschule von ihr getrennt. 1596 erfolgte die Trennung in die deutsche Knabenschule oder -lehr und in die LinkpfeilMeitlilehr. Die Knabenlehr, nachmals Knabenschule der Münstergemeinde, blieb bis 1831 am alten Standort und wurde dann ins Haus Münstergasse 24 (LinkpfeilChorhaus 2)) verlegt. 1835 erfolgte der Umzug ins Fischer'sche LinkpfeilPosthaus (Postgasse 66). Eine andere Knabenschule wurde 1745 ins LinkpfeilPredigerkloster verlegt und befand sich von 1807 bis zur Vereinigung mit der oben erwähnten (1835) im Haus Rathausgasse 63.

Stadttheater
Kornhausplatz 20. In den Jahren 1900-1903 an Stelle der LinkpfeilReitschule 3) erbaut durch René von Wurstemberger. Eröffnet am 25. September 1903. Das St. ersetzte das Theater im LinkpfeilHotel de Musique.

Stadttheater-Direktion
Nägeligasse 1. Das 1688 als Fischer'sches Sässhaus erbaute Haus am Platz des heutigen Südteils des LinkpfeilKornhauses wurde 1712 abgebrochen und am jetztigen Standort wiederaufgebaut. 1715-1742 diente es als Amtswohnung des Spitalmeisters, seit 1806 als Pfarrhaus des welschen Helfers (mit Dienstwohnung des Kornhüters) und nach 1907 als Brandwache, bis es 1936 renoviert und als St.-D. eingerichtet wurde.
Lit.: KDM. 3

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Stadttore
LinkpfeilBubenbergtörli, LinkpfeilChristoffelturm, LinkpfeilFelsenburg, LinkpfeilFrauentor, LinkpfeilHebammentörli, LinkpfeilJudentor, LinkpfeilKäfigturm, LinkpfeilLändtetor, LinkpfeilMarzilitor, Oberes, LinkpfeilMarzilitor, Unteres, LinkpfeilMichelistörli, LinkpfeilMünztor, LinkpfeilPredigertor, LinkpfeilSteckenbrunnentor, LinkpfeilTränkitürli, LinkpfeilUntertor, LinkpfeilZytglogge

Stadtwerkmeisterwohnung
Das von der Stadt 1552 angekaufte Haus Aarbergergasse 2 (LinkpfeilStorchen) dient dem Stadtwerkmeister als Amtswohnung. Nach dem Brand von 1575 wird das Haus neu aufgebaut und im 17. Jh. zum LinkpfeilZeugwarthaus umgebaut, während der Werkmeister die neue LinkpfeilSteinwerkmeisterwohnung bezieht.
Lit.: KDM. 3

Stadtziel
LinkpfeilBurgernziel 1)

Staiber
Während des Ersten Weltkriegs eröffnetes, heute verschwundenes Hotel im Haus Neuengasse 37.

Stalden
1) LinkpfeilNydeggstalden
2) Café St. LinkpfeilStaldenpfarrhaus

Stalden, Äusserer
LinkpfeilAargauerstalden

Stalden, Oberer
Noch im 18. Jh. verwendete Bezeichnung für den steil abfallenden, östlichen Teil der LinkpfeilGerechtigkeitsgasse. Wegen des Gasthofes zum Weissen Kreuz (LinkpfeilAdler) hiess dieses Gassenstück auch etwa Kreuzstalden. Im 16. Jh. gelegentlich auch Unterer Viehmarkt.

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Stalden, Auf dem
Gebiet zwischen Grossem Aargauerstalden, Laubeggstrasse und Haspelweg.

Staldenbrunnen
1) LinkpfeilVennerbrunnen
2) LinkpfeilNydegghöflibrunnen
3) LinkpfeilLäuferbrunnen

Staldenpfarrhaus
Im 18. und bis gegen Ende des 19. Jh. war das Haus Nydeggstalden 24 das Pfarrhaus der Nydeggkirchgemeinde. Vom letzten Jahrzehnt des 19. Jh. an befand sich in diesem Haus für einige Zeit das Café Stalden.

Staldenschule
Laubeggstrasse 23. 1692 wird auf Kosten des LinkpfeilNiederspitals eine Hintersässenschule oben am Alten LinkpfeilAargauerstalden eingerichtet. 1727 brennt das Haus ab und wird 1728 von Rudolf Hebler und Wolfgang Zehender neu gebaut, 1826 aufgestockt und 1867/68 erweitert. Das Areal der St. hiess Schafmatte.
Lit.: KDM. 3

Staldenwachthaus, Corps de Garde
1764 vermutlich nach einem Projekt von Sprüngli an der Ostseite des Hauses Gerechtigkeitsgasse 2 angebaut. 1790 umgebaut. 1858 an den Besitzer des anstossenden Hauses verkauft.
Lit.: KDM. 3

Stampfe
Bis ins 19. Jh. wurde unterhalb der LinkpfeilSchutzmühle eine Knochenstampfe betrieben.
Standort: Langmauerweg 17

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Stämpfli-Denkmal
1884 eingeweihte, von Alfred Lanz geschaffene Büste des Bundesrates Jakob Stämpfli (1820-1879).
Standort: Auf der LinkpfeilGrossen Schanze südlich des Hauses Hochschulstrasse 6

Standeskasse
LinkpfeilDeutschseckelschreiberei

Ständli
Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts Name des Plätzleins östlich des LinkpfeilZytglogge. Dort gaben sich die Studenten der nahen LinkpfeilHochschule Stelldichein. Das Wandbild am Haus Bim Zytglogge 1 schuf 1933 Friedrich Traffelet (LinkpfeilSonne 2)).

Standstrasse, vormals Standweg
LinkpfeilWylerfeldschiessstand

Stanzenhübeli
LinkpfeilSulgeneck

Stationsweg
Seit der Verlegung der Station Ostermundigen im Jahre 1941 heisst der St. Zentweg nach der 1898 bis 1974 bestehenden Giesserei Zent AG.

Statthaltergässli
LinkpfeilNägeligässli

Staudenrain
Bis ins 20. Jh. Name des Hanges nördlich der LinkpfeilEnglischen Anlagen . Der Name dieser Strasse gilt heute meist für den ganzen Aarehang.

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Stauwehr Engehalde
LinkpfeilFelsenaukraftwerk

Steckbrunnen, auch Steckenbrunnen
Zwischen 1562 und 1720 belegter Brunnen nördlich des LinkpfeilZeughauses.
Standort: Nägeligasse 6
Lit.: KDM. 1

Steckenbrunnentor
1659 neu errichtetes nördliches Stadttor nordwestlich des LinkpfeilGrossen Zeughauses.
Standort: Nägeligasse 8
Lit.: KDM. 1

Steckgut
LinkpfeilLorraine

Steiger, Café
Im LinkpfeilZeugwarthaus entstand 1886 das Café Manz. Seit ungefähr 1910 hiess es bis zum Abbruch 1968 Café St.
Standort: Aarbergergasse 2

Steigerhubel
Genannt nach den Besitzern des LinkpfeilWeyermannshausguts im 18. u. 19. Jh. Bis zum Ende des 19. Jh. hiess der St. Weyermannshubel.

Steigerkapelle
LinkpfeilBubenbergkapelle

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Steigergut
LinkpfeilFrohberg

Steigers Brünnli
Im 18. Jh. erwähnter Brunnen in der Steiger'schen Besitzung, angeschlossen ans städtische Trinkwassernetz.
Standort: Nordseite des LinkpfeilBundeshauses Nord, Amthausgasse 15
Lit.: Morgenthaler, Trinkwasser

Stein, Villa St.
LinkpfeilSarepta

vom Steinhaus
LinkpfeilCyrohaus

Steinbock
Das schon in der ersten Hälfte des 19. Jh. bestehende Restaurant verschwand mit dem Neubau des LinkpfeilSternen am Ende der Fünfzigerjahre des 20. Jh.
Standort: Aarbergergasse 32 (heute Nr. 30 westlicher Teil)

Steineggerdörfli, heute auch kurz Dörfli
LinkpfeilGolaten

Steinerkeller
Bis in die Achtzigerjahre des 19. Jh. gab es im Haus Marktgasse 50 eine Kellerwirtschaft.

Steinhauerweg
Bis 1942 offizieller Name des Weges zwischen Muesmatt- und Gewerbestrasse.

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Steinhölzli
1) Wald zwischen Schwarzenburgstrasse und Gemeindegrenze.
2) Zibelegässli 3. In den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnetes Restaurant. Name nach der Brauerei Steinhölzli (Gde. Köniz).

Steinhölzlibrunnen
1932 wurde der LinkpfeilSchauplatzgassbrunnen in der Anlage zwischen Schwarzenburgstrasse und Steinhölzli aufgestellt.
Standort: Beim Kiosk Schwarzenburgstrasse 59
Lit.: Schenk, Brunnen

Steinhütte
1766 abgebrochenes Haus vor dem Aarbergertor. Sein Vorplatz diente als Steinwerkhof.
Lit.: KDM. 3

Steinibach
C. J. Durheim nennt in seinen «Ortschaften des eidg. Freistaates Bern» das Steinige Fach (LinkpfeilSchärloch) irrtümlicherweise St.

Steiniges Fach
LinkpfeilSchärloch

Steininbrügg
1280 errichtete Bogenbrücke am Westausgang der Metzgergasse. Nach 1405 nicht mehr benötigt wegen der Aufschüttung des Steininbrügg-Grabens (LinkpfeilKornhausplatz). Brücke vermutlich auch zugeschüttet.

Steininbrügggraben
LinkpfeilKornhausplatz

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Steinweg
Vor dem Bau des Nordrings (LinkpfeilDammweg) westliche Verlängerung der Standstrasse bis zum Thalweg. Der Name wurde 1950 aufgehoben.

Steinwerkhof
1) Im Gegensatz zum LinkpfeilMünsterwerkhof auch äusserer oder oberer Werkhof genannt. Der S. ist Werkhof für das Steinwerk der Profanbauten des Staates.
Standort: Geleiseanlagen nördlich des LinkpfeilBurgerspitals
2) Nach dem Bau des LinkpfeilHauptbahnhofs wurde der S. auf das Areal des Hauses Neuengasse 30 verlegt.
Lit.: KDM. 1; Durheim, Beschreibung

Steinwerkmeisterwohnung
Amtswohnung des Stein Werkmeisters seit dem 17. Jh. Sie ersetzt die alte LinkpfeilStadtwerkmeisterwohnung, die zum LinkpfeilZeugwarthaus umgebaut wird. Die erste St. wird 1753 in den Komplex des LinkpfeilSchallenhauses einbezogen. Die St. wird 1756 in den damals angekauften Kirchberger'schen Landsitz versetzt, der mit dem Material der 1766 abgebrochenen LinkpfeilSteinhütte umgebaut wird. Seit 1806 beherbergt die St. die Mushafenküche, 1820-1825 auch das LinkpfeilTierspital. Abgebrochen 1856 für die Einführung der LinkpfeilSCB.
Standort: Geleiseanlagen nördlich des LinkpfeilBurgerspitals
Lit.: KDM. 3

Stelzen
Name eines Rebbergs am LinkpfeilAltenberg
Lit.: Howald, Localregister, ungedruckt, Burgerbibliothck Bern

Stern
Name einer Wegkreuzung im Könizbergwald (Koord.: 596980/197320).

Sternen
Aarbergergasse 30. Die erste Erwähnung des Gasthofs zum Sternen 1566 bezieht sich vermutlich auf das Haus Aarbergergasse 19. Nach dem Brand von 1575, aber vor 1732 wechselt der alte Hirzen (Aarbergergasse 22, erstmals erwärmt 1426) den Namen auf St. 1779 überträgt Karl Stürler das Tavernenrecht auf das 1615 erbaute Haus Aarbergergasse 30 und nennt den Gasthof Drei Könige. Seit 1830 heisst das Haus wieder St. Abgebrochen 1963, mit Kino «City» 1964/65 neu erbaut.
Lit.: KDM. 6

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Sternenberg
Schauplatzgasse 22. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. als Café Hess eröffnetes Restaurant.

Sternengässchen
Entsprechend dem vorübergehenden Namenwechsel des LinkpfeilSternen in «Drei Könige» heisst das St. von 1779 bis 1830 Dreikönigsgässchen.

Sternwarte
1) LinkpfeilObservatorium
2) LinkpfeilAstronomisches Institut
3) In den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnete Wirtschaft an der Gesellschaftsstrasse 2. Seit 1941 Studentenheim.
4) LinkpfeilEngehof

Sternwartstrasse
LinkpfeilSidlerstrasse

Stettbrunnen
Der 1377 erstmals erwähnte Brunnen mit eigener Quelle erhielt schon früh eine Überdachung. Er gab der LinkpfeilBrunngasse den Namen. In den Dreissigerjahren des 19. Jh. wurden die Stützen in der alten Form ersetzt. Vermutlich wurde aber damals ihre Zahl von 4 auf 3 vermindert. Die Becken waren bis 1848 hölzern, die steinernen wurden 1855 mit der Umfassungsmauer zusammen erstellt. Gegen das Ende des 18. Jh. hiess der St. wegen des nahen Linkpfeilalten Schlachthauses auch Schlachthausbrunnen. Renoviert 1974/75.
Standort: Nördlich der Häuser Rathausgasse 16/18
Lit.: KDM. 1

Stettmühle
LinkpfeilSchutzmühle

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Stift
Münsterplatz 3. Bis zu Beginn des 20. Jh. die Stift. Das 1. Deutschordenshaus, erbaut vor 1256, verschwand beim Bau des LinkpfeilMünsters nach 1421. Das 2. Deutschordenshaus entstand 1427-1435. 1485 wird das Ordenshaus in ein weltliches Chorherrenstift umgewandelt. Der Neubau nach Plänen von Albrecht Stürler erfolgt 1745/46 unter Samuel Lutz, dann unter Emanuel Zehender. Der östliche Anbau verdrängt 1747 die LinkpfeilMattentreppe 2) und wird 1895 aufgestockt. Der westliche Anbau, das Provisorhaus wird, unter Niklaus Hebler bis 1755 fertiggestellt.
Lit.: KDM. 3

Stiftplatz
LinkpfeilMünsterplatz

Stockbrunnen
LinkpfeilLenbrunnen

Stöcke
LinkpfeilNeufeld

Stockmühle
Alte Mühle am Sulgenbach. Von der ursprünglichen Gebäudegruppe wurden ausser dem Wirtschaftsgebäude (Giessereiweg 20) alle Häuser beim Bau der Monbijoustrasse 1911 abgebrochen. Das letzte Haus wurde 1970 abgebrochen.

Storchen
1) 1498-1550 im Haus Aarbergergasse 2 bestehender Gasthof (LinkpfeilZeugwarthaus).
2) 1594 kauft Jakob Simon den Gasthof zum Weissen Kreuz an der Spitalgasse 21 und nennt ihn St. 1913 geht das Patent an das neueröffnete Hotel Bristol über, das längere Zeit noch Bristolstorchen heisst.

Storchenbrunnen
LinkpfeilPfeiferbrunnen

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Storchengässli
Das St. hat seinen Namen vom LinkpfeilStorchen 2), der sich zwei Häuser weiter östlich befunden hat.

Storchenstübli
LinkpfeilBristol

Strassenbahn
Die Berner Tramway Gesellschaft (BTG) eröffnete am 1. Oktober 1890 eine Linie vom LinkpfeilBärengraben bis zum LinkpfeilBremgartenfriedhof, die mit 10 pneumatisch angetriebenen Wagen bedient wurde. Die am 17. Mai 1894 eröffnete Linie Länggasse-Bubenbergplatz-Christoffelgasse-Bundesgasse-Effingerstrasse-Belpstrasse-Seftigenstrasse-Wabern wurde mit Dampftraktion betrieben. Die 1900 gegründete Städtische Strassenbahn Bern (SSB) übernahm die zwei Linien der BTG, erstellte 1901 die von Anfang an elektrisch betriebene Linie Burgernziel-Zytglogge-Breitenrainplatz und elektrifizierte die andern Strecken. 1908 wurde die Linie Bahnhof-Brückfeld eröffnet. Erst 1923 erfolgte die Eröffnung der Linie ins Fischermätteli. Ebenfalls als St. verkehrten in Bern die Worblentalbahn (1915-1974), die Bern-Muri-Gümligen-Worb-Bahn (seit 1898) sowie die Bern-Zollikofen-Bahn (1912-1965).

Strassennamen
1) Von 1798 bis 1881 waren die Gassen der Altstadt zweisprachig angeschrieben. Die meisten der französischen Namen sind einfache Übersetzungen (z.B. Rue de l'hôpital, Rue de la justice). Die folgenden sind nicht direkt zugänglich: Grande Rue (= LinkpfeilKramgasse), Rue des ministres (= LinkpfeilHerrengasse), Ruelle de l'église française (= Schützengässchen), Place d'armes (= LinkpfeilTheaterplatz).
2) Seit dem 1. Januar 1948 werden die Vornamen bei St. weggelassen.

Streckiturm
1) LinkpfeilPariserturm
2) LinkpfeilMarziliturm

Streckwacht
LinkpfeilPariserturm

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Stuben, Zu den 7 St.
LinkpfeilVolkshaus

Stuber, Café
Bis in die Sechzigerjahre des 19. Jh. bestand im Haus Genfergasse 6 ein Café, das zuletzt C. St. hiess.
Standort: Heutiger Nordteil des Hauses Genfergasse 4

Studentenheim
LinkpfeilSternwarte 3)

Studentenseelein
Im 19. Jh. Name des untersten Teils der Kleinen Aare, welcher den Gymnasiasten und Studenten zur Verfügung stand (LinkpfeilBubenseelein).

Studer-Gut
LinkpfeilMädchenwaisenhaus

Studerhaus
Spitalgasse 57. Vom 1830/32 von Eduard Stettler erbauten Haus der Apotheke Studer ist der obere Teil der Fassade gegen den Bubenbergplatz erhalten geblieben.
Lit.: KDM. 2

Studerstein
1) LinkpfeilBei den Eichen
2) Drei Findlinge, die beim Bau der LinkpfeilUniversität gefunden wurden, sind seit 1903 der Erforschern der Alpen Bernhard Studer, (1749-1887), Edmund von Fellenberg (1838-1902) und Isidor Bachmann (1837-1884) gewidmet. Für die Neugestaltung der LinkpfeilGrossen Schanze wurden die Steine entfernt, der St. 1960 dort wieder aufgestellt, während die beiden andern im Garten des LinkpfeilNaturhistorischen Museums (Bernastrasse 15) Platz fanden.
Standort: Dem Obergericht, Hochschulstrasse 17, gegenüber

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Studerstrasse
1919 angelegte und 1973 verlegte Strasse von der Äussern LinkpfeilEnge ins LinkpfeilNeufeld, benannt nach Gottlieb Studer (LinkpfeilBei den Eichen).

Stürlerspital
Altenbergstrasse 60. Das Rebhaus aus dem 16. Jh. wurde 1659 umgebaut. Seit 1895 gehört es dem Diakonissenhaus. Der Name erinnert an den letzten privaten Besitzer.
Lit.: Haas, Altenberg

SSB
LinkpfeilStrassenbahn

Südbahnhof
1) Südbahnhofstrasse 14. Bahnhof Weissenbühl der 1901 eröffneten Gürbetalbahn (GBS).
2) Weissensteinstrasse 61. Kurz vor der Jahrhundertwende als Café Anneler eröffnetes Restaurant.

Suisse
1) Café S. LinkpfeilMeyerei, Untere
2) LinkpfeilSchweizerhof

Sulden -
In der ersten Hälfte des 18. Jh. steht S. gleichbedeutend wie Sulgen-.

Sulgen (Obersulgen und Niedersulgen)
Ein 1346 ins Stadtrecht aufgenommenes Dörflein am Sulgenbach.
Standort: Zwischen Eigerplatz und Sulgeneckstrasse
Lit.: KDM. 1

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Sulgenbach, Äusserer
1) Landgut an der Verzweigung Brunnmattstrasse/Mattenhofstrasse.
Standort: Mattenhofstrasse 41
2) LinkpfeilHopfgut

Sulgenbach, Mittlerer
Bezeichnung der 1911 abgebrochenen Häuser Giessereiweg 13-19.

Sulgenbach, Oberer
Im 19. Jh. Bezeichnung der Häuser Brunnmattstrasse 28 und 30 (LinkpfeilMühle 3).

Sulgenbach, Unterer
Bezeichnung aller Häuser südlich des untern Teils des Sulgenrains (Nrn. 22-30).

Sulgenbach-Schulhaus
Eigerstrasse 38. Erbaut 1868/70.

Sulgenbachstrasse
LinkpfeilKönizstrasse 1)

Sulgeneck
Sulgeneckstrasse 44. Das Landhaus aus dem 18. Jh. hiess ursprünglich Montillon, im zweiten Drittel des 19. Jh. nach seinem Besitzer auch Stanzenhübeli. 1826 gründete Beat Rudolf von Lerber im zur S. gehörenden LinkpfeilHafnerhäuschen (Sulgenrain) die erste bernische Sonntagschule. 1895 erstellte Friedrich von Rütte das heute als französische Botschaft dienende Gebäude für von Tscharner im Stil der französischen Neurenaissance.
Lit.: KDM. 6

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Sulgenheim
Name der 1911 abgebrochenen Häuser Giessereiweg 12-18. An sie erinnert der Name Sulgenheimweg.

Sulgenrain
LinkpfeilFischergut 3)

Sust
Zwischen 1379 und 1384 erbaut (LinkpfeilKaufhaus). Die S. wird im 16. Jh. zur Erweiterung des Büchsenhauses verwendet. Kurz vor 1598 weicht sie dem Neubau des LinkpfeilGrossen Zeughauses.
Standort: Zeughausgasse 24/26
Lit.: KDM. 3

SUVA-Haus
LinkpfeilMaisonette

Swaflanzgasse, auch Schwafflanzgasse
Schmale Gasse, die dem südlichen Teil der 4. LinkpfeilStadtbefestigung entlang führte. Sie heisst um 1750 Salzmagazingasse oder Ringmauerstrasse und im 19. Jh. Werkhofgasse, weil sie nördlich des LinkpfeilHolzwerkhofs und südlich des LinkpfeilSalzmagazins vorbeiführt. Überbaut 1859-1872. Lage: Ca. 10 m südlich parallel zur Bundesgasse
Lit.: KDM. 2

Synagoge
1) Die erste S. der Neuzeit befand sich nach 1812 an der LinkpfeilZeughausgasse, der LinkpfeilFranzösischen Kirche gegenüber.
2) Vor 1855 befand sich die S. im Haus Aarbergergasse 22.
3) 1855-1906 stand die S. im südlichen Teil des nachher neu erbauten Verwaltungsgebäude der Berner Alpenbahn-Gesellschaft BLS (Genfergasse 11).
4) Kapellenstrasse 2. Die heutige S. wurde 1905/06 nach Plänen von E. Rybi erbaut und im Herbst 1906 eingeweiht.
Lit.: Messinger, Geschichte der Juden

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