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Ilmenhof
Kocher-Spital
Ilmenstrasse
Verbindungsweg zwischen Schlösslistrasse und Effingerstrasse, längs der heutigen March Schlösslistrasse 5/11.
Innerbad, auch Marzilibad
Seit 1542 bis zum Brand von 1886 bestehendes Bad mit Wirtschaft im Marzili. Es hiess auch Küpfers Bad.
Standort: Marzilistrasse 6/8
Lit.: Gohl, Heilquellen
Insel
Kurzform des Namens
Inselspital
Insel-Friedhof
1729 wurde der alte Friedhof im
Inselkloster
abgelöst durch den Friedhof beim
Holzwerkhof.
Diesen Begräbnisplatz ersetzte von 1815 an der
Monbijou-Friedhof.
Standorte: Im Inselkloster:
Bundeshaus-Ost,
Kochergasse 9; beim Holzwerkhof: Bundesplatz 8 - Bundesgasse 6-12 - Hof und
nördlicher Teil des Ostflügels des
Bundeshauses-West
- Bundesgasse 1
Inselgassbrunnen
Elfenaubrunnen
Inselgässchen
Verbindungsgässchen zwischen
Marktgasse und
Kochergasse. Das nördliche Stück hiess im 19. Jh. Juden(-gass)gässchen und heisst seit 1878 Amthausgässchen. Das südliche Stück trägt seit 1963 den Namen Inselgasse.
Inselgasse
1)
Kochergasse
2)
Inselgässchen
Inselheim
Engländerhubel
Inseli
1) Gebiet der Badeanstalt Marzili.
2) Gebiet des Verwaltungsgebäudes und des Restaurants im
Tierpark
Dählhölzli, hiess im 19. Jh. auch Knechteninseli.
3) Westlichster Teil der Wasserwerkgasse.
Inselibad
Bis gegen 1880 Bad auf dem Areal der Gebäude Wasserwerkgasse 35.
Lit.: Gohl, Heilquellen
Inselisteg
Die schon im 19. Jh. erwähnte, ursprünglich hölzerne Brücke über den
Tych bildete früher den Zugang zum
Inselibad.
Inselistegbrunnen
Schiffländtebrunnen
Inselkloster
1285/86 gestiftetes Tochterhaus des Zisterzienserinnen-Klosters Dettligen, das
kurz nach Beginn des Klosterbaus in der Gegend von
Brunnadern
auf eine Insel beim Altenberg verdrängt wird. Die 1294 zum Dominikanerorden
übergetretenen Klosterfrauen werden aus dem sog. Mariental 1295 verjagt
und finden Schutz im
Predigerkloster.
Erst 1323/27 ziehen sie, nach dem Kauf eines Teils des
Judenfriedhofs
1) an den endgültigen Platz, wo das Kloster 1528 aufgehoben wird. Die Klosterkirche,
neu erbaut 1470 und 1507, dient fortan als Kornhaus (
Inselspital).
Wegen des Patroziniums hiess das I. auch St. Michaels-Inselkloster. Standorte:
Im Altenberg: vermutlich Altenbergstrasse 29-39; zuletzt:
Bundeshaus-Ost
(Kochergasse 9), Kirche in der Nordostecke der Parzelle
Lit.: KDM. 1
Insel-Kornhaus
1528 wird im Chor der Inselkloster-Kirche ein Kornhaus eingerichtet. 1747 entsteht
das I. am Käfiggässchen (
Ballenhausgässchen).
Das schiefergedeckte Mansardendach erhält erst 1765 Ziegel. 1864 an die
Kantonalbank verkauft, dient das I. in der Folge als
Gewerbehalle.
1896 erwirbt es die Eidgenossenschaft und bricht es im Juni 1900 für den
Bau des
Parlamentsgebäudes
ab.
Standort: Vor dem Mittelteil des Parlamentsgebäudes, Bundesplatz 15; früher: Käfiggässchen 34
Lit.: KDM. 1
Inselmatte
1)
Kreuzmatte
(heutiges Inselareal)
2) Flurname im Raume der heutigen Oberzolldirektion westlich der Mühlemattstrasse.
Inselscheuer
Grosses, dem
Inselspital gehörendes landwirtschaftliches Gebäude, abgebrochen 1899.
Standort: Monbijoustrasse 2
Inselspital, kurz Insel genannt
1) Nach der Reformation wird das
Seilerinspital
ins
Inselkloster
verlegt, dessen Namen es nach der Vereinigung mit dem
Bröwenhaus
(1526) annimmt. 1658 umfasst das I. 39 Betten, von 1643 an nimmt es keine Pfründer,
sondern nur noch Kranke auf (Wund-Spital). Nach einem Brand im I. von 1713 wird
der Neubau nach Plänen F. Beers 1718-1724 unter Abraham Dünz ausgeführt.
Die einspringenden Winkel der Südseite werden 1836-1841 überbaut.
1878 umfasst das I. 206 Betten. Nach dem Umzug auf die
Kreuzmatte
2) wird das I. 1888 abgebrochen.
Standort: Bundeshaus-Ost (Kochergasse 9) ohne östlichsten Teil
Lit.: KDM. 1; Rennefahrt und Hintzsche, Sechshundertjahre Inselspital, Bern
1954
2) In 7 Gebäuden entsteht 1881/84 nach Friedrich Schneiders Plänen
auf der
Kreuzmatte
das neue I., das immer wieder erweitert, in den Sechzigerjahren des 20. Jh.
vollständig durch Neubauten ersetzt wird. Ursprünglich gehörten
dazu die heute abgebrochenen Häuser Freiburgstrasse 12, 14, 18, 20, 24,
26 und 32.
Inselstallung
Stallung für den fünfspännigen Inselzug, der u. a. dem Rat für
Staatsfuhren zur Verfügung stand. Die I. wurde 1578 erbaut und 1912 beim
Bau des
Bundeshauses-Nord
abgebrochen.
Standort: Ecke Amthausgasse/Inselgasse des Bundeshauses-Nord (Amthausgasse 15)
Lit.: KDM. 1
Interlaken-Haus, auch Interlappen-Haus
1) Das älteste Sässhaus des Klosters Interlaken befand sich an der
Stelle des Westteils des
Béatrice
von Wattenwyl-Hauses, Junkerngasse 59b.
2) 1427 erbautes und 1529 umgebautes Sässhaus des Klosters Interlaken.
Zweitunterstes Haus der
Wendschatzgasse.
Abgebrochen kurz vor 1844.
Standort: Südwestteil des
Nydegghöflis
und Nordseite der Nydegggasse zwischen den beiden Treppen
Lit.: KDM. 2
Interlaken-Mätteli
Im 18. Jh. Name der Parzelle zwischen Kasernen- und Reiterstrasse.
Irrenstation
Städt. I. Holligen
Weyermannshausgut
Irwingianerkirche
1867 erbaute Kapelle, abgebrochen um die Jahrhundertwende. Nach ihr hat die Kapellenstrasse ihren Namen.
Standort: Monbijoustrasse 22
Isenhuthaus
1340 stiftet Ita Isenhut für 13 Frauen ein Pfründerinnenhaus bei der
Schaal
an der
Kramgasse.
1389 wird das I. in den obern Teil des Hauses Junkerngasse 37 verlegt. Gegen
Ende des 15. Jh. gehört das Haus Heinrich Matter.
Lit.: KDM. 2
Israelitenwirtschaften
Noch in der ersten Hälfte des 19. Jh. durften die Juden nur in zwei besonders bezeichneten Wirtschaften verkehren. 1836 befanden sich diese an der Aarbergergasse in den Häusern Nrn. 22 und 47.
Israelitischer Friedhof
Judenfriedhof 2)
Italia, Casa d'
Café
Aebi
Italie, Hôtel d'
Continental 1)
Italien, Café
Kurz nach der Eröffnung der Galerie
Rebold im selben Hause entstandenes Restaurant, das in den Sechzigerjahren des 19. Jh. wieder verschwand. Im gleichen Hause befand sich bis in die ersten Jahre des 20. Jh. der Mohrenkeller.
Standort: Kramgasse 10
Ittgraben
Östlicher der beiden, das Wylerholz in nördlicher Richtung durchquerenden Gräben.
Jammerthal
Nach Gruner das Feld zwischen Donnerbühl und Länggasse.
Japan-Haus
Spezialgeschäft für japanische Waren, das vor seiner Verlegung ins
Haus Spitalgasse 40 dem Haus an der Stelle des
Bundeshauses Inselgasse
(Inselgasse 1) in der ersten Hälfte des 20. Jh. den Namen gegeben
hat.
Jaussigut
In der zweiten Hälfte des 19. Jh. Name des Bauerngutes nördlich der Breitenrainstrasse. Das Areal wird heute von der Allmendstrasse durchzogen. Das J. hiess auch Breitenraingut auf dem Wylerfeld.
Standort des Herrenstocks: Breitenrainstrasse 12
Jenner, Villa von J.
Muristrasse 53. Der Neorenaissance-Backsteinbau von 1895, errichtet von Rudolf von Wurstemberger, dient heute als tschechoslowakische Botschaft.
Jenner-Haus
1)
Böhlen-Haus
2) Im letzten Viertel des 16. Jh. erbaute Häuser Hotelgasse 12 und 14.
Abgebrochen 1939.
3) 1894 abgebrochenes Haus auf dem Nordostteil des Bundesplatzes.
4) Gerechtigkeitsgasse 42. 1732 erwirbt Niklaus Jenner das 1645/48 aus zwei
schmalen Häusern vereinigte Gebäude und lässt es in den zwei
folgenden Jahren von Albrecht Stürler neu erbauen.
Lit.: KDM. 2
Jennerspital, Kinderspital
Freiburgstrasse 23. Julie von Jenner (1787-1860) stiftete bei ihrem Tod ein Kinderspital, das 1862-1902 an der Gerechtigkeitsgasse 60 (
Nägelihaus 1)) eingerichtet war und nachher einen Neubau südlich des
Inselspitals 2) beziehen konnte. Erst der Erweiterungsbau aus der Mitte der Siebzigerjahre des 20. Jh. brachte eine namhafte Vergrösserung des J.
Jenny, Café
Café
Seiler
Jenzergässchen
Im späten 19. Jh. Name des kleinen Gässchens, das ursprünglich
die
Schauplatzgasse
mit der
Swaflanzgasse
verband. Später führte es von der Schauplatzgasse durch Innenhöfe
in die Gurtengasse. Aufgehoben 1917.
Standort: Zwischen den Häusern Schauplatzgasse 23 und 27
Jodokus-Kapelle
Auf dem
Chutzen-Gut soll sich eine J. befunden haben.
Lit.: Walthard, Description
Johanneskirche
Breitenrainstrasse 26. Nach der schon 1872 erfolgten Gründung eines Kirchenbauvereins und eines Fonds zum Bau einer Lorrainekirche, baut Rudolf Ischer nach Plänen von Karl Moser und Curjel in den Jahren 1892/93 die J. Der Konfirmandensaal von 1908 wird bei der Gesamtrenovation von 1953/54 in den Kirchenraum einbezogen. Das Geläute zählt 3 Glocken, die Orgel 39 Register.
Johannes-Kirchgemeindehaus
Wylerstrasse 5. 1935 als Nebengebäude der
Johanneskirche erbaut.
Johanniterhaus, auch Buchseehaus
Das 1529 säkularisierte Sässhaus der Johanniter-Komturei von Münchenbuchsee wurde 1688 zusammen mit 4 westlich anstossenden Häusern abgebrochen und als Kornmagazin neu aufgebaut. Dieses Kornhaus hiess fälschlicherweise St. Johannsenhaus. Abgebrochen 1857/58 für den Bau der katholischen Kirche St. Peter und Paul.
Standort: Ostteil der Christkatholischen Kirche, Rathausgasse 2
Lit.: Durheim, Beschreibung
Joliette
Der frühere Name der J. war Meierei oder Viererhaus untenaus. Die J. war im 19. Jh. eine Kaffeewirtschaft. Nach dem ersten privaten Eigentümer hiess sie im frühen 19. Jh. auch Harder-Besitzung.
Standort: Laubeggstrasse 1
Jolimont
1) Landgut zwischen Kasthofer- und Jolimontstrasse. Der Herrenstock (Kasthoferstrasse
38) wurde zu Beginn des 18. Jh. erbaut.
2) Landsitz in der Enge (Reichenbachstrasse 51). An ihn erinnert der Name der
Pension J. (Reichenbachstrasse 39). Der Name J. tritt nicht vor 1823 auf. Die
ganze Besitzung diente 1839-1881 als private Anstalt für Geisteskranke
und hiess «Zur Hoffnung».
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
Jordans Haus
Beginenhäuser
3)
Jorden
Südwestlicher Teil des Gr.
Bremgartenwaldes.
Das
Hirschenmösli
trennt den östlichen Vorderen J. vom westlichen Hinteren J. Der Name soll
vom Jordan in Israel herrühren und im Zusammenhang mit dem schon im 18.
Jh. genannten Bethlehem stehen.
Jubiläumsplatz und -strasse
Der Name erinnert an die Festspiele zur Siebenhundert-Jahr-Feier der Stadt Bern von 1891. Die Zuschauertribüne befand sich auf dem J.platz, das Bühnengebäude schloss westlich an. Der Eingang zum Festgelände befand sich an der Thunstrasse (heute Haus Nr. 36).
Jucker
Im letzten Jahrhundert üblich für
Juker
Judenfriedhof
1) Heutige Parzelle des
Bundeshauses-Ost
(Kochergasse 9). Dieser Friedhof wird von 1323 an stückweise vom
Inselkloster
erworben.
2) Am 5. September 1871 wird der Israelitische Friedhof im Wankdorf (Papiermühlestrasse
112) eröffnet. Vorher benützte die 1848 gegründete israelitische
Kultusgemeinde den Friedhof von Hegenheim (Elsass).
Lit.: Messinger, Geschichte der Juden
Judengässchen, auch Judengassgässchen
Inselgässchen
Judengasse
1)
Kochergasse
(vor 1740)
2)
Amthausgasse
(nach 1740)
Judentor
Ursprünglich mit Graben und Brücke versehener Torturm am Westausgang
der Judengasse (
Kochergasse)
erbaut zwischen 1458 und 1473. Wahrscheinlich 1678 beim Bau des
Ballenhauses
abgebrochen.
Standort: Ca. 20 m vor dem Haupteingang des
Parlamentsgebäudes (Bundesplatz 15)
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Juge, Café
Café du
Commerce
Jugendheim, Städtisches
Notasyl
Juker, Oberer
Wiener Café
Juker, Unterer
Kramgasse 49/Münstergasse 44. Das in den Siebzigerjahren des 19. Jh. von der Brauerei Juker eröffnete Restaurant wechselte mit ihr in den letzten Jahren des 19. Jh. den Namen auf zum Gurten, hiess aber im 20. Jh. bald wieder z. U. J.
Jungiturm
Turm der äussern Mauer der 4.
Stadtbefestigung,
erbaut 1345, abgebrochen 1826 beim Bau des
Gr.
Zuchthauses.
Standort: Ostseite des Hofes der
Bollwerkpost
(Bollwerk 25)
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Junkerngassbrunnen, auch Löwenbrunnen
Der älteste Brunnen der Junkerngasse stand unterhalb des Unteren Gerechtigkeitsgässchens
(vor 1526 errichtet). Der J. von 1596 erhält 1635 einen neuen Stock von
Joseph Plepp. Wahrscheinlich trug er ein Werkmeister-Standbild. 1696/98 werden
Trog und Figur ersetzt, diese durch einen Löwen. 1756/57 entsteht ein neuer
Stock und ein neuer Löwe, der den Bubenbergschild hält. Die ganze
Anlage wird 1869 durch den heutigen Brunnen mit Granittrog und Löwen aus
bronziertem Zinkguss ersetzt.
Standort: Zwischen dem Eingang zum
Bubenbergrain
und Junkerngasse 34
Lit.: KDM. 1
Junkerngasse
Bis zum Ende des 16. Jh. trug die J. zusammen mit der
Münstergasse den Namen
Kirchgasse. 1596 heisst sie Edle Gasse, seit 1632 J. Von 1798 bis 1803 hiess sie Freie Gasse. Der 1842/52 abgebrochene unterste Teil hiess auch
Wendschatzgasse.
Lit.: KDM. 2
Junkerngassgässchen, Ob. u. Unt.
Gerechtigkeitsgässchen, Ob. und Unt.
Junkernschanze
Kleine
Schanze
Jurahaus
Bubenbergplatz 5. Das alte Jonquière-Haus wurde 1873 von A. J. Tribolet auf der Südseite erweitert und zum Hotel Jura ausgebaut, welches 1951 geschlossen wurde. 1952 entstand der heutige Bau.
Lit.: O. Frick, Die Jura-Besitzung und ihre Geschichte, Bern 1952
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