[A] - [Ba-Bn] - [Bo-Bu] - [C] - [D] - [E] - [F] - [G] - [H] - [IJ] - [K] - [L] - [M] - [N] - [O] - [PQ] - [R] - [Sa-Si] - [So-Sy] - [T] - [U] - [V] - [W-Y] - [Z]
Habeggermatt
Bis ins 19. Jh. Name des Feldes zwischen Laubeggstrasse, Haspelweg, Bitziusstrasse und Schosshaldenstrasse.
Häberli
In den Sechzigerjahren des 19. Jh. gab es im Haus Rathausgasse 35 eine Speisewirtschaft H.
Hackerbräu
Wächter
Hafermühle
Unter der
Schutzmühle
und der Stampfe befand sich im 19. Jh. noch eine H. südlich des Hauses
zum
Pelikan
Standort: Langmauerweg 19
Hafnerhäuschen
Sulgenrain 11. Im zur
Sulgeneck
gehörenden H. gründete Beat Rudolf von Lerber 1826 die erste bernische
Sonntagschule. Sein Sohn Theodor von Lerber quartierte 1855 das nachmalige
Seminar
Muristalden im H. ein.
Lit.: Ev. Seminar Muristalden, Jubiläumsschrift 1854-1954, Bern 1954
Hafnerweg
Der seit 1897 so genannte Weg heisst heute Mezenerweg.
Hahnen, Goldener
Zu Beginn der Sechzigerjahre des 19. Jh. eröffnetes Hotel am Bärenplatz
(Nr. 25/27, Käfiggässchen 26). Seit den Siebzigerjahren des 19. Jh.
nur noch Restaurant
Börse.
Hakentürmchen
1345 erbautes Türmchen der äussern Mauer der 3.
Stadtbefestigung,
unmittelbar vor dem
Ziegelturm.
Mit diesem 1856 abgebrochen.
Standort: Vor dem Hause Christoffelgasse 3
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Halbmond
Aarbergergasse 59. Um die Mitte des 19. Jh. eröffnetes Restaurant.
Halenbrücke
Vom Staat Bern in den Jahren 1912/13 erbaut. Hauptbogen und 9 Seitenöffnungen total 237 m lang, ca. 40 m hoch über dem Wasser.
Haller
1) Café H.
Bubenberg
2) Privatbank H.
Grenus-Haus
Hallerdenkmal
1) Die Bronzebüste des Berner Universalgelehrten Albrecht von Haller (1708-1777)
im
Botanischen
Garten ersetzte 1827 im
Barfüsserfriedhof
die 1819 von Caldelari geschaffene Marmorbüste (heute in der Burgerbibliothek)
und wurde 1859 mit der Verlegung des Botanischen Gartens an den heutigen Standort
gebracht.
2) Anlässlich der Feier des 200. Geburtstages Albrecht von Hallers wurde
1908 das Denkmal auf der
Grossen
Schanze enthüllt. Wegen des Baus der Parkterrasse wurde das H. entfernt,
wobei die Ruhebänke und die Abschrankungen zerstört wurden. Wiederaufstellung
des von Hugo Siegwart, Luzern, geschaffenen Denkmals 1967.
Hallergarten
Gesellschaftsstrasse 24. In den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnetes Restaurant.
Hallerhaus
1) vulgär meist Wänteleburg. 1837 von Albrecht Carl Haller (1803-1855)
erbautes grosses Rieghaus mit je 12 Zimmern und 12 Küchen auf den 5 Geschossen.
Seit 1840 musste die Stadt einen Armeninspektor eigens für das H. einsetzen.
Abgebrochen 1931.
Standort: Süd-Ecke Sennweg/Gesellschaftsstrasse, Sennweg 17/19, Gesellschaftsstrasse
35
2)
Holzwerkmeisterhaus
3) Zu Beginn des 18. Jh. für Jakob Sinner erbautes Haus, in dem später
Albrecht von Haller wohnte. Abgebrochen 1911.
Standort: Kochergasse 5, Westteil
Hallerianum
Physiologisches Institut
Handtuch, Schmales
Café
Bieri
2)
Handwerkerschule
Gewerbeschule
Handwerkerstübli
Lorrainestrasse 9. Gegen Ende des 19. Jh. eröffnetes Restaurant.
Hangard
Der 1776/79 nach Plänen von Sprüngli und Ludwig Emanuel Zehender errichtete eingeschossige Bau nördlich des
Artillerieschopfs hiess H. Bis zum Abbruch 1856 für den Bau des
Hauptbahnhofs scheint er meist schweres Artilleriematerial enthalten zu haben.
Standort: Bahnanlagen nördlich des
Burgerspitals
Lit.: KDM. 3
Hangende Fluh
Name eines Rebbergs am
Altenberg .
Lit.: Howald, Localregister, ungedruckt, Burgerbibliothek Bern
Harder-Besitzung
Joliette
Harmonie
Hotelgasse 3. Um die Mitte des 19. Jh. eröffnetes Restaurant.
Harnischturm
Langmauerweg 110. Erbaut vor 1269, seit 1557 auch Pulverturm; der Ostanbau zwischen
1667 und 1687 macht ihn zum grössten Pulvermagazin der Stadt bis 1699.
Der H. soll auch Pfaffenturm geheissen haben. Am 7. Juni 1848 an Private verkauft.
In der Folge erweitert zu Kerzen- und Seifenfabrik, auch
Botanischer
Garten . Heute Taubstummenheim Aarhof. Dieser Name ist um 1885 aufgekommen.
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Hartmannhaus
Kaiserhäuser
Harzturm
Blutturm
Harzwürsttürmchen
Ein nur bei Durheim erwähntes Türmchen, das sich in der Nähe
des
Blutturms
befunden haben soll. Das H. ist entweder mit dem Blutturm identisch oder hat
nie existiert.
Lit.: Durheim, Beschreibung
Hasenstand
Name im Könizbergwald (Koord.: 597200/197850).
Haslerstrasse
Oberer
Villettenmattweg
Hasli
Wohlenstrasse 51. Landgut an der Aare im Nordteil des Bremgartenwaldes, das die Stadt 1823 von Franz Albrecht von Jenner erwarb. Albrecht von Haller verbrachte dort einen Teil seiner Jugendzeit. Bis ins 18. Jh. soll das H. Fahrhalde geheissen haben. Heute befindet sich hier die Ethologische Station der Universität Bern.
Lit.: Walthard, Description
Hasli-Fähre
Die Fähre vom
Hasli nach Unterdettigen verschwand nach dem Bau der
Neubrücke. Die Johanniter-Kommende von Münchenbuchsee wurde als Eigentümerin der H. F. von Bern entschädigt.
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
Haspelgasse, früher Hohlgasse
Der älteste Zugang zur Stadt von Osten her hat eine derart starke Steigung, dass er (nach dem Bau des
Alten Aargauerstaldens 1688 mit Fahrverbot belegt wurde. Später wurde oben ein Drehkreuz (Haspel) angebracht. Im 19. Jh. erfolgte der Einbau von Treppenstücken.
Lit.: Durheim, Beschreibung
Haspelgut, Haspelmatte
Simongut
Haspelscheuer
Landwirtschaftliches Gebäude an der Südecke der Kreuzung Haspelgasse/Laubeggstrasse.
Standort: Laubeggstrasse 45
Hauptbahnhof
Bahnhofplatz 4. Durch Gemeindebeschluss vom 10. April 1856 wurde der Schweizerischen
Central-BahnGesellschaft (
SCB)
der Bau eines Kopfbahnhofs auf der
Hundmatte
zwischen
Burgerspital
und
Heiliggeistkirche
bewilligt. Am 1.Mai 1860 erfolgte die Betriebsübergabe, in den Jahren 1889/91
der Umbau zum Durchgangsbahnhof und 1930 die Verkleinerung des alten Kopfbahnhofes
um 30 m. Die seit 1914 immer wieder aufflammenden Umbau- und Standortdiskussionen
führten in der Gemeindeabstimmung vom 28. Oktober 1956 zum Beschluss, den
H. nicht an der Laupenstrasse, sondern am alten Standort neu zu bauen. Der Umbau
der ganzen Anlage dauerte von 1957 bis 1974.
Lit.: Nachrichtenblatt SBB 7/74; KDM. 3
Hauptgrube
Richtplatz für Enthauptungen im spätem 17. Jh.
Standort: Ungefähr 50 m südlich des
Friedbühl-Schulhauses
Friedbühlstrasse 11
Lit.: KDM. 6
Hauptpost
1)
Kaufhaus
2)
Bollwerkpost
Hauptwache
Theaterplatz 13. In den Jahren 1766/68 von Niklaus Sprüngli errichtete Hauptwache des 1688 aufgestellten Wachtkorps. Bis zum Bezug des
Amthauseses 2) diente die H. dem kantonalen Landjägerkorps, dann bis 1907 der Städtischen Polizeidirektion. 1909/10 zum Geschäftslokal umgebaut.
Lit.: KDM. 3
Hauptwache, Café
Café
Zytglogge
Hauptwachplatz
Theaterplatz
Häuser-Numerierung
Stadteinteilung
Haushaltungsschule
Fischerweg 3. Die 1891 im mittleren Teil des heutigen Hauses Inselgasse 1 gegründete
H. des Gemeinnützigen Frauenvereins bezog 1895 eine Wohnung im
Sinner-Haus
(Gerechtigkeitsgasse 81) und 1896 das Haus Zähringerstrasse 14.1897 gliederte
Bertha Trüssel (1853-1937) der H. ein Haushaltungslehrerinnen-Seminar,
das erste der Schweiz, an. Das Gebäude am Fischerweg (heute Bertha Trüssel-Haus)
konnten H. und Seminar 1904 beziehen. Das Haushaltungslehrerinnen-Seminar wurde
1948 kantonal, bezog 1951 provisorisch das Haus Länggass-Strasse 48 und
konnte 1954 in den Neubau von Walter Schwaar an der Weltistrasse 40 einziehen.
Die H., die heute auch die Hauspflegerinnen-Schule umfasst, hiess in den ersten
Jahren ihres Bestehens gelegentlich auch Dienstbotenschule.
Lit.: H. Wahlen, Frauenwirken - Frauensegen, Bern 1971
Hausleute-Friedhof
1730 wurde der erste Friedhof für Hintersassen zwischen der Stadtbachstrasse
und dem Westteil der Laupenstrasse eingerichtet. 1770 wurde der H.-F. auf das
Feld zwischen
Burgerspital
und
grosse
Schanze verlegt (Hohliebe-Friedhof).Mit der Eröffnung des
Monbijou-Friedhofs
wurde 1815 der H.-F. aufgehoben, doch besteht erst seit 1859 keine Trennung
mehr von Burger- und Einwohnergräbern.
Lit.: Brechbühl, Länggasse
Hauspflegerinnenschule
Haushaltungsschule
Hebammentörli
Kleines Tor neben einem Stadttor, insbesondere im äussern Tor des
Murtentors (1. Tor).
Hebammentür
Östliches Nordportal des
Münsters. Der Name H. hat sich bis ins 18. Jh. erhalten und hängt wahrscheinlich mit der ursprünglichen Aufstellung des Taufsteins zusammen. Die H. wurde 1421 begonnen. 1775/76 erhielt sie den Palmenkranz von Johann Conrad Wiser ins Tympanon (Entwurf von Niklaus Hebler). Damals wurde auch die Fiale des Trumeaus gekappt.
Standort: Gegenüber dem Haus Münstergasse 12
Lit.: KDM. 4
Hecht
1) Seidenweg 5. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnetes Restaurant.
2)
Wilder_Mann
Heiliggeist-Kirche
Spitalgasse 44. 1. Bau: Kleine Kirche im kurz vor 1228 gegründeten
Heiliggeist-Spital und -Kloster. 2. Bau: In den Jahren 1482/96 errichtet, 1528-1604 profaniert, dann bis zum Abbruch 1726 als Spital-Kirche benützt. 3. Bau: 1726/29 von Niklaus Schiltknecht nach 11jähriger Planungsphase erbaut. Erste Orgel von 1804, zweite Orgel von 1933. Von den sechs Glocken des Geläutes stammt eine von 1596 und eine von 1728, die vier übrigen entstanden 1860. Die H. gilt als die schönste reformierte Barockkirche der Schweiz. Sie weist wie St. Pierre in Genf 2000 Sitzplätze auf und wird darin von keiner andern reformierten Kirche in der Schweiz übertroffen. Da einerseits 1726 römische Votivbeile unter der alten H. gefunden wurden und da andererseits die H. 8 Quintarii vom Osttor in Avenches entfernt ist und in der Verlängerung der 7 Quintarii messenden Limitationsachse Avenches-Hof Bümpliz liegt, kann vermutet werden, die H. stehe an der Stelle eines römischen Heiligtums.
Lit.: KDM. 5; Strahm, Studien zur Gründungsgeschichte der Stadt Bern, Bern 1935
Heiliggeist-Kloster
Oberer
Spital
Heiliggeist-Pfarrhaus
Spitalgasse 24. Einziger belegter Privatbau von Niklaus Schildknecht, der das Haus 1718 erwarb und der Gassenfront die heutige Gestalt gab. 1721-1888 dient das Haus als Pfarrhaus der Heiliggeistkirche. 1954/56 um ein Stockwerk erhöht.
Lit.: KDM. 2
Heiliggeist-Spital
Oberer
Spital
Heiligkreuzkirche
Kastellweg 7. Beim Bau der H. durch Förderer, Basel 1969 fand man Töpferwerkstätten aus der Spät-La-Tène-Zeit.
Heimat
Herberge zur Heimat
Helferhaus, Welsches
Von der Gründung der franz. Kirchgemeinde an (1624) bis 1806 befand sich
die Wohnung des welschen Helfers im Haus Kornhausplatz 9, nachher in der heutigen
Stadttheater-Direktion
(Nägeligasse 1).
Lit.: KDM. 2
Helle (Hölle)
Rathaus 1)
Helvetia
1) Restaurant
Spitalacker
2) Zähringerstrasse 16. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnetes
Restaurant.
3) In den Achtziger- und Neunzigerjahren des 19. Jh. gab es für kurze Zeit
im Haus Speichergasse 3 ein Café H.
4) Vorgänger von H. 3) war die Speisewirtschaft H. im Haus Speichergasse
5, eröffnet in den Fünfzigerjahren des 19. Jh.
5) Lichtspielhaus H. Das 1911 eröffnete Kino verschwand nach dem Aufkommen
modernerer Häuser.
Standort: Speichergasse 39
Hemmannbrunnen
Schegkenbrunnen
Henkerbrünnli
Das heutige, hochklassizistische H. wurde 1830 an Stelle eines ältern, gleichnamigen Brunnens errichtet. Wegen des Baus der
Tiefenaustrasse musste es 1848 in die Gabelung zwischen dieser und der Neubrückstrasse versetzt werden. Am heutigen Ort an der Westseite der Kreuzung steht das H. seit 1960.
Lit.: KDM. 1
Henkergässli
Ryffligässli
Henkersbrunnenstrasse
In den Fünfzigerjahren des 19. Jh. hiess der Strassenzug Hodlerstrasse-Schützenmattstrasse gelegentlich H.
Hephata
In den Achtzigerjahren des 19. Jh. kleine Anstalt für schwerhörige, stotternde und taubstumme Kinder (gegründet 1881).
Standort: Nebengebäude des
Jolimonts 2), Reichenbachstrasse 51
Herberge zur Heimat
Gerechtigkeitsgasse 52. 1910 wurde im 1760 von Niklaus Sprüngli für
Emanuel von Wattenwyl entworfenen Haus die H. eingerichtet, nachdem sie vorher
einige Jahre provisorisch im
Schlüssel
untergebracht war. Sie konnte 1942 durch Hinzukauf des Hauses Nr. 50 erweitert
werden.
Lit.: KDM. 2
Herkulessaal
Ein Saal der Vannaz-Besitzung, wo 1798 bis 1809 die Freimaurerloge «zur Hoffnung» ihr Lokal hatte.
Lit.: Durheim, Beschreibung
Herren, Café
1) Café
Hübscher
2) Café
Roderer
Herrenbrunnen
Bis zum Anfang des 16. Jh. Name des Brunnens am südlichen Brückenkopf der
Neubrücke. Nach Justinger sollen dort um 1335 die Herren von Hanau und Nassau turnierartige Belustigungen gegeben haben.
Herrengassbrunnen
Schon im 15. Jh. ist ein Sodbrunnen an der Herrengasse bezeugt. 1636 wird der H. an die Trinkwasserleitung angeschlossen und erhält Pfeiler und Becken von Joseph Plepp. Die heutigen Tröge wurden 1740 und 1749 erstellt, der Stock mit Säule und Vase wird Erasmus Ritter zugesehrieben.
Standort: Vor dem Haus Herrengasse 23
Lit.: KDM. 1
Herrengasse
1316 ist der Name Herrengass von Egerdon belegt. 1271 hatten die einst begüterten
Herren von Egerdon (Aegerten am Gurten) ihr Stadthaus an der Herrengasse verkauft.
1491-1506 wurden die östlichsten, sonnseitigen Häuser zur Vergrösserung
des
Münsterplatzes abgebrochen. Die Gasse reichte bis 1906 (Abbruch der
Lateinschule)
nur bis zur Nr. 36. Sie hiess auch Schulgasse (offiziell bis 1881).
Lit.: KDM. 2
Herrengass-Pfarrhäuser
Herrengasse 3, 5, 9 und 13. Nach der Reformation wurden die vier H. aus je zwei älteren schmalen Häusern zusammengebaut. Davon dienen heute noch die folgenden zwei als Pfarrhäuser : Das Haus Nr. 9 hiess wegen des noch heute im Keller vorhandenen Brunnens «zur Quelle». Am Haus Nr. 13 liess 1560 der Theologieprofessor Wolfgang Müslin/Musculus (1497-1563) in hebräischer Schrift den Anfang des 127. Psalmes am Sturz der Haustüre anbringen. Am Bogen über der Kellertüre, der knapp über dem Trottoir sichtbar ist, befindet sich die heute entstellte griechische Inschrift OINO O??GO XPO («Gebrauche ein wenig Wein», 1.Tim. 5.23).
Herter
Um die Wende vom 19. zum 20. Jh. befand sich im Haus Kramgasse 5 (
Affen) die Pension H.
Herzkeller
Name der Kellerwirtschaft im Haus Hotelgasse 14.
Lit.: Howald, Brunnen 3
Herzogbrünnlein
Im 18. Jh. erwähnter Brunnen in der Gegend des Nord-Süd verlaufenden Teils der Wasserwerkgasse.
Lit.: Morgenthaler, Trinkwasser
Hess, Café
Sternenberg
High Noon
Garnier
Hiltystrasse
Vor 1934 hiess die H. Tannackerstrasse, dann hiess sie bis 1948 Karl Hiltystrasse. Der Name erinnert an den Berner Rechtsgelehrten (1833-1909).
Hintere Gasse
Speichergasse
Hintergerbernkeller
Wurstembergerkeller
Hintersässen-Schulhaus
Staldenschule
Hirsbödeli
Flaches Landstück östlich der
Felsenaubrücke.
Hirsbrunnerhübeli
In der zweiten Hälfte des 19. Jh. Name für den Finkenhubel.
Hirschen
1) In der ersten Hälfte des 19. Jh. gab es im Haus Neuengasse 40 eine Pintenwirtschaft
zum Telegraph. Nach der Eröffnung des Hauptbahnhofs entstand dort das Hotel
H. Mit dem Umbau des Hauses verschwand das Hotel. Es blieb die Taverne Valaisanne.
2) H. oder Goldener H.
Grünenhof
Hirschenacker
Name im Kleinen Bremgartenwald (Koord.: 599700/201500).
Hirschengraben
1) Südteil des Grabens der 3.
Stadtbefestigung
. Seit dem 16. Jh. als H. verwendet. Nach 1634, als die Hirsche vor die
Schanzen
gebracht wurden, hiess der H. Kleiner H. Aufgefüllt 1826/31 diente er bis
zum Bau der
Christoffelgasse
und des
Bernerhofs
am Ende der Fünfzigerjahre des 19. Jh. als
Viehmarkt
Standort: Nördlich des Hauses Bubenbergplatz 3 bis zum Bernerhof (Bundesgasse
3)
2) Im heutigen H., dem jetzt aufgefüllten Stück Graben vor der WNW-Flanke
der Bastion
Christoffel,
wurden von 1634 bis 1876 Hirsche und zeitweise auch andere Tiere gehalten. Als
Ersatz diente nachher der
Hirschenpark
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Hirschenpark, Wildpark
1876 wird die Engehalde zwischen Neubrück- und Tiefenaustrasse zur Aufnahme der Hirsche, welche in den übriggebliebenen Stücken des Stadtgrabens gehalten wurden, bestimmt. 1937 wird der H. mit der Eröffnung des
Tierparks aufgehoben
Hirschenhalde, früher Hirzenhalde
Aarehang nördlich des
Knabenwaisenhauses und des Kunstmuseums.
Hirschenmösli, früher Hirzenmösli
Kleines Moos am tiefsten Punkt des
Jorden
im Gr.
im Gr. Bremgartenwald (Koord.: 596720/200650).
Hirzen
Sternen
Hirzenhalde,-mösli
Hirschen-.
Bis zu Beginn des 20. Jh. waren in Bern Aussprache und Schreibweise mit -z-
geläufig.
Historisches Museum
Helvetiaplatz 5. In den Jahren 1892/94 durch Staat, Einwohner- und Burgergemeinde
erbaut. 1920/22 südlich erweitert. 1938 erfolgte der Anbau des Schützenmuseums,
das die Sammlung der seit 1885 dem H. M. angegliederten Schützenstube aufnimmt.
Vorher hatte die «Antiquarische Gesellschaft» eine permanente Ausstellung
in der
Antonierkirche
(Postgasse 62) in den Jahren 1837-1843 zeigen können. Ein Teil der heutigen
Sammlung war 1850/51 im Erdgeschoss der
Kavalleriekaserne,
dann im
Gr.
Zeughaus zugänglich. Nach Bezug der Zeughausbauten auf dem Beundenfeld
wurde die Zeughaussammlung dorthin und 1881 in die
Bibliotheksgalerie
verlegt.
Lit.: KDM. 3
Hochfeld
Neufeld
Hochgericht obenaus
1) Vor 1384 befand sich der Galgen in der Gegend des
Lindenhofspitals
1) auf dem nachher Alter Galgenberg genannten Hügel.
2) 1384 wird der Galgen auf den höchsten Punkt des 1971 abgetragenen Hügels
südöstlich des
Friedbühl-Schulhauses
verlegt, wo er bis 1826 im Gebrauch steht.
Standort: Nordostende des
Friedbühls
(Koord.: 598860/199740).
Lit.: KDM. 6
Hochgericht untenaus
Bis 1817 stand der Galgen im Gebrauch, der sich auf dem höchsten Punkt
des Hügels im
Schönberg-Gut
befand. Seine 3 Säulen bildeten nachher das Peristyl des Landhauses
Grünegg.
Standort: Gartenhaus des
Schönbergs,
Laubeggstrasse 40 (Koord.: 602075/199960).
Lit.: KDM. 6
Hochgerichtsrain
Galgenrain
Hochschule
Die 1528 gegründete Theologenschule (
Akademie
1)) bezog 1535 das umgebaute
Barfüsserkloster.
Sie hiess im Gegensatz zur
Lateinschule
auch Obere Schule. 1682 bezog die H. am alten Ort den Neubau von Samuel Jenner.
1799 wurde das Gebäude der 1798 aufgehobenen H. zum Hospital für krätzige
Soldaten, dann zur helvetischen Nationaldruckerei. 1805 erfolgte auf A. F. v.
Mutachs Betreiben die Gründung der
Akademie
2), die ihrerseits 1834 in die neugegründete
Universität
1) überging. Der Umzug in deren Neubau auf der
Grossen
Schanze folgte 1903. Das alte Gebäude der H. wurde Ende 1905 abgebrochen.
Standort:
Casino 2), Herrengasse 25
Lit.: KDM. 3
Hochschulbibliothek
Lateinschule
Hodler-Gedenktafel
Eine Tafel am
Matteschulhaus 1) erinnert an den Maler Ferdinand Hodler (1853-1918), der hier zur Schule ging.
Standort: Mühleplatz 16
Hodlerhübeli
Martinshubel
Hodlerstrasse
1389 als Schegkenbrunngass erwähnt; im 18. Jh. heisst sie Hintere Speichergasse. 1798-1932 heisst die H. Waisenhausstrasse, dann Ferdinand Hodlerstrasse in Erinnerung an den Berner Maler (1853-1918). Weglassung des Vornamens 1948.
Lit.: KDM. 2
Hoffnung, Zur
1)
Jolimont
2) Im Haus zwischen dem
Interlakenhaus
und dem
Frienisbergerhaus
an der
Wendschatzgasse
gab es am Anfang des 19. Jh. eine Pintenwirtschaft zur H.
Standort: Nördlich des Hauses Nydegggasse 13
Lit.: Howald, Brunnen 2
Hofmann, Café
Luntenhüsi
Hofstatt
Bis ins 17. Jh. kurz für Bubenberghofstatt (
Erlacherhof),
dann gelegentlich noch Name des Platzes nördlich des
Bubenbergtörleins.
Hofweber, Café
Die im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnete, heute verschwundene Wirtschaft befand sich im Haus Muesmattstrasse 40.
Hohe Schule
Akademie 1)
Hohlgasse
Haspelgasse
Hohliebe
1) Landhaus, das schon am Ende des 15. Jh. belegt ist, 1623 für den Grafen
de la Suze neu erbaut, 1669 als Pestlazarett eingerichtet und vor 1768 abgebrochen
wurde. Es verlor, als die Schanze (H. 2) höher geschüttet wurde, die
Aussicht auf die Stadt.
Standort: Ungefähr Sidlerstrasse 5
Lit.: Gruner, Deliciae
2) Nördlichste der 6 Bastionen der 4.
Stadtbefestigung.
1622 erbaut. Die Cavalieren ihrer Krone lagen etwa 20 m höher als das heutige
Strassenniveau. 1821 wurde auf dieser Bastion das tellurische
Observatorium
erbaut. Nachdem 1835 und 1876 ein Drittel der Krone abgetragen worden war, erfolgte
die letzte Ausebnung 1959 beim Bau des Instituts für exakte Wissenschaften.
Standort:
Universität
(Hochschulstrasse 4) und Sidlerstrasse 5
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Hohliebe-Friedhof
Hausleute-Friedhof
Holland, Hollanden
Holligen
Holländerturm
Waisenhausplatz 15. Der 1623 erstmals erwähnte H. diente mit seinem Obergeschoss
lange als Rauchsalon für aus holländischen Diensten zurückgekehrte
Offiziere. Bei der Renovation von 1885 verschwanden die Vordächlein unter
den Fenstern des Riegaufbaues. Die Restauration von 1975 brachte den Nachweis,
dass der H. ein Wehrturm an der äussern Mauer der 2.
Stadtbefestigung
war.
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Hollard & Schnell
Privatbank
Schnell
Hölle
Mittelhochdeutsch: helle
Rathaus 1)
Holligen
1) Das früher Holland oder Hollanden genannte Gut mit Weiher (zugeschüttet
1690) und Mühle gehörte 1257 dem Deutschordenshaus Köniz. Das
Schloss H. (Holligenstrasse 44) ist ein Wohnturm vom Anfang des 15. Jh., der
später mehrfach erweitert und umgebaut worden ist. Es heisst im 19. Jh.
auch Weiherschloss.
Lit.: KDM. 6
2) Restaurant H., Freiburgstrasse 68. Das schon im 19. Jh. bestehende Restaurant
hiess bis kurz, vor dem Ersten Weltkrieg Frohheim, in der Mitte des 19. Jh.
Routier- oder Käserwirtschaft.
Holligendrittel
Stadteinteilung
Holligenfabrik
Eine im 18. Jh. gegründete und bis ins 19. Jh. existierende Fabrik für
Indienne im
äussern
Sulgenbach. Das Areal wurde 1941 bei der Verlängerung der
Schwarztorstrasse
überbaut.
Standort: Effingerstrasse 107 und südlich anschliessend
Holligen-Schiessstand
Der 1865/66 eingerichtete H. lag wenig westlich des Restaurants
Holligen (Freiburgstrasse 68). Geschossen wurde parallel zum Stadtbach in nordwestlicher Richtung. Der Scheibenstand befand sich beim Gebäude Bahnstrasse 21.
Holligenstrasse
Bis zum Bau der
Schlossstrasse
und zur Verlängerung der
Schwarztorstrasse
reichte die H. dem
Stadtbach
entlang bis hinauf zur Freiburgstrasse (Haus Nr. 21).
vom Holz-Haus
Cyro-Haus
Holzer, Café
Café
Schmutz
Hölzern-Werkmeister-Mätteli
Zehendermätteli
Hölziger Ofen
Landgut östlich der Seftigenstrasse am heutigen Holzikofenweg. Der Name kommt von einem im Herrenhaus eingebauten hölzernen Schrank in Form eines Kachelofens, der das Pendant zum richtigen Ofen bildete.
Standort: Ungefähr Holzikofenweg 11
Holzikofenweg
Benannt nach dem frühern Landgut
Hölziger_Ofen.
Holzmarkt
1)
Waisenhausplatz
2)
Bärenplatz
Holzplatz
Der fälschlicherweise auch Holzwerkhof genannte Platz im
Marzili diente der Lagerung von Bau- und im 19. Jh. vor allem von Brennholz. Mit dem Bau des
Gaswerks verschwand der H. teilweise und mit der Verlegung des Gaswerks 1876 vollständig.
Ursprüngliches Areal: Weihergasse-Marzilistrasse-Brückenstrasse-Aarstrasse
Lit.: Walthard, Description
Holzrütiturm
Ziegelturm
Holzwerkhof
1) 1614 zwischen dem
Ob.
Marzilitor und dem
Oberen
Graben errichtet. Im spätem 17. Jh. aufgestockt. Die Obergeschosse
des Nordflügels dienten zu dieser Zeit als Kornlager. Auch Grosser Werkhof
genannt. 1850 für den Bau des
Bundeshauses
West abgebrochen (
Werkhof_am_Hirschengraben).
Standort: Bundeshaus West, Bundesgasse 1
Lit.: KDM. 3
2)
Holzplatz
Holzwerkmeisterhaus
Seit dem 17. Jh. ist das H. Amtswohnung des Holz Werkmeisters. Es wurde 1808 vom damaligen Amtsinhaber Karl Gabriel Haller erworben und aufgestockt. Das Haus mit der markanten Silhouette und den Blitzableitern hiess fortan Hallerhaus. Es wurde 1866 beim Bau der
Kantonalbank abgebrochen.
Standort: Bundesplatz 8
Sommersitz des Holzwerkmeisters
Zehendermätteli .
Lit.: KDM. 3
Hongkong
Amthaus 3)
Hopfenkranz
1) Neuengasse 1. Solange 2) bestand, hiess dieses um die Mitte des 19. Jh. eröffnete
Restaurant Oberer H. Um 1745 mit Nr. 3 zusammen erbaut, innen 1942 total umgestaltet.
2) Unterer H. Das im Ersten Weltkrieg verschwundene Restaurant wurde um die
Mitte des 19. Jh. eröffnet.
Standort: Gerberngasse 11
Hopfgut
Brunnmattstrasse 50. Nach dem Besitzer am Anfang des 20. Jh. genanntes Landgut,
das während des Ersten Weltkriegs und in den folgenden Jahren grösstenteils
parzelliert und überbaut wurde. Das H. hiess gelegentlich auch
Äusseres
Sulgenbach-Gut.
Hormansgasse, auch Hormatsgasse
Seit 1300 ist der Name belegt für die heutige
Rathaus- 2) und
Postgasse. Das namengebende Geschlecht ist in Bern 1224-1326 bezeugt. Seit 1619 heisst der obere Teil Metzgergasse, der untere Teil heisst seit 1798 Postgasse.
Lit.: KDM. 2
Hormatgassbrunnen
Maybrunnen
Hörmatgassgässli
Heute Antoniergässchen
Horn
Eine im 15. Jh. erwähnte Erhebung oben am
Altenberg .
Standort: Ungefähr Schänzlistrasse 45/47
Hosenlupf
Seit dem 19. Jh. Name der Uferpartie links der Aare, östlich der
Felsenau und südlich der Kirche von Bremgarten.
Hospital für krätzige Soldaten
Hochschule
Hospiz zur Heimat
Herberge.
Hotels
Gastgewerbe
Hôtel de Musique
Theaterplatz 7/Hotelgasse 10. Eine 1766 eigens zu diesem Zweck gegründete Aktiengesellschaft (die älteste in Bern) lässt in den Jahren 1767/69 von Niklaus Sprüngli und Waeber (Holzwerk) das H. d. M. erbauen. Trotz eingebauter Bühne darf es bis 1798 nur zu Bällen und Festen, nicht aber für Theater verwendet werden. 1836/38 wird der Theatersaal ausgebaut. Von 1862 bis 1903 dient es als Stadttheater. Das Café du Théâtre im Erdgeschoss bestand schon vor der Mitte des 19. Jh. Die Renovation des Hauses 1904/05 unter René von Wurstemberger zerstörte die Freitreppen und die Proportionen des Erdgeschosses. Der Theatersaal verschwand dabei.
Lit.: KDM. 2
Hotelgasse
Nachdem 1331 erstmals ein Haus an die Mauer der 1.
Stadtbefestigung
gebaut worden war, hiess die Gasse bis ins 16. Jh. an der alten Ringmauer. Dann
heisst sie an der Ankenwaag, im 18. Jh. am Käsmärit, nach dem Bau
des
Hôtel
de Musique Hotellaube. Im 19. Jh. ist der offizielle Name Theatergasse,
seit 1881 H. Den Südabschluss der Gasse bildete bis zu ihrem Abbruch 1909
die
Bibliothekgalerie.
Lit.: KDM. 2
Hotelkeller
Die Kellerwirtschaft des
Hôtel de Musique hiess seit dem letzten Jahrzehnt des 19. Jh. Bankenkeller und wurde vor dem Ersten Weltkrieg geschlossen.
Standort: Hotelgasse 10
Hotellaube
Hotelgasse
Hotelplatz
Polizeigasse
Hubelgut
1)
Weyermannshaus-Gut
2)
Engländerhubel
Hübeli
1) Haus auf dem Donnerbühl.
Standort: Ungefähr Wildhainweg 20
2)
Alpenegg
3)
Wild'sches
Sommerhaus
4)
Fischer-Gut
2)
5)
Mon
Repos
Hubelmatte
Flurname am Westhang des
Vejelihubels.
Hübscher, Café
heute Restaurant Matte Gerberngasse 34. Das im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnete Restaurant hiess zuerst Café Herren, dann Café Wälti und seit dem Ersten Weltkrieg C. H. Dieser Name ist populär geblieben.
Hugenotten-Gedenktafel
Refugianten-Gedenktafel
Hügli, Café
Café
Postgasse
Hugspital
Am Ende des 19. Jh. bestehendes Privatspital.
Standort: Belpstrasse 48
Hühnersädel
Landhaus, abgebrochen 1883. Es hiess zu Beginn des 19. Jh. auch Näherer Claretsack.
Standort: Seftigenstrasse 9
Hummelhaus
Kirchbergerhof
Humbertbrücke
Predigerbrücke
Humboltianum
Siloah
Hundmatte
Bahnhofplatz
Hungerbrunnen
Brunnen unten im
Gerberngraben
, der beim Neubau der
Silberstrecke
neu gestaltet wird und fortan Silberstreckebrunnen heisst.
Lit.: Howald, Brunnen 3
Hunzikerhübeli
Sulgeneckstrasse 25/27. In der Mitte des 19. Jh. erbaute und nach einem frühern Besitzer genannte Landhäuser, die im letzten Viertel des 19. Jh. auch Armins- oder Eichrain (Nr. 25) und Blumenrain (Nr. 27) heissen.
Hütte
Bezeichnung eines Werkhofs, insbesondere des
Münsterwerkhofs.
Hypothekarkasse
Schwanengasse 2. Vor dem Bau des heutigen Gebäudes zu Beginn der Achtzigerjahre
des 19. Jh. befand sich die H. von 1846 bis 1869 im
Stift
(Münsterplatz 3), dann im Gebäude der
Kantonalbank
(Bundesplatz 8).
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