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Galgenberg, Alter
1422 genannter Name der Anhöhe mit dem
Hochgericht obenaus 1). Standort: Niesenweg
Galgenfeld
1) Obenaus: Areal des heutigen Güterbahnhofs und des
Bremgarten-Friedhofs,
bei dessen Errichtung der Name G. verschwunden ist.
2) Untenaus: Areal zwischen Schosshaldenholz, Schosshaldenstrasse, Laubeggstrasse
und Ostermundigenstrasse.
Galgenfeldweg
1) Früher Name der heutigen Weyermannsstrasse.
2) Früher Name des heutigen Haspelweges.
3) Seit 1950 Weg im
Galgenfeld
2).
Galgenhübeli
1) heute Friedbühl Bis in die zweite Hälfte des 19. Jh. Name des Hügels
östlich der Friedbühlstrasse, auf dem sich das
Hochgericht
obenaus 2) befand.
2) In der ersten Hälfte des 19. Jh. hiess das Haus Murtenstrasse 35 G.
Galgenrain, auch Hochgerichtsrain
Weg von der Murtenstrasse aufs
Galgenhübeli.
Gambrinus
1)
Börse
2) Gerechtigkeitsgasse 5. Kurz vor dem Ende des 19. Jh. eröffnetes Restaurant.
Gandegg (-schanze)
Schänzli
Gare, Hotel de la
Scharfrichterhaus
Garnier
Bärenplatz 3. Nach der Aufhebung der Gefängnisse im südlich an
den
Käfigturm
anschliessenden Haus (1897) wurde dort die Spanische
Weinhalle
neu eröffnet. Das Restaurant hiess seit dem Anfang des Ersten Weltkriegs
nach dem Besitzer G. In den Fünfzigerjahren des 20. Jh. entstand das Trottoircafé
Grotto. Seit 1969 lautet der Name High Noon.
Garni Moderne
Kurz vor dem Ersten Weltkrieg eröffnetes und während des Krieges wieder
geschlossenes Hotel im Haus Spitalgasse 9.
Gassner
1) 1884 übernimmt Rupert Gassner die seit 1785 bestehende Altenbergbrauerei
und verlegt sie vom Haus Uferweg 4 in die frühere Keramikfabrik am Uferweg
42.1968 hat die Brauerei G. ihren Betrieb eingestellt.
2) Zu Beginn des 20. Jh. eröffnetes, nach dem Ersten Weltkrieg wieder geschlossenes
Restaurant zur Brauerei G. 1)
Standort: Uferweg 10
Gasthöfe
Gastgewerbe
Gastgewerbe
Die folgende Aufzählung nennt alle Einrichtungen des G. ohne die
Kellerwirtschaften. Eine Aufteilung
in Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Restaurants, Wirtschaften, Cafés,
Tavernen, Pinten, Schenken und Bars war nicht möglich, da der Wechsel von
der einen zur andern Kategorie bei vielen Häusern häufig war.
Aebi,
Adler,
Alpenblick,
des
Alpes,
Altenbergbad,
Althof,
Amthaus,
Anker,
Apollo,
Arbeitshütte,
Ausserbad,
Barcelona,
Bäreck,
Bären,
Bärengraben,
Bärenhöfli,
Bärenstübli,
Beaulieu,
Beaumont,
Beau-
Séjour,
Beau-Site,
Bellevue,
Benz,
Berna,
Bernerhof,
Beundenfeld,
Beundenhof,
Bierhalle,
Bierhaus,
Deutsches,
Bierhübeli,
Bieri,
Bigler,
Blume,
Bois
Fleury,
Bollwerk,
Börse,
Bosshard,
Boulevard,
Bräterhaus,
Breitenrainplatz,
Breitenrainstübli,
Bristol,
Brückfeld,
Brünig,
Bubenberg,
Bühlstrasse,
Bürgerhaus,
Burgernziel,
Cardinal,
Casino,
Central,
Christen,
Claretsack,
Commerce,
Continental,
Coq
d'or,
Corso,
Daheim,
Dählhölzli,
Dalmazi,
Dänzer,
Dätwyler,
Della Casa,
Drei Eidgenossen,
Dufour,
Eden,
Effingergarten,
Eiger,
Eilgut,
Eintracht,
Elite,
Emmenthalerhof,
Enge, äussere,
Enge, innere
Erkercafé,
d'
Espagne,
Falken,
Fankhauser,
Favorite,
Fédéral,
Felsenau,
Fischermätteli,
Fischerstübli,
France,
Freieck,
Freiestrasse,
Frey,
Freya,
Frickbad,
Friedli,
Frohegg,
Frohheim,
Frohsinn,
Gambrinus, de la Gare (
Scharfrichterhaus),
Garnier,
Garni
Moderne,
Gassner,
Glocke,
Götz,
Gotthard,
Grünegg 2),
Grünenhof,
Grütli,
Gugger,
Gutenberg,
Häberli,
Hahnen, goldener,
Halbmond,
Hallergarten,
Handwerkerstübli,
Harmonie,
Hecht,
Helvetia,
Herberge zur Heimat,
Herter,
Hirschen,
Hofweber,
Holligen
2),
Hopfenkranz,
Hübscher,
Innerbad,
Inselibad,
Israelitenwirtschaften,
Italien,
Joliette,
Jolimont 2),
Juker, oberer,
Juker, unterer,
Jura,
Kiesgrube,
Kirchenfeld
2),
Kaufmännisches Vereinshaus,
Klösterli,
Kohler,
Kornhaushalle,
Kreuz, Eidgenössisches,
Krone,
Landhaus,
Laufeneggbad,
Ledermann,
Linde,
Lindenhof,
Lokomotive,
Lorraine, 2) und 3),
Lötschberg,
Lötschberg & International,
Löwen,
Luntenhüsi, Mädchenheim (
Kirchbergerhaus 2)),
Mäder,
Madrid,
Malaga,
Marzili 3),
Marzilibrücke,
Mattenbühlbad,
Mattenheim,
Mattenhof,
Maulbeerbaum,
Meierisli,
Merkur,
Messerli,
Metropole,
Metzgerhalle,
Metzgern,
Metzgerstübli,
Meyerei, Obere,
Meyerei, Untere,
Milano,
Militärgarten,
Minerva,
Mittler,
Monbijou,
Mon Désir,
Montana,
Morlotläubli,
Mühlerad,
Münz,
Mushafen,
Mutz, Brauner,
National,
Neubrücke,
Neuhaus,
du
Nord,
Obstberg,
Ochsen,
Paglia,
Pelikan,
Pfistern,
Pflug,
du Pont,
Post, Alte,
Poste,
Postgasse,
Postkaffeehaus,
Prinzhalle,
Probst,
Pyrénées,
Quisisana,
Rathaus,
Rathauskeller, Alter, Ratskeller (
Sinnerhaus),
Rebleuten,
Rebstock,
Reichenbach,
Roderer,
Roma,
Römer,
Rössli,
Rote Glocke,
Rudolf,
Ruof,
Rütli,
Santschi,
Schäfer,
Schär,
Schenkel,
Schiffleuten,
Schlüssel,
Schmieden,
Schmiedstube,
Schmutz,
Schönau,
Schosshalde,
Schwanen,
Schwarz,
Schweizerbund,
Schweizergarten,
Schweizerhalle,
Schweizerhof,
Schwellenmätteli,
Schwert,
Seidenhof,
Seiler,
Sonne,
Sonnenberg,
Sommer,
Speiseanstalt der obern Stadt
Speiseanstalt der untern Stadt
Speiseanstalt Länggasse
Speiseanstalt Nordquartier
Spitalacker,
Stadtbachgarten,
Staiber, Stalden (
Staldenpfarrhaus),
Steiger,
Steinbock,
Steinhölzli,
Sternen,
Sternenberg,
Sternwarte,
Storchen,
Stuber,
Südbahnhof 2),
Suisse,
Thomasianum,
Tivoli,
Tramway,
Traube,
Tübeli,
Turm,
Tusculum,
Victoriahall,
Volkshaus,
Volksküche
,
Vollmond,
Wächter 2),
Weissenbühl,
Waldheim
(
Spitalacker-Gut),
Waldhorn,
Warteck,
Weinstube,
Weissenstein 5),
Weyermannshaus,
Wiener Café,
Wienerpension,
Wilder Mann ,
Witschi,
Winkelried,
Wyleregg,
Zähringer,
Zähringerhof,
Zähringia,
Zebra,
Zehendermätteli,
Zimmermannia,
Zytglogge.
Gaswerk
Die Gasbeleuchtungsgesellschaft erstellte in den Jahren 1841/43 das erste Gaswerk
der Schweiz im Marzili (Weihergasse 1 und 3). Der seit 1860 von der Stadt geführte
Betrieb wurde 1876 in den Neubau in der
Lindenau (Sandrainstr. 17) verlegt, der 1905 und 1917/18 Erweiterungen erfuhr. Die
Einführung des Gasverbunds bedingte 1967 die Einstellung der Produktion
und 1968-1971 den Abbruch der alten Hochbauten. Zwei Gasometerfundamente wurden
dabei in ein Jugendzentrum umgebaut.
Lit.: Wullschleger B., 100 Jahre G. Bern, Bern 1943
Gatschethöhe
Im 16. Jh. Name des nach dem Besitzer genannten Landgutes. Standort: Oben an
der Schanzenstrasse
Gatterkeller
Morlotläubli
GBS
Dekretsbahnen
Gedenktafeln
Denkmäler und Gedenktafeln
Gefangenschaft, Obere
Käfigturm
Geisseggen, am
Im ausgehenden 18. Jh. hiess das nördlichste Haus zwischen
Waisenhausplatz und
Waaghausgasse am G. Standort: Waaghausgasse 18
Gemeinde, Obere und Untere
Stadteinteilung
Gemeindehaus
Rathaus 3)
Gemeindelazarett
Weyermannshausgut
Gemeindespital
Kurz nach seiner Eröffnung hiess das
Tiefenauspital G.
Gemeiner Sood
Bis zum Bau der privaten Wasserversorgung in der Schosshalde bestand ein Sodbrunnen
beim heutigen
Laubeggschulhaus.
Standort: An der Strasse nordwestlich des Hauses Schosshaldenstrasse 46
Generalkommissariat
Rathausplatz 1. Nachdem 1718 der Staat dieses Haus erworben hatte, richtete
er ausser dem G. (Archive und Verwaltungen des welschen Kantonsteils) auch die
Amtsschreiberei 1) darin ein. 1793-1832 findet auch die
Deutschseckel-Schreiberei darin Platz.
Lit.: KDM. 3
Genfergasse
Seit dem Bau der 3.
Stadtbefestigung
heisst die G. An der Ringmauer. Nach der Schleifung der Türme (1830) heisst
der Teil nördlich der
Aarbergergasse
Anatomiegässchen (
Anatomie
1)), nach 1881 Anatomiegasse. Der südliche Teil der G. heisst Inneres Bollwerk.
Seit 1903 ist der Name G. offiziell.
Lit.: KDM. 2
Georgskapelle
Niederer
Spital
Gerberngasse
1) Name des Münzgrabens vor dem Bau der neuen
Münze.
2) Name der ersten Gasse südwestlich der Mattenenge. 1488 wurde das
Gerbhaus
hierher verlegt. Von 1881 bis 1941 hiess sie offiziell Gerbergasse.
Gerberngassbrunnen
Einfacher Obeliskbrunnen beim
Waschhaus.
Im frühen 19. Jh. errichtet. Standort: Östlich des Hauses Gerberngasse
29
Lit.: KDM. 1
Gerberngraben
Südteil des Grabens vor der 1.
Stadtbefestigung.
Name nach dem 1326 dort angesiedelten Gewerbe. 1504 und im frühen 17. Jh.
wird der Nordteil des Grabens aufgeschüttet (
Theaterplatz).
1679 folgt der mittlere Teil des Grabens (Areal der
Hauptwache).
1936 entsteht die Bellevue-Garage im südlichen Teil des G.
Lit.: KDM. 2
Gerberngrabenbrunnen
Der Brunnen westlich des nördlichen Brückenkopfs der
Kirchenfeldbrücke zeigt auf einem Bronzerelief Etienne Perinciolis die 1935/36 abgebrochenen
Häuser des
Gerberngrabens.
Gerbern-Kapelle
Münsterkapelle
Gerbernviertel
Südöstliches
Vennerviertel
Gerbhaus
Das G., dessen Versetzung an die Matte 1468 beschlossen, aber erst um 1488 ausgeführt
wurde, befand sich unterhalb der
Niederen
Brotschaal rittlings auf dem Stadtbach in der Gerechtigkeitsgasse.
Lit.: KDM. 6
Gerechtigkeitsbrunnen
1543 von Hans Gieng geschaffener Brunnen. Waage und Schwert der Justitia verschwinden
1798. Sie werden erst im Oktober 1845 ersetzt, als wegen der Gefälleverminderung
der
Gerechtigkeitsgasse der Brunnen für ein halbes Jahr entfernt wird. Gleichzeitig entsteht
ein neuer Achtecktrog. Standort: Vor dem Haus Gerechtigkeitsgasse 39 (im 17.
Jh. für knapp 20 Jahre vor Nr. 73)
Lit.: KDM. 1
Gerechtigkeitsgässchen
Zwei im 19. Jh. auch Junkerngassgässchen genannte Verbindungsgässchen
zwischen
Junkerngasse
und
Gerechtigkeitsgasse.
1) Das Obere G. wird nördlich durch das
Antoniergässchen
fortgesetzt.
2) Das Untere G. besass nach der Stadtansicht in der Stumpf-Chronik (1548) vielleicht
einmal eine Verlängerung nordwärts über die Parzelle Gerechtigkeitsgasse
40.
Lit.: KDM. 2
Gerechtigkeitsgasse
Der Name wird erst im 18. Jh. allgemein gebräuchlich. Seit 1798 ist er
offiziell. Frühere Namen
Kramgasse.
Das Gefälle wird 1760-1764 von 10% auf 7% verringert. 1844-1854 werden
die Verhältnisse beim Bau von
Nydeggbrücke
und
Nydegggasse
nochmals verändert. 1897 ergibt der Abbruch des Hauses Nr. 12 einen Durchgang
zur
Postgasse.
Diese Verbindung wird 1964 in die Verlängerung der
Postgasshalde
verlegt mit dem Abbruch des Hauses Nr. 10 und dem Neubau von Nr. 12. Der Stadtbach
wurde 1897/98 zugedeckt (
Stalden,
Oberer).
Lit.: KDM. 2
Gericht
Richthaus
Gernhardskapelle
In der Gegend des Löchliguts 1490 erwähnte Kapelle.
Lit.: Archiv d. Hist. Vereins des Kts. Bern 1875
Gesandtschaften
Botschaften
Gesellschaftshaus Museum
Kantonalbank
Gespensterhaus
Junkerngasse 54. Seit dem 19. Jh. heisst das im 17. Jh. neu an Stelle des Stallgebäudes
des
Interlakenhauses 1) erbaute Haus G. Die übersinnlichen Erscheinungen im G. sind auf
Mängel der Holzkonstruktion zurückzuführen.
Lit.: KDM. 2
Gewerbehalle
In der zweiten Hälfte des 19. Jh. gab es in Bern eine G., eine permanente
Ausstellung des städtischen Gewerbes. Standorte: Im
Inselkornhaus,
Käfiggässchen 34 (südlich des heutigen Hauses Nr. 32), zeitweise
auch in der
Kavalleriekaserne (Bollwerk 10) verbunden mit der Schulausstellung, später im
Predigerkloster (Predigergasse 3)
Gewerbekasse
Bahnhofplatz 7. Die 1905 eröffnete Bank befand sich bis 1911 im Haus Ryffligässli
4.
Gewerbemuseum
Kornhaus
Gewerbeschule
Lorrainestrasse 1. Die 1826 gegründete private Handwerkerschule musste
im 19. Jh. zeitweise alljährlich ein neues Schulhaus suchen. Nur in den
Sechziger- und Siebzigerjahren befand sie sich längere Zeit im
Morellhaus (Postgasse 14). 1896 konnte sie die umgebauten Räume im Grossen
Kornhaus beziehen (Zeughausgasse 2). 1899 wurde die Handwerkerschule mit der dreissig
Jahre zuvor eröffneten Kunstschule zur Handwerker- und Kunstgewerbeschule
verschmolzen. 1910 ging diese als G. an die Stadt über. Den heutigen Bau
bezog sie zu Beginn des Zweiten Weltkrieges.
Gewölbe, Oberes und Unteres
Bis ins 18. Jh. Name der Archivräume in der
Staatskanzlei
(Postgasse 70).
Giesshaus, bis ins 16. Jh. auch Giessschür.
Seit 1517 ist das G. im Zwingelhof der 3.
Stadtbefestigung
das Zentrum der bernischen Giessertätigkeit. Die erste bern. Geschützgiesserei
von 1445 hat sich vermutlich am selben Ort befunden. Der Neubau von 1633/34
weicht 1749 einem Bau für die Werkstatt des berühmten Geschützgiessers
Samuel Maritz. 1835 wird das G. abgebrochen. Standort: Genfergasse 8/12
Lit.: KDM. 3
Gilgenkapelle
Aegidiuskapelle
Giobbe, Café
Sonne
3)
Gipsfabrik
Am Ende des 19. Jh. bestand diese Fabrik am obern Ende des
Inselis 1). Standort: Marzilistrasse 49
Giudice, Café
Café du
Commerce
Glasbach-Gasse
Name der Länggass-Strasse vor dem 17. Jh.
Glasbrunnen
Seit dem ausgehenden Mittelalter erwähnter Brunnen am Glasbach im
Bremgartenwald.
Sein Name könnte auf das Vorhandensein einer Glashütte deuten.
Glasbrunnen-Strasse
Seit 1960 heisst die ostwestliche Strasse durch den Grossen Bremgartenwald G.
Vorher hiess sie im östlichen Teil Neufeld- und im westlichen Bethlehemsträsschen.
Zu Beginn des 20. Jh. hiess der östliche Teil Bannwartenweg, der westliche
Teil Bethlehemweg. Trennpunkt der Teile war die Wohlenstrasse.
Glocke
Zibelegässli 20. Im 1581 erbauten und anfangs 18. Jh. aufgestockten Haus
zur G. wurde gegen Ende des 19. Jh. ein Restaurant eröffnet, das bei der
Gesamtrenovation von 1955 stark vergrössert wurde. Den früheren Bau
erwarb 1556 Hans Franz Nägeli zusammen mit dem
Nägelihaus 2).
Lit.: KDM. 2
Glocke, Rote
Rote Glocke
Glöcknerstor
Im 19. Jh. verfälscht aus Gloggnerstor (
Käfigturm).
Gloggnerstor
Käfigturm
Golaten
Parzellen zwischen der Altenbergstrasse und der
Sandfluh.
Weil in der zweiten Hälfte des 19. Jh. alle Häuser und Hütten
in der G. Rudolf Steinegger gehörten, hiess sie auch Steinegger-Dörfli.
Standort: Altenbergstrasse 12, 14, 20, 22, 24
Golatenmattgasse
Aarbergergasse
Golatenmattgassbrunnen
Ryfflibrunnen
Golatenmatttor, auch Inneres Aarbergertor
Das 1345 erbaute Tor wurde 1379/81 und 1445/57 ausgebaut. Im letzten Drittel
des 15. Jh. erhielt der Turm seine spätere Höhe von gut 20 m. Die
innere Nische (im 14. Jh. eine Niklausfigur enthaltend) wurde 1549 zugemauert.
Die ursprünglich hölzerne Grabenbrücke hatte von 1613 bis zu
ihrem Abbruch 1829 3 steinerne Joche. Im März 1830 wurde auch der Turm
abgebrochen. Standort: Nördlich an die Häuser Aarbergergasse 59 und
61 anschliessend
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Golatentreppe, Fasshaustreppe
Die G. führte dem Nordrand der
Sandfluh
entlang von der
Altenbergstrasse
(zwischen den Häusern Nrn. 28 und 30) auf die Höhe des
Rosengartens,
wo sie östlich des Hauses Schänzlistrasse 7 endete. Die G. war nie
gedeckt, wie Walthard behauptet. Sie verschwand in der Mitte des 18. Jh. beim
Bau des Grossen
Aargauerstaldens.
Lit.: Walthard, Description
Goldenmattgasse
Im 19. Jh. verfälscht aus Golatenmattgasse (
Aarbergergasse).
Goleten-Gässli
Bratpfanne
Goliathturm
Christoffelturm
Gösler-Haus
Münstergasse 57. Das spätmittelalterliche Haus weist noch Einzelheiten
auf, wie sie bestanden, als der damals berühmteste Berner Glasmaler Joseph
Gösler das Haus 1540-1585 bewohnte und besass.
Gottfrieds Laube
Obere
Brotschaal
Gotthard
Bubenbergplatz 11. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg eröffnetes Hotel, St.
G., von dem nach dem Neubau des Hauses in den frühen Sechzigerjahren des
20. Jh. nur Restaurant und Kino (eröffnet kurz vor dem Ende des Ersten
Weltkriegs) übriggeblieben sind.
Gotthelf-Denkmal
Rosengarten 1)
Götz, Café
Bis in die Siebzigerjahre des 19. Jh. gab es im Haus Kramgasse 40 eine Wirtschaft,
die nach ihrem Besitzer genannt war.
Goumoëns-Gut
1)
Sonnenberg
1)
2)
Goumoënsmatte
Goumoënsmatte
Nach den Besitzern im 18. Jh. genanntes Areal zwischen Steinhölzli und
Morillon. Der Name lebt in Goumoënsstrasse weiter.
Graben, Oberer
Eine Promenade an Stelle der westlichen Arkaden des
Parlamentsgebäudes
(
Bundesplatz).
Graben, Unterer
Grabenpromenade
Grabenpromenade
Der Nordteil des nördlichen Grabens vor der 1.
Stadtbefestigung,
der Bader- oder Badstubengraben wird 1556 zugeschüttet und heisst von da
an Unterer Graben. 1740 wird er mit Linden bepflanzt. Der offizielle Name Lindenhof
setzt sich nicht durch. Der Name G. wird erst 1881 offiziell. Mit dem Bau der
Kornhausbrücke
wird der Westteil der G. zum
Kornhausplatz
geschlagen. 1969 wird die G. umgestaltet und das
Erlachdenkmal
aufgestellt.
Gräf, Café
Metzgerhalle
Graffenried-Gut
Nach den Besitzern im 18. Jh. genanntes Landgut. Es umfasste den östlichsten
Teil des Gebietes nördlich der Stadtbachstrasse und das Falkenplätzli.
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
Graffenriedhau
Name im Könizbergwald (Koord.: 597600/198300).
Graffenried-Häuser
Hôtel de Musique
Graffenried'sches Sommerhaus
Brückfeld-Wirtschaft
Greisenasyl
Seftigenstrasse 111. 1877 wurde die 1862 von Maria Roschi-Plüss errichtete
Roschi-Stiftung mit dem 1872 gegründeten G. im Kirchbühl (Gde. Köniz)
vereinigt. Auf dem 1878 erworbenen westlichen Teil des Tilliergutes (
Sandraingut)
entstand 1888 das neue G., das heute, vielfach erweitert, Altersheim Schönegg
heisst.
Grenus-Haus
Kramgasse 72. Der ganze Innenbau des anfangs der Vierzigerjahre des 18. Jh.
von Albrecht Stürler für die Familie Tscharner erbauten Hauses fiel
der Einrichtung des Kinos Capitol 1928/29 zum Opfer. Im G. befand sich 1810
die 1750 gegründete Bank Haller & Co., die nachmalige Privatbank Ludwig
Zeerleder & Co., die im dritten Viertel des 19. Jh. Bank Tschann-Zeerleder hiess
und seit den Achtzigerjahren bis sie 1916 an die
Berner
Handelsbank überging als Bank Grenus & Cie. fortbestand.
Lit.: KDM. 2; Schaufelberger, Bankwesen
Greyerz-Denkmal
1) An den Stadtforstmeister G. L. Emil von Greyerz (1811-1869) erinnerte das
kurz nach seinem Tode errichtete G. Nach dem Ersten Weltkrieg entfernte ein
Mitglied der Familie den seit Jahrzehnten nicht mehr gepflegten Gedenkstein.
Standort: Am Weg oberhalb des Aarehanges im
Dählhölzli
(Koord.: 601230/198190)
2)
Schneckenhübeli
Grotto
Garnier
Grundmannhaus
1894 abgebrochenes Haus des Drechslermeisters Samuel Grundmann. Ob sich im G.
früher eine Falknerei befunden hat, ist unsicher. Standort: Länggass-Strasse
1
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
Grundweg
Seit 1940 heisst der G. Pappelweg.
Grünegg
1) Gryphenhübeliweg 14. Vor der Mitte des 19. Jh. auf dem Südteil
des
Gryf-Gutes
erbaute Villa. Das Peristyl des heute verschwundenen Hauses sollen die drei
Säulen des
Hochgerichts
untenaus gebildet haben.
2) Neuengasse 2. Restaurant, das schon in der ersten Hälfte des 19. Jh.
als Pintenwirtschaft bestand. Vor dem Neubau von 1952 hiess die G. ihrer Gäste
wegen gelegentlich auch Wartsaal von Witzwil
Grünenhof
Seftigenstrasse 51. Das im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnete Restaurant
hiess ursprünglich Zum goldenen Hirschen, dann nur noch Hirschen.
Gruner & Haller
Fastnacht & Buser
Grütli
In den Achtzigerjahren des 19. Jh. eröffnete, heute verschwundene Wirtschaft
am Brunnhofweg (frühere Nr. 19).
Gryf-Egg auch Egg-Gut
Landgut vom Gryphenhübeliweg über den Ostteil des Kollerwegs bis zur
Aare hinunter. Besitzer am Ende des 18. Jh.: Franz Samuel Gryf.
Gryphenhübeli
Im 19. Jh. nach der
Gryf-Egg benannt.
Gschuntne Hubel
Hügel im Gr.
Bremgartenwald
(Koord.: 598500/201450). Die Landeskarte nennt ihn Schuntne Hubel.
Gugger
Im dritten Viertel des 19. Jh. gab es im Haus Marktgasse 29 eine Speisewirtschaft
G.
Guignard-Keller
Fontanellaz-Keller
Guisan-Platz
Von 1946-1960 hiess der G. Militärplatz und wurde kurz nach dem Tode General
Henri Guisans (1874-1960) neu benannt.
Gurastor
Oberes Marzilitor
Gürbetalbahn
Dekretsbahnen
Gurten, Restaurant
Juker,
Oberer und
Unterer
Gurtengasse
Christoffelgasse
Gutenberg
Während des Ersten Weltkriegs eröffnetes, heute verschwundenes Restaurant
im Haus Monbijoustrasse 26.
Güterbahnhof
Murtenstrasse 85. Der heutige, von F. Nager 1931/34 erbaute G. ersetzt jenen
an der Laupenstrasse (Nrn. 22 und 24) von 1860.
Güterstrasse
Nachdem sie 1917 öffentliche Strasse geworden ist, heisst die G. seit 1926
nicht mehr Burgerstrasse.
Gyger, Speisewirtschaft
Café
Bigler
Gymnasium
1) Vor 1834 gab es in Bern kein G. im heutigen Sinne. Nach der
Lateinschule
trat der etwa 14jährige in die untere Stufe der Hohen Schule (
Akademie
1)) über, wo er sich während zwei bis drei Jahren auf das eigentliche
Fachstudium vorbereitete.
2) Mit der Gründung der
Universität
1834 entstand die Literarschule, die 1856 bis 1880 Kantonsschule Bern hiess
und auch ein Realgymnasium umfasste. Nachher wurde sie mit der Städt.
Realschule
zum Städtischen Gymnasium vereinigt. Standorte: 1528 bis 1885 in der
Hochschule
(Herrengasse 25), dann im
Gymnasium
Waisenhausplatz (Waisenhausplatz 30)
Lit.: Durheim, Beschreibung
Gymnasium, Freies
Lerberschule
Gymnasium Kirchenfeld
Kirchenfeldstrasse 25. In den Jahren 1924/26 von H. Daxelhofer erbautes Schulhaus
in neoklassizistischem Stil.
Gymnasium Waisenhausplatz
Waisenhausplatz 30. 1883 bis 1885 an Stelle des
Burgerspital-Kornhauses
errichtet. Das Gebäude beherbergt neben Gymnasium und Progymnasium noch
die 1975 aufgehobene Primarschule der obern Stadt. (Speichergass-Schulhaus,
Speichergasse 4). Später kommt die Töchter-Handelsschule dazu, während
das Gymnasium 1926 ins
Gymnasium
Kirchenfeld verlegt wird. Seit 1965 heisst das Progymnasium Untergymnasium,
das 1973 den Neubau beim Gymnasium Neufeld bezieht und teilweise auch in die
Knabensekundarschule
Viktoria und ins Kleefeld (Bümpliz) verlegt wird.
Gypsreibe
Die Marmorsäge (Schaltsäge) der Kunsthandwerkerfamilie Funk aus dem
18. Jh. wurde später als Schiffsbauhaus verwendet und brannte 1818 ab.
Später befand sich an dieser Stelle die Strumpffabrik Ryf. Nach deren Umzug
in einen Neubau auf dem
Inseli 1) wurde die G. eingerichtet, die bis 1881 einem Teil der Wasserwerkgasse
den Namen gab.
Standort: Wasserwerkgasse 17
© Universitätsbibliothek Bern, Burgerbibliothek Bern 2002