DigiBern

Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern

von Berchtold Weber (1976)

Hinweise zum Inhalt, Literatur

Suche nach:
Bedingungen: Einzelne Wörter Alle Wörter Genaue Wortfolge (Phrase)
Ähnliche Treffer

[A] - [Ba-Bn] - [Bo-Bu] - [C] - [D] - [E] - [F] - [G] - [H] - [IJ] - [K] - [L] - [M] - [N] - [O] - [PQ] - [R] - [Sa-Si] - [So-Sy] - [T] - [U] - [V] - [W-Y] - [Z]


Galgenberg, Alter
1422 genannter Name der Anhöhe mit dem LinkpfeilHochgericht obenaus 1). Standort: Niesenweg

Galgenfeld
1) Obenaus: Areal des heutigen Güterbahnhofs und des LinkpfeilBremgarten-Friedhofs, bei dessen Errichtung der Name G. verschwunden ist.
2) Untenaus: Areal zwischen Schosshaldenholz, Schosshaldenstrasse, Laubeggstrasse und Ostermundigenstrasse.

Galgenfeldweg
1) Früher Name der heutigen Weyermannsstrasse.
2) Früher Name des heutigen Haspelweges.
3) Seit 1950 Weg im LinkpfeilGalgenfeld 2).

Galgenhübeli
1) heute Friedbühl Bis in die zweite Hälfte des 19. Jh. Name des Hügels östlich der Friedbühlstrasse, auf dem sich das LinkpfeilHochgericht obenaus 2) befand.
2) In der ersten Hälfte des 19. Jh. hiess das Haus Murtenstrasse 35 G.

Galgenrain, auch Hochgerichtsrain
Weg von der Murtenstrasse aufs LinkpfeilGalgenhübeli.

Gambrinus
1) LinkpfeilBörse
2) Gerechtigkeitsgasse 5. Kurz vor dem Ende des 19. Jh. eröffnetes Restaurant.

Gandegg (-schanze)
LinkpfeilSchänzli

Gare, Hotel de la
LinkpfeilScharfrichterhaus

Zum Anfang

Garnier
Bärenplatz 3. Nach der Aufhebung der Gefängnisse im südlich an den LinkpfeilKäfigturm anschliessenden Haus (1897) wurde dort die Spanische LinkpfeilWeinhalle neu eröffnet. Das Restaurant hiess seit dem Anfang des Ersten Weltkriegs nach dem Besitzer G. In den Fünfzigerjahren des 20. Jh. entstand das Trottoircafé Grotto. Seit 1969 lautet der Name High Noon.

Garni Moderne
Kurz vor dem Ersten Weltkrieg eröffnetes und während des Krieges wieder geschlossenes Hotel im Haus Spitalgasse 9.

Gassner
1) 1884 übernimmt Rupert Gassner die seit 1785 bestehende Altenbergbrauerei und verlegt sie vom Haus Uferweg 4 in die frühere Keramikfabrik am Uferweg 42.1968 hat die Brauerei G. ihren Betrieb eingestellt.
2) Zu Beginn des 20. Jh. eröffnetes, nach dem Ersten Weltkrieg wieder geschlossenes Restaurant zur Brauerei G. 1)
Standort: Uferweg 10

Gasthöfe
LinkpfeilGastgewerbe

Gastgewerbe
Die folgende Aufzählung nennt alle Einrichtungen des G. ohne die LinkpfeilKellerwirtschaften. Eine Aufteilung in Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Restaurants, Wirtschaften, Cafés, Tavernen, Pinten, Schenken und Bars war nicht möglich, da der Wechsel von der einen zur andern Kategorie bei vielen Häusern häufig war.
LinkpfeilAebi, LinkpfeilAdler, LinkpfeilAlpenblick, Linkpfeildes Alpes, LinkpfeilAltenbergbad, LinkpfeilAlthof, LinkpfeilAmthaus, LinkpfeilAnker, LinkpfeilApollo, LinkpfeilArbeitshütte, LinkpfeilAusserbad, LinkpfeilBarcelona, LinkpfeilBäreck, LinkpfeilBären, LinkpfeilBärengraben, LinkpfeilBärenhöfli, LinkpfeilBärenstübli, LinkpfeilBeaulieu, LinkpfeilBeaumont, LinkpfeilBeau- Séjour, LinkpfeilBeau-Site, LinkpfeilBellevue, LinkpfeilBenz, LinkpfeilBerna, LinkpfeilBernerhof, LinkpfeilBeundenfeld, LinkpfeilBeundenhof, LinkpfeilBierhalle, LinkpfeilBierhaus, Deutsches, LinkpfeilBierhübeli, LinkpfeilBieri, LinkpfeilBigler, LinkpfeilBlume, LinkpfeilBois Fleury, LinkpfeilBollwerk, LinkpfeilBörse, LinkpfeilBosshard, LinkpfeilBoulevard, LinkpfeilBräterhaus, LinkpfeilBreitenrainplatz, LinkpfeilBreitenrainstübli, LinkpfeilBristol, LinkpfeilBrückfeld, LinkpfeilBrünig, LinkpfeilBubenberg, LinkpfeilBühlstrasse, LinkpfeilBürgerhaus, LinkpfeilBurgernziel, LinkpfeilCardinal, LinkpfeilCasino, LinkpfeilCentral, LinkpfeilChristen, LinkpfeilClaretsack, LinkpfeilCommerce, LinkpfeilContinental, LinkpfeilCoq d'or, LinkpfeilCorso, LinkpfeilDaheim, LinkpfeilDählhölzli, LinkpfeilDalmazi, LinkpfeilDänzer, LinkpfeilDätwyler, LinkpfeilDella Casa, LinkpfeilDrei Eidgenossen, LinkpfeilDufour, LinkpfeilEden, LinkpfeilEffingergarten, LinkpfeilEiger, LinkpfeilEilgut, LinkpfeilEintracht, LinkpfeilElite, LinkpfeilEmmenthalerhof, LinkpfeilEnge, äussere, LinkpfeilEnge, innereLinkpfeilErkercafé, Linkpfeild' Espagne, LinkpfeilFalken, LinkpfeilFankhauser, LinkpfeilFavorite, LinkpfeilFédéral, LinkpfeilFelsenau, LinkpfeilFischermätteli, LinkpfeilFischerstübli, LinkpfeilFrance, LinkpfeilFreieck, LinkpfeilFreiestrasse, LinkpfeilFrey, LinkpfeilFreya, LinkpfeilFrickbad, LinkpfeilFriedli, LinkpfeilFrohegg, LinkpfeilFrohheim, LinkpfeilFrohsinn, LinkpfeilGambrinus, de la Gare (LinkpfeilScharfrichterhaus), LinkpfeilGarnier, LinkpfeilGarni Moderne, LinkpfeilGassner, LinkpfeilGlocke, LinkpfeilGötz, LinkpfeilGotthard, LinkpfeilGrünegg 2), LinkpfeilGrünenhof, LinkpfeilGrütli, LinkpfeilGugger, LinkpfeilGutenberg, LinkpfeilHäberli, LinkpfeilHahnen, goldener, LinkpfeilHalbmond, LinkpfeilHallergarten, LinkpfeilHandwerkerstübli, LinkpfeilHarmonie, LinkpfeilHecht, LinkpfeilHelvetia, LinkpfeilHerberge zur Heimat, LinkpfeilHerter, LinkpfeilHirschen, LinkpfeilHofweber, LinkpfeilHolligen 2), LinkpfeilHopfenkranz, LinkpfeilHübscher, LinkpfeilInnerbad, LinkpfeilInselibad, LinkpfeilIsraelitenwirtschaften, LinkpfeilItalien, LinkpfeilJoliette, LinkpfeilJolimont 2), LinkpfeilJuker, oberer, LinkpfeilJuker, unterer, LinkpfeilJura, LinkpfeilKiesgrube, LinkpfeilKirchenfeld 2), LinkpfeilKaufmännisches Vereinshaus, LinkpfeilKlösterli, LinkpfeilKohler,LinkpfeilKornhaushalle, LinkpfeilKreuz, Eidgenössisches, LinkpfeilKrone, LinkpfeilLandhaus, LinkpfeilLaufeneggbad, LinkpfeilLedermann, LinkpfeilLinde, LinkpfeilLindenhof, LinkpfeilLokomotive, LinkpfeilLorraine, 2) und 3), LinkpfeilLötschberg, LinkpfeilLötschberg & International, LinkpfeilLöwen, LinkpfeilLuntenhüsi, Mädchenheim (LinkpfeilKirchbergerhaus 2)), LinkpfeilMäder, LinkpfeilMadrid, LinkpfeilMalaga, LinkpfeilMarzili 3), LinkpfeilMarzilibrücke, LinkpfeilMattenbühlbad, LinkpfeilMattenheim, LinkpfeilMattenhof, LinkpfeilMaulbeerbaum, LinkpfeilMeierisli, LinkpfeilMerkur, LinkpfeilMesserli, LinkpfeilMetropole, LinkpfeilMetzgerhalle, LinkpfeilMetzgern, LinkpfeilMetzgerstübli, LinkpfeilMeyerei, Obere, LinkpfeilMeyerei, Untere, LinkpfeilMilano, LinkpfeilMilitärgarten, LinkpfeilMinerva, LinkpfeilMittler, LinkpfeilMonbijou, LinkpfeilMon Désir, LinkpfeilMontana, LinkpfeilMorlotläubli, LinkpfeilMühlerad, LinkpfeilMünz, LinkpfeilMushafen, LinkpfeilMutz, Brauner, LinkpfeilNational, LinkpfeilNeubrücke, LinkpfeilNeuhaus, Linkpfeildu Nord, LinkpfeilObstberg, LinkpfeilOchsen, LinkpfeilPaglia, LinkpfeilPelikan, LinkpfeilPfistern, LinkpfeilPflug, Linkpfeildu Pont, LinkpfeilPost, Alte, LinkpfeilPoste, LinkpfeilPostgasse, LinkpfeilPostkaffeehaus, LinkpfeilPrinzhalle, LinkpfeilProbst, LinkpfeilPyrénées, LinkpfeilQuisisana, LinkpfeilRathaus, LinkpfeilRathauskeller, Alter, Ratskeller (LinkpfeilSinnerhaus), LinkpfeilRebleuten, LinkpfeilRebstock, LinkpfeilReichenbach, LinkpfeilRoderer, LinkpfeilRoma, LinkpfeilRömer, LinkpfeilRössli, LinkpfeilRote Glocke, LinkpfeilRudolf, LinkpfeilRuof, LinkpfeilRütli, LinkpfeilSantschi, LinkpfeilSchäfer, LinkpfeilSchär, LinkpfeilSchenkel, LinkpfeilSchiffleuten, LinkpfeilSchlüssel, LinkpfeilSchmieden, LinkpfeilSchmiedstube, LinkpfeilSchmutz, LinkpfeilSchönau, LinkpfeilSchosshalde, LinkpfeilSchwanen, LinkpfeilSchwarz, LinkpfeilSchweizerbund, LinkpfeilSchweizergarten, LinkpfeilSchweizerhalle, LinkpfeilSchweizerhof, LinkpfeilSchwellenmätteli, LinkpfeilSchwert, LinkpfeilSeidenhof, LinkpfeilSeiler, LinkpfeilSonne, LinkpfeilSonnenberg, LinkpfeilSommer, LinkpfeilSpeiseanstalt der obern Stadt LinkpfeilSpeiseanstalt der untern Stadt LinkpfeilSpeiseanstalt LänggasseLinkpfeilSpeiseanstalt Nordquartier LinkpfeilSpitalacker, LinkpfeilStadtbachgarten, LinkpfeilStaiber, Stalden (LinkpfeilStaldenpfarrhaus), LinkpfeilSteiger, LinkpfeilSteinbock, LinkpfeilSteinhölzli, LinkpfeilSternen, LinkpfeilSternenberg, LinkpfeilSternwarte, LinkpfeilStorchen, LinkpfeilStuber, LinkpfeilSüdbahnhof 2), LinkpfeilSuisse, LinkpfeilThomasianum, LinkpfeilTivoli, LinkpfeilTramway, LinkpfeilTraube, LinkpfeilTübeli, LinkpfeilTurm, LinkpfeilTusculum, LinkpfeilVictoriahall, LinkpfeilVolkshaus, LinkpfeilVolksküche , LinkpfeilVollmond, LinkpfeilWächter 2), LinkpfeilWeissenbühl,LinkpfeilWaldheim (LinkpfeilSpitalacker-Gut), LinkpfeilWaldhorn, LinkpfeilWarteck, LinkpfeilWeinstube, LinkpfeilWeissenstein 5), LinkpfeilWeyermannshaus, LinkpfeilWiener Café, LinkpfeilWienerpension, LinkpfeilWilder Mann , LinkpfeilWitschi, LinkpfeilWinkelried, LinkpfeilWyleregg, LinkpfeilZähringer, LinkpfeilZähringerhof, LinkpfeilZähringia, LinkpfeilZebra, LinkpfeilZehendermätteli, LinkpfeilZimmermannia, LinkpfeilZytglogge.

Zum Anfang

Gaswerk
Die Gasbeleuchtungsgesellschaft erstellte in den Jahren 1841/43 das erste Gaswerk der Schweiz im Marzili (Weihergasse 1 und 3). Der seit 1860 von der Stadt geführte Betrieb wurde 1876 in den Neubau in der LinkpfeilLindenau (Sandrainstr. 17) verlegt, der 1905 und 1917/18 Erweiterungen erfuhr. Die Einführung des Gasverbunds bedingte 1967 die Einstellung der Produktion und 1968-1971 den Abbruch der alten Hochbauten. Zwei Gasometerfundamente wurden dabei in ein Jugendzentrum umgebaut.
Lit.: Wullschleger B., 100 Jahre G. Bern, Bern 1943

Gatschethöhe
Im 16. Jh. Name des nach dem Besitzer genannten Landgutes. Standort: Oben an der Schanzenstrasse

Gatterkeller
LinkpfeilMorlotläubli

GBS
LinkpfeilDekretsbahnen

Gedenktafeln
LinkpfeilDenkmäler und Gedenktafeln

Gefangenschaft, Obere
LinkpfeilKäfigturm

Geisseggen, am
Im ausgehenden 18. Jh. hiess das nördlichste Haus zwischen LinkpfeilWaisenhausplatz und LinkpfeilWaaghausgasse am G. Standort: Waaghausgasse 18

Gemeinde, Obere und Untere
LinkpfeilStadteinteilung

Zum Anfang

Gemeindehaus
LinkpfeilRathaus 3)

Gemeindelazarett
LinkpfeilWeyermannshausgut

Gemeindespital
Kurz nach seiner Eröffnung hiess das LinkpfeilTiefenauspital G.

Gemeiner Sood
Bis zum Bau der privaten Wasserversorgung in der Schosshalde bestand ein Sodbrunnen beim heutigen LinkpfeilLaubeggschulhaus. Standort: An der Strasse nordwestlich des Hauses Schosshaldenstrasse 46

Generalkommissariat
Rathausplatz 1. Nachdem 1718 der Staat dieses Haus erworben hatte, richtete er ausser dem G. (Archive und Verwaltungen des welschen Kantonsteils) auch die LinkpfeilAmtsschreiberei 1) darin ein. 1793-1832 findet auch die LinkpfeilDeutschseckel-Schreiberei darin Platz.
Lit.: KDM. 3

Genfergasse
Seit dem Bau der 3. LinkpfeilStadtbefestigung heisst die G. An der Ringmauer. Nach der Schleifung der Türme (1830) heisst der Teil nördlich der LinkpfeilAarbergergasse Anatomiegässchen (LinkpfeilAnatomie 1)), nach 1881 Anatomiegasse. Der südliche Teil der G. heisst Inneres Bollwerk. Seit 1903 ist der Name G. offiziell.
Lit.: KDM. 2

Georgskapelle
LinkpfeilNiederer Spital

Zum Anfang

Gerberngasse
1) Name des Münzgrabens vor dem Bau der neuen LinkpfeilMünze.
2) Name der ersten Gasse südwestlich der Mattenenge. 1488 wurde das LinkpfeilGerbhaus hierher verlegt. Von 1881 bis 1941 hiess sie offiziell Gerbergasse.

Gerberngassbrunnen
Einfacher Obeliskbrunnen beim LinkpfeilWaschhaus. Im frühen 19. Jh. errichtet. Standort: Östlich des Hauses Gerberngasse 29
Lit.: KDM. 1

Gerberngraben
Südteil des Grabens vor der 1. LinkpfeilStadtbefestigung. Name nach dem 1326 dort angesiedelten Gewerbe. 1504 und im frühen 17. Jh. wird der Nordteil des Grabens aufgeschüttet (LinkpfeilTheaterplatz). 1679 folgt der mittlere Teil des Grabens (Areal der LinkpfeilHauptwache). 1936 entsteht die Bellevue-Garage im südlichen Teil des G.
Lit.: KDM. 2

Gerberngrabenbrunnen
Der Brunnen westlich des nördlichen Brückenkopfs der LinkpfeilKirchenfeldbrücke zeigt auf einem Bronzerelief Etienne Perinciolis die 1935/36 abgebrochenen Häuser des LinkpfeilGerberngrabens.

Gerbern-Kapelle
LinkpfeilMünsterkapelle

Gerbernviertel
Südöstliches LinkpfeilVennerviertel

Gerbhaus
Das G., dessen Versetzung an die Matte 1468 beschlossen, aber erst um 1488 ausgeführt wurde, befand sich unterhalb der LinkpfeilNiederen Brotschaal rittlings auf dem Stadtbach in der Gerechtigkeitsgasse.
Lit.: KDM. 6

Zum Anfang

Gerechtigkeitsbrunnen
1543 von Hans Gieng geschaffener Brunnen. Waage und Schwert der Justitia verschwinden 1798. Sie werden erst im Oktober 1845 ersetzt, als wegen der Gefälleverminderung der LinkpfeilGerechtigkeitsgasse der Brunnen für ein halbes Jahr entfernt wird. Gleichzeitig entsteht ein neuer Achtecktrog. Standort: Vor dem Haus Gerechtigkeitsgasse 39 (im 17. Jh. für knapp 20 Jahre vor Nr. 73)
Lit.: KDM. 1

Gerechtigkeitsgässchen
Zwei im 19. Jh. auch Junkerngassgässchen genannte Verbindungsgässchen zwischen LinkpfeilJunkerngasse und LinkpfeilGerechtigkeitsgasse.
1) Das Obere G. wird nördlich durch das LinkpfeilAntoniergässchen fortgesetzt.
2) Das Untere G. besass nach der Stadtansicht in der Stumpf-Chronik (1548) vielleicht einmal eine Verlängerung nordwärts über die Parzelle Gerechtigkeitsgasse 40.
Lit.: KDM. 2

Gerechtigkeitsgasse
Der Name wird erst im 18. Jh. allgemein gebräuchlich. Seit 1798 ist er offiziell. Frühere Namen LinkpfeilKramgasse. Das Gefälle wird 1760-1764 von 10% auf 7% verringert. 1844-1854 werden die Verhältnisse beim Bau von LinkpfeilNydeggbrücke und LinkpfeilNydegggasse nochmals verändert. 1897 ergibt der Abbruch des Hauses Nr. 12 einen Durchgang zur LinkpfeilPostgasse. Diese Verbindung wird 1964 in die Verlängerung der LinkpfeilPostgasshalde verlegt mit dem Abbruch des Hauses Nr. 10 und dem Neubau von Nr. 12. Der Stadtbach wurde 1897/98 zugedeckt (LinkpfeilStalden, Oberer).
Lit.: KDM. 2

Gericht
LinkpfeilRichthaus

Gernhardskapelle
In der Gegend des Löchliguts 1490 erwähnte Kapelle.
Lit.: Archiv d. Hist. Vereins des Kts. Bern 1875

Zum Anfang

Gesandtschaften
LinkpfeilBotschaften

Gesellschaftshaus Museum
LinkpfeilKantonalbank

Gespensterhaus
Junkerngasse 54. Seit dem 19. Jh. heisst das im 17. Jh. neu an Stelle des Stallgebäudes des LinkpfeilInterlakenhauses 1) erbaute Haus G. Die übersinnlichen Erscheinungen im G. sind auf Mängel der Holzkonstruktion zurückzuführen.
Lit.: KDM. 2

Gewerbehalle
In der zweiten Hälfte des 19. Jh. gab es in Bern eine G., eine permanente Ausstellung des städtischen Gewerbes. Standorte: Im LinkpfeilInselkornhaus, Käfiggässchen 34 (südlich des heutigen Hauses Nr. 32), zeitweise auch in der LinkpfeilKavalleriekaserne (Bollwerk 10) verbunden mit der Schulausstellung, später im LinkpfeilPredigerkloster (Predigergasse 3)

Gewerbekasse
Bahnhofplatz 7. Die 1905 eröffnete Bank befand sich bis 1911 im Haus Ryffligässli 4.

Gewerbemuseum
LinkpfeilKornhaus

Gewerbeschule
Lorrainestrasse 1. Die 1826 gegründete private Handwerkerschule musste im 19. Jh. zeitweise alljährlich ein neues Schulhaus suchen. Nur in den Sechziger- und Siebzigerjahren befand sie sich längere Zeit im LinkpfeilMorellhaus (Postgasse 14). 1896 konnte sie die umgebauten Räume im Grossen LinkpfeilKornhaus beziehen (Zeughausgasse 2). 1899 wurde die Handwerkerschule mit der dreissig Jahre zuvor eröffneten Kunstschule zur Handwerker- und Kunstgewerbeschule verschmolzen. 1910 ging diese als G. an die Stadt über. Den heutigen Bau bezog sie zu Beginn des Zweiten Weltkrieges.

Zum Anfang

Gewölbe, Oberes und Unteres
Bis ins 18. Jh. Name der Archivräume in der LinkpfeilStaatskanzlei (Postgasse 70).

Giesshaus, bis ins 16. Jh. auch Giessschür.
Seit 1517 ist das G. im Zwingelhof der 3. LinkpfeilStadtbefestigung das Zentrum der bernischen Giessertätigkeit. Die erste bern. Geschützgiesserei von 1445 hat sich vermutlich am selben Ort befunden. Der Neubau von 1633/34 weicht 1749 einem Bau für die Werkstatt des berühmten Geschützgiessers Samuel Maritz. 1835 wird das G. abgebrochen. Standort: Genfergasse 8/12
Lit.: KDM. 3

Gilgenkapelle
LinkpfeilAegidiuskapelle

Giobbe, Café
LinkpfeilSonne 3)

Gipsfabrik
Am Ende des 19. Jh. bestand diese Fabrik am obern Ende des LinkpfeilInselis 1). Standort: Marzilistrasse 49

Giudice, Café
Café du LinkpfeilCommerce

Glasbach-Gasse
Name der Länggass-Strasse vor dem 17. Jh.

Zum Anfang

Glasbrunnen
Seit dem ausgehenden Mittelalter erwähnter Brunnen am Glasbach im LinkpfeilBremgartenwald. Sein Name könnte auf das Vorhandensein einer Glashütte deuten.

Glasbrunnen-Strasse
Seit 1960 heisst die ostwestliche Strasse durch den Grossen Bremgartenwald G. Vorher hiess sie im östlichen Teil Neufeld- und im westlichen Bethlehemsträsschen. Zu Beginn des 20. Jh. hiess der östliche Teil Bannwartenweg, der westliche Teil Bethlehemweg. Trennpunkt der Teile war die Wohlenstrasse.

Glocke
Zibelegässli 20. Im 1581 erbauten und anfangs 18. Jh. aufgestockten Haus zur G. wurde gegen Ende des 19. Jh. ein Restaurant eröffnet, das bei der Gesamtrenovation von 1955 stark vergrössert wurde. Den früheren Bau erwarb 1556 Hans Franz Nägeli zusammen mit dem LinkpfeilNägelihaus 2).
Lit.: KDM. 2

Glocke, Rote
LinkpfeilRote Glocke

Glöcknerstor
Im 19. Jh. verfälscht aus Gloggnerstor (LinkpfeilKäfigturm).

Gloggnerstor
LinkpfeilKäfigturm

Golaten
Parzellen zwischen der Altenbergstrasse und der LinkpfeilSandfluh. Weil in der zweiten Hälfte des 19. Jh. alle Häuser und Hütten in der G. Rudolf Steinegger gehörten, hiess sie auch Steinegger-Dörfli. Standort: Altenbergstrasse 12, 14, 20, 22, 24

Zum Anfang

Golatenmattgasse
LinkpfeilAarbergergasse

Golatenmattgassbrunnen
LinkpfeilRyfflibrunnen

Golatenmatttor, auch Inneres Aarbergertor
Das 1345 erbaute Tor wurde 1379/81 und 1445/57 ausgebaut. Im letzten Drittel des 15. Jh. erhielt der Turm seine spätere Höhe von gut 20 m. Die innere Nische (im 14. Jh. eine Niklausfigur enthaltend) wurde 1549 zugemauert. Die ursprünglich hölzerne Grabenbrücke hatte von 1613 bis zu ihrem Abbruch 1829 3 steinerne Joche. Im März 1830 wurde auch der Turm abgebrochen. Standort: Nördlich an die Häuser Aarbergergasse 59 und 61 anschliessend
Lit.: Hofer, Wehrbauten

Golatentreppe, Fasshaustreppe
Die G. führte dem Nordrand der LinkpfeilSandfluh entlang von der LinkpfeilAltenbergstrasse (zwischen den Häusern Nrn. 28 und 30) auf die Höhe des LinkpfeilRosengartens, wo sie östlich des Hauses Schänzlistrasse 7 endete. Die G. war nie gedeckt, wie Walthard behauptet. Sie verschwand in der Mitte des 18. Jh. beim Bau des Grossen LinkpfeilAargauerstaldens.
Lit.: Walthard, Description

Goldenmattgasse
Im 19. Jh. verfälscht aus Golatenmattgasse (LinkpfeilAarbergergasse).

Goleten-Gässli
LinkpfeilBratpfanne

Goliathturm
LinkpfeilChristoffelturm

Zum Anfang

Gösler-Haus
Münstergasse 57. Das spätmittelalterliche Haus weist noch Einzelheiten auf, wie sie bestanden, als der damals berühmteste Berner Glasmaler Joseph Gösler das Haus 1540-1585 bewohnte und besass.

Gottfrieds Laube
LinkpfeilObere Brotschaal

Gotthard
Bubenbergplatz 11. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg eröffnetes Hotel, St. G., von dem nach dem Neubau des Hauses in den frühen Sechzigerjahren des 20. Jh. nur Restaurant und Kino (eröffnet kurz vor dem Ende des Ersten Weltkriegs) übriggeblieben sind.

Gotthelf-Denkmal
LinkpfeilRosengarten 1)

Götz, Café
Bis in die Siebzigerjahre des 19. Jh. gab es im Haus Kramgasse 40 eine Wirtschaft, die nach ihrem Besitzer genannt war.

Goumoëns-Gut
1) LinkpfeilSonnenberg 1)
2) LinkpfeilGoumoënsmatte

Goumoënsmatte
Nach den Besitzern im 18. Jh. genanntes Areal zwischen Steinhölzli und Morillon. Der Name lebt in Goumoënsstrasse weiter.

Graben, Oberer
Eine Promenade an Stelle der westlichen Arkaden des LinkpfeilParlamentsgebäudes (LinkpfeilBundesplatz).

Graben, Unterer
LinkpfeilGrabenpromenade

Zum Anfang

Grabenpromenade
Der Nordteil des nördlichen Grabens vor der 1. LinkpfeilStadtbefestigung, der Bader- oder Badstubengraben wird 1556 zugeschüttet und heisst von da an Unterer Graben. 1740 wird er mit Linden bepflanzt. Der offizielle Name Lindenhof setzt sich nicht durch. Der Name G. wird erst 1881 offiziell. Mit dem Bau der LinkpfeilKornhausbrücke wird der Westteil der G. zum LinkpfeilKornhausplatz geschlagen. 1969 wird die G. umgestaltet und das LinkpfeilErlachdenkmal aufgestellt.

Gräf, Café
LinkpfeilMetzgerhalle

Graffenried-Gut
Nach den Besitzern im 18. Jh. genanntes Landgut. Es umfasste den östlichsten Teil des Gebietes nördlich der Stadtbachstrasse und das Falkenplätzli.
Lit.: Morgenthaler, Felsenau

Graffenriedhau
Name im Könizbergwald (Koord.: 597600/198300).

Graffenried-Häuser
LinkpfeilHôtel de Musique

Graffenried'sches Sommerhaus
LinkpfeilBrückfeld-Wirtschaft

Greisenasyl
Seftigenstrasse 111. 1877 wurde die 1862 von Maria Roschi-Plüss errichtete Roschi-Stiftung mit dem 1872 gegründeten G. im Kirchbühl (Gde. Köniz) vereinigt. Auf dem 1878 erworbenen westlichen Teil des Tilliergutes (LinkpfeilSandraingut) entstand 1888 das neue G., das heute, vielfach erweitert, Altersheim Schönegg heisst.

Zum Anfang

Grenus-Haus
Kramgasse 72. Der ganze Innenbau des anfangs der Vierzigerjahre des 18. Jh. von Albrecht Stürler für die Familie Tscharner erbauten Hauses fiel der Einrichtung des Kinos Capitol 1928/29 zum Opfer. Im G. befand sich 1810 die 1750 gegründete Bank Haller & Co., die nachmalige Privatbank Ludwig Zeerleder & Co., die im dritten Viertel des 19. Jh. Bank Tschann-Zeerleder hiess und seit den Achtzigerjahren bis sie 1916 an die LinkpfeilBerner Handelsbank überging als Bank Grenus & Cie. fortbestand.
Lit.: KDM. 2; Schaufelberger, Bankwesen

Greyerz-Denkmal
1) An den Stadtforstmeister G. L. Emil von Greyerz (1811-1869) erinnerte das kurz nach seinem Tode errichtete G. Nach dem Ersten Weltkrieg entfernte ein Mitglied der Familie den seit Jahrzehnten nicht mehr gepflegten Gedenkstein. Standort: Am Weg oberhalb des Aarehanges im LinkpfeilDählhölzli (Koord.: 601230/198190)
2) LinkpfeilSchneckenhübeli

Grotto
LinkpfeilGarnier

Grundmannhaus
1894 abgebrochenes Haus des Drechslermeisters Samuel Grundmann. Ob sich im G. früher eine Falknerei befunden hat, ist unsicher. Standort: Länggass-Strasse 1
Lit.: Morgenthaler, Felsenau

Grundweg
Seit 1940 heisst der G. Pappelweg.

Grünegg
1) Gryphenhübeliweg 14. Vor der Mitte des 19. Jh. auf dem Südteil des LinkpfeilGryf-Gutes erbaute Villa. Das Peristyl des heute verschwundenen Hauses sollen die drei Säulen des LinkpfeilHochgerichts untenaus gebildet haben.
2) Neuengasse 2. Restaurant, das schon in der ersten Hälfte des 19. Jh. als Pintenwirtschaft bestand. Vor dem Neubau von 1952 hiess die G. ihrer Gäste wegen gelegentlich auch Wartsaal von Witzwil

Zum Anfang

Grünenhof
Seftigenstrasse 51. Das im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnete Restaurant hiess ursprünglich Zum goldenen Hirschen, dann nur noch Hirschen.

Gruner & Haller
LinkpfeilFastnacht & Buser

Grütli
In den Achtzigerjahren des 19. Jh. eröffnete, heute verschwundene Wirtschaft am Brunnhofweg (frühere Nr. 19).

Gryf-Egg auch Egg-Gut
Landgut vom Gryphenhübeliweg über den Ostteil des Kollerwegs bis zur Aare hinunter. Besitzer am Ende des 18. Jh.: Franz Samuel Gryf.

Gryphenhübeli
Im 19. Jh. nach der LinkpfeilGryf-Egg benannt.

Gschuntne Hubel
Hügel im Gr. LinkpfeilBremgartenwald (Koord.: 598500/201450). Die Landeskarte nennt ihn Schuntne Hubel.

Gugger
Im dritten Viertel des 19. Jh. gab es im Haus Marktgasse 29 eine Speisewirtschaft G.

Guignard-Keller
LinkpfeilFontanellaz-Keller

Zum Anfang

Guisan-Platz
Von 1946-1960 hiess der G. Militärplatz und wurde kurz nach dem Tode General Henri Guisans (1874-1960) neu benannt.

Gurastor
LinkpfeilOberes Marzilitor

Gürbetalbahn
LinkpfeilDekretsbahnen

Gurten, Restaurant
LinkpfeilJuker, Oberer und LinkpfeilUnterer

Gurtengasse
LinkpfeilChristoffelgasse

Gutenberg
Während des Ersten Weltkriegs eröffnetes, heute verschwundenes Restaurant im Haus Monbijoustrasse 26.

Güterbahnhof
Murtenstrasse 85. Der heutige, von F. Nager 1931/34 erbaute G. ersetzt jenen an der Laupenstrasse (Nrn. 22 und 24) von 1860.

Güterstrasse
Nachdem sie 1917 öffentliche Strasse geworden ist, heisst die G. seit 1926 nicht mehr Burgerstrasse.

Gyger, Speisewirtschaft
Café LinkpfeilBigler

Zum Anfang

Gymnasium
1) Vor 1834 gab es in Bern kein G. im heutigen Sinne. Nach der LinkpfeilLateinschule trat der etwa 14jährige in die untere Stufe der Hohen Schule (LinkpfeilAkademie 1)) über, wo er sich während zwei bis drei Jahren auf das eigentliche Fachstudium vorbereitete.
2) Mit der Gründung der LinkpfeilUniversität 1834 entstand die Literarschule, die 1856 bis 1880 Kantonsschule Bern hiess und auch ein Realgymnasium umfasste. Nachher wurde sie mit der Städt. LinkpfeilRealschule zum Städtischen Gymnasium vereinigt. Standorte: 1528 bis 1885 in der LinkpfeilHochschule (Herrengasse 25), dann im LinkpfeilGymnasium Waisenhausplatz (Waisenhausplatz 30)
Lit.: Durheim, Beschreibung

Gymnasium, Freies
LinkpfeilLerberschule

Gymnasium Kirchenfeld
Kirchenfeldstrasse 25. In den Jahren 1924/26 von H. Daxelhofer erbautes Schulhaus in neoklassizistischem Stil.

Gymnasium Waisenhausplatz
Waisenhausplatz 30. 1883 bis 1885 an Stelle des LinkpfeilBurgerspital-Kornhauses errichtet. Das Gebäude beherbergt neben Gymnasium und Progymnasium noch die 1975 aufgehobene Primarschule der obern Stadt. (Speichergass-Schulhaus, Speichergasse 4). Später kommt die Töchter-Handelsschule dazu, während das Gymnasium 1926 ins LinkpfeilGymnasium Kirchenfeld verlegt wird. Seit 1965 heisst das Progymnasium Untergymnasium, das 1973 den Neubau beim Gymnasium Neufeld bezieht und teilweise auch in die LinkpfeilKnabensekundarschule Viktoria und ins Kleefeld (Bümpliz) verlegt wird.

Gypsreibe
Die Marmorsäge (Schaltsäge) der Kunsthandwerkerfamilie Funk aus dem 18. Jh. wurde später als Schiffsbauhaus verwendet und brannte 1818 ab. Später befand sich an dieser Stelle die Strumpffabrik Ryf. Nach deren Umzug in einen Neubau auf dem LinkpfeilInseli 1) wurde die G. eingerichtet, die bis 1881 einem Teil der Wasserwerkgasse den Namen gab.
Standort: Wasserwerkgasse 17

© Universitätsbibliothek Bern, Burgerbibliothek Bern 2002

Zum Anfang
08/02, Webmaster, Universitätsbibliothek Bern