[A] - [Ba-Bn] - [Bo-Bu] - [C] - [D] - [E] - [F] - [G] - [H] - [IJ] - [K] - [L] - [M] - [N] - [O] - [PQ] - [R] - [Sa-Si] - [So-Sy] - [T] - [U] - [V] - [W-Y] - [Z]
Fabrikstrasse
Der Name erinnert an die alte Fabrik für Eisenbahnmaterialien. Die F. wurde mit der Eisenbrücke über die Geleiseanlagen 1878/79 angelegt.
Fähren
Brücken
und F.
Fahrhalde
Hasli
Fährstrasse
Bremgartenfähre
Falken
1) Marktgasse 11/Amthausgasse 6. Seit dem Beginn des 16. Jh. Gasthof des Bischofs
von Lausanne. Der Name geht auf die beiden letzten kirchlichen Besitzer, Aymon
und Sebastien de Montfaucon, zurück. 1536-1546 in städtischem Besitz,
bis 1722 privat, dann Gesellschaftshaus zu
Mittellöwen,
welche den Gasthof nur noch im 1732/36 von Samuel Baumgartner neu errichteten
Nordteil der Liegenschaft führt. 1905 wird dieser Teil des Hauses von Lindt
und Hofmann neu gebaut. Von der Mitte des 17. bis in die Mitte des 19. Jh. war
der F. das erste Haus Berns. Es verschwindet 1904.
Lit.: KDM. 6
2) Münstergasse 64. Das im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnete
Restaurant Schützen heisst seit 1905 F.
Falken, Hinterer
1) Seit 1835 im Haus Amthausgasse 3, seit 1856 auch in Nr. 1 gelegene Dependence
des
Falken
1), abgebrochen 1905.
2) Volkstümliche Euphemie für
Spinnstube.
Lit.: Howald, Brunnen 5
Falkenbrünnli
Brunnen im Falkenhof, dem Hof des Hotels
Falken
1).
Falkenburg
1) Im 16. Jh. erbautes und im Frühling 1903 abgebrochenes Landhaus. Seine
Lage ist immer noch aus der Stellung der Parzellen Alpeneggstrasse 11 (Hauptgebäude)
und Hallerstrasse 31 (Wirtschaftsgebäude) ersichtlich. Im 18. und 19. Jh.
bestand in der F. eine gutbesuchte Kaffeewirtschaft, die nach ihrem Wirt Lauffer
auch Lauffenburg genannt wurde.
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
2) Falkenhöheweg 16-20. Gebäude in historisierendem Stil aus dem Jahre
1895.
Falkenegg
Alpeneggstrasse 17. Das früher wegen seines Aussehens Rattenfalle genannte Haus wurde 1834 von Friedrich Emanuel von Sinner umgebaut und erhielt den Namen F.
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
Falkengasse
Amthausgasse
Falkenheim
Seit dem Ende des 19. Jh. Name des Hauses Alpeneggstrasse 18.
Falkenhof
Falkenbrünnli
Falkenplätzli
Alte Bezeichnung des Gebietes nördlich der Bastion
Grosser
Bär, ungefähr begrenzt durch Hallerstrasse-Länggasse-Sidlerstrasse-Malerweg-Falkenweg.
Durch die Ausebnung der Schanzen entstand die heutige Anlage am Falkenplatz.
Falkenweg
und andere Namen mit Falken... legen die Vermutung nahe, dass im Länggassquartier bis ins 18. Jh. Falknerei gepflegt wurde. Der kleine Mann mag im gleichen Gebiet eher Finkenherde betrieben haben (
Finkenhubel).
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
Fankhauser
In den Sechzigerjahren des 19. Jh. bestand im Haus Rathausgasse 82 eine Speisewirtschaft F.
Farb
Im dritten Viertel des 19. Jh. bestehende Färberei am rechten Aareufer.
Standort: Turnplatz südlich des Hauses Altenbergstrasse 98
Färbhaus
1) Vor dem Bau des Filialbaus der
Mattenschule
2) diente das ursprünglich für eine Färberei gebaute F. als Schulhaus.
Das F. heisst gelegentlich auch Farbhof.
Standort: Westlich des Hauses Schifflaube 3
2) Den Passementerie-Werkstätten der hugenottischen Refugianten diente
eine nördliche Dependenz des
Predigerklosters
als F.
Standort: Nordteil des Hauses Predigergasse 5
Farbhof
Färbhaus 1)
Fasshaus
1543/44 wurde bei der
Untertorbrücke
das erste obrigkeitliche Fass- und Fassholzlager erstellt, nachdem die seit
der Reformation dazu verwendeten Kirchen (
Prediger-
und
Nydeggkirche)
nicht mehr genügten. Vermutlich wurde zu Beginn des 17. Jh. das
Blatternhaus
1) an der Sandfluh zum F. umgebaut. Seit dem Bau des
Deutschfasshauses
wird das F. als Welschfasshaus bezeichnet. Abgebrannt 1849.
Standort: Altenbergstrasse 9
Lit.: KDM. 3
Fasshausbrunnen
Vermutlich nach dem Brand des
Welschfasshauses 1849 versetzter einröhriger Obeliskbrunnen. Röhre mit Delphinkopf von 1968.
Standort: Gegenüber dem Haus Altenbergstrasse 46
Lit.: KDM. 1
Fasshaustreppe
Golatentreppe
Fastnacht & Buser
Die 1914 aufgelöste Privatbank wurde im 2. Jahrzehnt des 19. Jh. von Ludwig Friedrich Schmid, einem frühern Mitarbeiter von Ludwig Zeerleder (
Grenus-Haus ) als Privatbank Ludwig Friedrich Schmid gegründet. 1865 ging sie an Gruner & Haller über und hiess von 1891 bis 1905 Burkhart-Gruner, hernach F. & B.
Standorte: Bis gegen die Mitte des 19. Jh. im
Kirchbergerhaus 1), Kramgasse 61, dann Kramgasse 74, um die Jahrhundertwende Marktgasse 44 und zuletzt Amthausgasse 1.
Lit.: Schaufelberger, Bankwesen
Faulhorn
Schreckhorn
Favorite
Schanzeneckstrasse 25. Auf der 1861 vom
Manuelgut abgetrennten Parzelle wurde 1862 die Villa Bergheim errichtet. Der Name F. stammt aus der Zeit, als die französische Botschaft dort eingerichtet war (1880-1908). Danach wurde die F. ein Hotel, dann ein Alters- und Pflegeheim, das seit 1926 dem Diakonissenhaus gehört. Das Gebäude wurde 1935 aufgestockt.
Lit.: Brechbühl, Länggasse
Favrerain
1920-1933 Bezeichnung des Weges zwischen der Dietler- und der Kirchbergerstrasse.
Fédéral
1)
Della
Casa
2) Bärenplatz 31. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnetes Restaurant.
Federweg
Seit 1921 offizieller Name. Er soll von den hier liegenden Federn der Enten und Gänse herrühren, die sich im benachbarten Stadtbach geputzt haben.
Feldegg
1) Kleines Landhaus an der Bolligenallee Nr. 34.
2) Von 1908 bis 1965 Privatklinik am Fischerweg, heute Nrn. 7-13
3) In den Achtzigerjahren des 19. Jh. erbautes Vorstadthaus am Feldeggweg 3.
Feldegg-Spital
Feldegg 2)
Feldeggweg
Name von
Feldegg 3)
Feldgut
Melchenbühlweg 38. Landgut, das schon 1496 als Sollacker erwähnt ist.
Feldschlösschen
Café
Christen 1)
Feldsiechenhaus
Siechenhaus 1)
Fels, Felsen
Vannazhalde
Felsenau
Der Name dieses Landguts taucht erst im 19. Jh. auf. Der Bauernhof stand bei
der heutigen Wirtschaft F. (
Burgau),
Fährstrasse 2.
Felsenaubrücke
Bremgarten-Fähre
Felsenau-Fähre
1) Obere F.
Bremgarten-Fähre
2) Untere F. Seit den Siebzigerjahren des 19. Jh. befand sich bis 1908 zum Bau
des Seftausteges eine Fähre an seiner Stelle.
Felsenau-Kraftwerk
Felsenaustrasse 51. 1910 nach einer Bauzeit von 3 Jahren in Betrieb genommenes
Elektrizitätswerk von heute 10 Megawatt Leistung. Die benötigten Wasserrechte
hatte die
Spinnerei
Felsenau anfangs der Sechzigerjahre des 19. Jh. erworben und 1906 der Stadt
verkauft. Das zugehörige Stauwehr Engehalde und der 470 m lange Stollen
wurden gleichzeitig mit dem F. K. gebaut.
Felsenburg
Klösterlistutz 4. Der 1335 erstmals belegte Torturm an der
Untertorbrücke hiess im 17. und 18. Jh. auch Blutturm und Wachtturm. Seit dem 3. Jahrzehnt des 17. Jh. führt die Strasse von der Brücke her nördlich am Turm vorbei statt durch ihn hindurch. Die Gesamtrenovation von 1760 bringt auch den Bau eines neuen Torbogens durch Erasmus Ritter. Der Graben wird 1820 zugeschüttet. 1862 erwerben Private den Turm und entstellen ihn 1864 durch An- und Umbauten. Der Name F. stammt aus dieser Zeit.
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Felsenkeller
Im 19. Jh. Name des 1862 in die Ostwand des
Klösterlistutzes gesprengten Stollens.
Lit.: Howald, Brunnen 2
Ferme, La
Madrid
Ferrierhaus
1815 erwirbt die Stadt das F. von der Witwe des letzten Besitzers. 1816 wird
die Mädchenschule der obern Stadt, die sich seit 1725 im Aarbergergass-Schulhaus
befand, ins F. verlegt, das von da an offiziell Neuengass-Schulhaus heisst.
1828 wird auch die Knabenschule von der
Bollwerkschule
hierher verlegt. 1885 erfolgt der Umzug ins Speichergass-Schulhaus (
Gymnasium
Waisenhausplatz).
Standort: Neuengasse 26, 28 und 30 (nicht Schulhaus)
Fetzer, Hotel
Schweizerhof
Feuerwehrkaserne
Viktoriastrasse 70. 1935 von Hans Weiss erbaut. An der Südfassade «St.
Florian» von M. Perincioli (1943). Die Brandwache befand sich von ihrer
Gründung 1811 an bis 1902 im
Polizeigebäude
1) (südlich des Hauses Casinoplatz 2), dann bis 1907 in der
Hauptwache
(Theaterplatz 13) und hernach bis 1936 in der nachmaligen
Stadttheater-Direktion
(Nägeligasse 1).
Lit.: A. Riser, Die Feuerwehr der Stadt Bern, Bern 1936
Feuerwerker-Laboratorium
Im Turm des 1.
Murtentors befand sich das Laboratorium der Feuerwerker zur Herstellung der Brand- und Sprengmittel der bernischen Artillerie.
Finkenhaus, -häuslein
oder -hüttli Name eines Häuschens nordwestlich des
Beaulieus
1).
Finkenhubel
Der Name erinnert an einen der verschiedenen Finkenherde (Fangplätze), die bis 1798 als herbstliches Vergnügen des kleinen Burgers im Länggassquartier eingerichtet waren. Es finden sich auch Namen wie Lerchen- und Finkenhäuslein (heute noch Lerchenweg).
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
Finstergässchen
Das Schlüsselgässchen hiess bis 1881 auch F. sonnseits, während das heutige F. (schattseits) auch Kesslergassgässchen hiess.
Finstergässlibrunnen
Zähringerbrunnen
Fischbankkeller
Eine Kellerwirtschaft an der Kreuzgasse.
Lit.: Howald, Brunnen 2
Fischbrunnen
Waisenhausplatz-Brunnen
Fischer-Gut
1) Grosses Landgut im östl. Teil der Länggasse. Das 1640 erbaute und
1931 abgebrochene Wohnhaus stand auf der Parzelle Hallerstrasse 56. Der Name
Fischerweg erinnert an dieses Gut.
2) auch Hübeli genannt. Landgut an der Neubrückstrasse. Das kurz vor
1740 erbaute Haus wurde 1917 abgebrochen.
Standort: Bonstettenstrasse 2
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
3) auch Sulgenrain genanntes Gut mit einem Landhaus aus dem 18. Jh., das zu
Beginn des 20. Jh. von Henry B. von Fischer renoviert wurde. Abgebrochen in
den Sechzigerjahren des 20. Jh.
Standort: Sulgeneckstrasse 48
Fischer-Haus, Fischer-Häuser
1) Drei spätmittelalterliche Fachwerk-Häuser an der Schattseite der
Münstergasse, die 1861 dem östlichen Anbau der
Stadtbibliothek
weichen mussten.
Standort: Östlichste 5 Fensterachsen der Stadtbibliothek, Münstergasse
61
Lit.: KDM. 2
2)
Stadttheater-Direktion
3) Nydegggasse 15. Zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jh. schenkt der
Besitzer des Hauses seinen Oberhofner im Keller (Fischerkeller) aus.
Lit.: Howald, Brunnen
Fischerkeller
Fischer-Haus 3)
Fischermätteli
1) Seit dem 18. Jh. Flurname südwestlich des Schlossgutes
Holligen.
Standort des Wohnhauses: Holligenstrasse 76
2) Bahnhof F. Fischermättelistrasse 3. An Stelle des alten Stationsgebäudes
aus der Eröffnungszeit der Gürbetalbahn (1901) soll mit dem Neubau
des Bahnhofs Thun das hierher versetzte frühere Bahnhöflein von Scherzligen
(ca. 1925) errichtet worden sein.
3) Restaurant, Holligenstrasse 70. In den ersten Jahren des 20. Jh. eröffnet.
Fischermättelistrasse
Von 1903 bis 1941, als sie nach Nordwesten verlängert wurde, hiess die F. Fischermätteliweg.
Fischerstübli
Gerberngasse 41. Restaurant, das als Pintenwirtschaft im Neeser-Haus schon in der Mitte des 19. Jh. bestand. Der Populärname Dreckiger Löffel verlor sich im zweiten Viertel des 20. Jh. Als im ersten Jahrzehnt des 20. Jh. der Wirt Kohler hiess, lautete der Vulgärname Kohlerenschlucht in Anlehnung an die Schlucht des Hünibachs bei Thun, bei deren Eingang sich früher oft fahrendes Volk aufhielt.
Fischerweg
Fischergut 1)
Fleischmarkt
Spätestens seit 1778 findet der F. an der
Kesslergasse (heute
Münstergasse) statt.
Fleischschaal, Obere F.
Die Obere F. steht bis 1468 rittlings auf dem Stadtbach am Platz des heutigen
Simsonbrunnens.
1468 entsteht der grosse Bau zwischen Kram- und Rathaus (Metzger-) gasse, der
1665 unter Abraham Edelstein an der Südseite umgebaut wird. Teilweise nach
Plänen von Niklaus Hebler entsteht 1769 die F., die erst 1938 dem
Konservatorium
weichen muss.
Standort: Kramgasse 36
Lit.: KDM. 6
Fleischschaal, Niedere
Seit Beginn des 14. Jh. bis 1468 steht die N. F. oberhalb des heutigen
Gerechtigkeitsbrunnens
rittlings auf dem Stadtbach. Als Ersatz dient die
Fleischschaal
von 1468.
Flöhboden
Populärer Name für die
Kavalleriekaserne seit ca. 1850 (Ausbau des Dachstocks für Theoriesäle).
Florabrunnen
Standbild «Flora» des Bildhauers August Heer unter einem Rundsäulenbaldachin von Otto Roos, Bern. Der F. stand an der Landesausstellung 1914. Heute steht er im
Florapark.
Standort: Nördlich des Hauses Schwarztorstrasse 1
Lit.: Schenk, Brunnen
Florapark
Das letzte, südwestliche Stück des alten
Monbijou-Friedhofs wird 1916 in eine Promenade umgewandelt. Das Gitterportal stammt aus dem Mettlen-Gut in Muri. Rundpavillon in der Südecke:
Florabrunnen.
Lit.: KDM. 1
Fontanellazkeller
Bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg bestehende Kellerwirtschaft im Haus Kramgasse 46, die früher Guignard-Keller hiess.
Lit.: NBTb 1910
Forstgarten
Die als F. bezeichneten Pflanzschulen der burgerlichen Forstverwaltung wurden (bis auf den F. beim
Forsthaus Schermenwald) in den Jahren 1863/70 aufgehoben.
Forsthaus, Restaurant
Café
Kohler
Forsthaus Fischermätteli
Holligenstrasse 96. Das in den Fünfzigerjahren des 19. Jh. erbaute F. F. wurde 1903 durch einen Neubau ersetzt.
Forsthaus Muesmatt
Murtenstrasse 94. Das in den Fünfzigerjahren des 19. Jh. erbaute F. M. musste wegen der vorgesehenen Erweiterung des
Güterbahnhofs 1910 abgebrochen werden. Der heutige Bau steht rund 100 m nördlich des ursprünglichen.
Forsthaus Schermenwald
Papiermühlestrasse 120/122. Das zu Beginn der Sechzigerjahre des 19. Jh. erbaute F. Sch. (Nr. 120) dient seit dem Bau des Hauses Nr. 122 (1918) als Bannwarthaus. Es wurde 1947 umgebaut.
Forsthaus Tiefenau
Tiefenaustrasse 98. Nachdem lange Zeit ein Gebäude des Landgutes
Tiefenau als F. T. gedient hatte, wurde 1903 der heutige Bau errichtet.
Forsthaus Wylerfeld
Stauffacherstrasse 76. Das 1897 erstellte F.W. ging 1934 in Privatbesitz über.
Forum
Volkshaus
Français, Café
France
Français-Bad, auch
Francey-Bad
Frickbad
France
Das Hotel F. entstand in den Sechzigerjahren des 19. Jh. aus dem Café Français, das 1837 oder 1838 eröffnet worden war. Vor dem Ersten Weltkrieg lautete der Name France & Terminus. Später wurde es mit dem Hotel de la
Poste vereinigt. An seinem ursprünglichen Standort entstand das heute noch bestehende Café Brésil
Standort: Neuengasse 46
Francke-Haus
Gegen Ende des 19. Jh. erbautes Haus, in dem sich die Dalp'sche Buchhandlung, nachmals die Buchhandlung Francke befand. Abgebrochen am Anfang der Sechzigerjahre des 20. Jh.
Standort: Bubenbergplatz 8
Franziskanerkirche und -kloster
Barfüsserkirche,
Barfüsserkloster
Französische Kirche
Zeughausgasse 8. Seit 1269 ist der Dominikaner- oder Predigerorden in Bern ansässig. Die zum
Predigerkloster gehörende Kirche (Predigerkirche) entsteht in den letzten zwei Jahrzehnten des 13. Jh. 1534 werden Chor und Altarhaus in ein Kornhaus umgewandelt. 1702 entsteht im obersten Stockwerk des Chors der Musiksaal für das Collegium musicum, welcher eine Orgel enthält und 1723/24 nach Plänen von Niklaus Schildknecht renoviert wird. 1753/54 erfolgt der Abbruch des westlichsten Langhausjoches und der südseits angebauten
Marienkapelle. 1912 ersetzt der heutige Zwischenboden im Chor die Kornböden. Bei der Totalrenovation des Chors 1962/69 wird versucht, die Fehler von 1912 zu korrigieren. Die Lettnerorgel von 1934 ist die vierte nachreformatorische (frühere von 1724,1756 und 1828). Die Glocke im Dachreiter wurde 1728 für die
Heiliggeistkirche gegossen und ersetzt die ursprüngliche, die 1859 zersprungen ist. Ursprüngliches Patrozinium: Peter und Paul. Der Name tritt seit 1623 mit dem hier eingesetzten französischen (welschen) Pfarrer auf.
Lit.: KDM. 5
Fraubrunner-Haus
Zeerleder-Haus
Frauenarbeitsschule
Kapellenstrasse 4. Die 1888 eröffnete F. bezieht kurz vor 1910 den Neubau an der Kapellenstrasse. Seit 1962 heisst sie Frauenschule der Stadt Bern.
Frauenblauhaus
Blauhäuser
Frauengässli
Ryffligässchen
Frauenhaus
Städtisches Bordell, das von Amtes wegen von der Frau des Scharfrichters betreut wird. Das Gebäude von 1473 brennt 1523 ab und wird sofort wieder aufgebaut. Nach einem kurzen Unterbruch nach der Reformation bis gegen das Ende des 16. Jh. im Betrieb. Kurz vor 1895 abgebrochen.
Standort: Ryffligässchen 8
Lit.: KDM. 3
Frauenkappeler-Haus
Bis zu seiner Aufhebung 1486 besass das Nonnenkloster Frauenkappelen das Haus Junkerngasse 35.
Frauenrestaurant
Daheim
Frauenschule der Stadt Bern
Frauenarbeitsschule
Frauenspital
Schanzeneckstrasse 1. 1873-1876 errichtete der Kantonsbaumeister S. Salvisberg einen Neubau der Kant.
Entbindungsanstalt auf der Grossen Schanze. Die heutigen Bauten stammen von den Erweiterungen 1911/12, 1926/27, 1937 und 1949 (Poliklinik). Das Isoliergebäude stand 1886-1912.
Frauentor
Um 1256 erbauter Torturm der 2.
Stadtbefestigung,
abgebrochen 1621. Die gedeckte Holzbrücke zum heutigen Eingang der Aarbergergasse
hinüber hatte einen zehneckigen Pfeiler, der 1530 bei der Auffüllung
des Grabens überdeckt wurde und 1958 beim Bau der Metro-Garage zum Vorschein
kam. Das F. hiess auch Frauen- oder Predigerturm und Wyberchefi.
Standort: Westausgang der Zeughausgasse
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Frauenturm
Frauentor
Frehner, Café
Café
Friedli
Freieck
Gesellschaftsstrasse 38. Das in den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnete Restaurant hiess bis gegen die Jahrhundertwende «zum Rebstock».
Freie Gasse
Junkerngasse
Freiestrasse
1) 1880 angelegt. Der Name erinnert an die Frei-Besitzung, die der Stadt für
den Strassenbau geschenkt wurde.
2) Café, eröffnet zu Beginn des 20. Jh. Heute Pfarrhaus.
Standort: Freiestrasse 20
Freiheitsgasse
Die
Junkerngasse hiess in der Helvetik Freie Gasse. Dieser Name wurde in F. verfälscht.
Freitagsschanze
Erbaut 1622; vor dem 18. Jh. Schanze Hüter genannt. Ausgeebnet 1823/24.
Standort: Vom westlichsten Teil des
Amthauses nach Westen bis zur Zufahrtstrasse zur Parkterrasse
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Freudegg
1872 erbautes Vorstadthaus auf den Parzellen Seftigenstrasse 17 und 19.
Frey, Villa F.
Villa an der Schwarztorstrasse 71, in dem seit dem Ersten Weltkrieg eine Pension bestand. Das Haus wurde in den Sechzigerjahren abgebrochen.
Freya
Kurz vor dem Ersten Weltkrieg eröffnete, heute verschwundene Pension im Haus Genfergasse 11.
Frick, Café
Della Casa
Frickbad
Dieses am Westende der
Badgasse
gelegene Bad hiess im 19. Jh. Français-Bad (Francey-Bad). Der Name F.
ist eher von fricator ( = Bader, eigentlich «Abreiber») herzuleiten
als vom Geschlechtsnamen Frick. Man denke dabei an die Nähe der
Lateinschule
und an die bis ins 20. Jh. übliche Schreibweise Frikbad.
Standort: Badgasse 41-49 und vis-à-vis, nördlich der Badgasse
Lit.: Walthard, Description
Fricktreppe
Ursprünglich führte dieser Verbindungsweg zwischen
Münsterplatz
und
Badgasse
durch das
Michelistörli.
Der heutige Torbogen im Haus Herrengasse 1 wurde 1746 gebaut (
Stift).
Lit.: KDM. 1
Friedau
1) Aarstrasse 76. Bevor das Haus zuunterst im
Gerberngraben
1919 an die Stadt überging, hatte es einen sehr zweifelhaften Ruf.
2) Haldenstrasse 1. Ca. 1875 erbautes Haus.
Friedbühl
Mit der Errichtung des
Bremgarten-Friedhofs
1865 entstandener Name für das
Galgenhübeli.
Friedbühl-Schulhaus
Friedbühlstrasse 11. Das 1878/80 erbaute F. beherbergt seit der Eröffnung
des
Brunnmatt-Schulhaus
es 1903 die Hilfsschule.
Friedeck oder Berseth-Gut
Landgut im Monbijou nördlich des Sulgenbachs. Das Herrenhaus liess Beat Ludwig Berseth (1626-1691) 1684 bauen. Abgebrochen 1926.
Standort: Mühlemattstrasse 53/55
Lit.: KDM. 6
Friedenskirche
Kirchbühlweg 25. Die auf dem
Vejelihubel in den Jahren 1918/20 von Karl Indermühle erbaute Kirche bekam ihren Namen nach dem Friedensschluss nach dem Ersten Weltkrieg. Die am 21. November 1920 eingeweihte F. hat ein Geläute mit 4 grossen Glocken und eine 1943 umgebaute Orgel mit 43 Registern.
Friedheim
Landhaus, dessen Name im Friedheimweg erhalten geblieben ist. Zu Beginn des 19. Jh. hiess es Näherer Claretsack.
Standort: Friedheimweg 18
Friedhöfe
Barfüsserfriedhof,
Bremgarten-Friedhof,
Hausleute-Friedhof,
Insel-Friedhof,
Judenfriedhof,
Kirchhof,
Klösterli-Friedhof,
Monbijou-Friedhof,
Pestilenzacker,
Plattform,
Prediger-Kirchhof,
Rosengarten,
St.
Vinzenzen-Kirchhof,
Schosshalden-Friedhof.
Friedhof beim Holzwerkhof
Insel-Friedhof
Friedhof, Israelitischer
Judenfriedhof
Friedli, Café
Im Haus Spitalgasse 45 gab es in den Sechzigerjahren des 19. Jh. ein C. F., das zehn Jahre später Café Frehner hiess und dann verschwand.
Frienisberger-Haus
1529 an Stelle des Sässhauses des Klosters Frienisberg neu errichtetes Kornhaus. Abgebrochen kurz vor 1844.
Standort: Nördlich des Hauses Nydegggasse 15
Lit.: KDM. 2
Frikbad
Frickbad
Frisching-Haus
Junkerngasse 59. Nach den Besitzern im 18. Jh. Name des
Béatrice
von Wattenwyl-Hauses.
Frohberg
Landgut im östlichen Teil des Länggassquartiers. Das um 1760 erbaute Landhaus diente 1901-1913 als Deutsche Gesandtschaft. Abgebrochen 1931. Der F. hiess nach einem Besitzer im 19. Jh. auch Steigergut.
Standort: Hallerstrasse 60/62
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
Frohegg
Belpstrasse 51. Das in den Achtzigerjahren des 19. Jh. eröffnete Restaurant hiess ursprünglich Frohsinn.
Frohhain
Rabbental
Frohheim
1)
Holligen
2)
2) Wirtschaft an der Morillonstrasse 8, eröffnet in den ersten Jahren des
20. Jh.
Fröhlich-Schule
Einwohnermädchenschule
Frohsinn
1) In den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnete, heute verschwundene Wirtschaft
im Haus Lorrainestrasse 26.
2)
Frohegg
3) Münstergasse 54. Kurz vor Ende des 19. Jh. eröffnetes Restaurant.
Fröschenweiher
Ursprünglich Weiher auf dem
Inseli
1), dem heutigen Areal des Marzilibades. Seit der zweiten Hälfte des 19.
Jh. auch Populärname der
Schwimmschule.
Lit.: Gohl, Heilquellen
Frutinggarten, auch Frutiggarten
1734 für Jakob Fruting erbautes und 1878 für den Bau des
Naturhistorischen
Museums 2) abgebrochenes Haus mit grossem Garten, das um die Wende vom 18. zum
19. Jh. eine Wirtschaft enthielt und 1832-1850 das Heim
Morijah
beherbergte.
Standort: Hodlerstrasse 5
Fürsteinturm
Luntenturm
Fürstenbergstübli
Winkelried 1)
© Universitätsbibliothek Bern, Burgerbibliothek Bern 2002