[A] - [Ba-Bn] - [Bo-Bu] - [C] - [D] - [E] - [F] - [G] - [H] - [IJ] - [K] - [L] - [M] - [N] - [O] - [PQ] - [R] - [Sa-Si] - [So-Sy] - [T] - [U] - [V] - [W-Y] - [Z]
Bachhäuschen
Kleines Haus südlich der Freiburgstrasse, dort wo der Stadtbach diese unterquert.
Standort: Etwas nördlich des Hauses Freiburgstrasse 69
Bachstrasse
Der Name B. bezeichnete bis 1941 die heute zum Erlenweg gehörende Strasse westlich der Häuser Marzilistrasse 34-44.
Bäckereiweg
Der Name erinnert an die Bäckerei Arn, die seit der Überbauung der Konrad & Wyder-Besitzung (ca. 1880) am B. stand.
Bad
1) Äusseres
Ausserbad
2) Inneres
Innerbad
Bäder
Ausserbad,
Bubenseelein,
Frickbad,
Innerbad,
Inselibad,
Laufeneggbad,
Lorrainebad,
Marzilibad,
Mattenbühlbad,
Mattenhof,
Pelikan,
Schwimmschule,
Volksbad
Badergraben
Grabenpromenade
Baders Hahnen
Ein im 18. Jh. erwähnter privater Anschluss am städt. Trinkwassernetz
an der Südseite der
Spitalgasse.
Lit.: Morgenthaler, Trinkwasser
Badgassbrunnen
Hölzerner Brunnen, 1685 längs der Plattform-Ostmauer errichtet. 1747 durch eine steinerne Anlage ersetzt.
Standort: Gegenüber Badgasse 1
Lit.: KDM. 1
Badgasse
Bis in die Mitte des 19. Jh. hiess die B. Im Spitz oder Spitzlaube. Am Westende
der B. befand sich das
Frickbad.
An der Ostseite wurden 1828 zwei Bäder behördlich geschlossen. Die
Gärten gegen die Aare wurden beim Bau und beim Ausbau der
Aarstrasse
(1861/65 und 1966/67) erheblich verkleinert. In den Jahren 1916/32 baute die
Gemeinnützige Baugenossenschaft die Häuser 21-51 neu nach Plänen
von Karl Indermühle. 1951/52 wurden von der gleichen Bauherrin auch die
Häuser gegen den
Bubenbergrain
neu gebaut. Nr. 1a hat noch die Lauben, die einst die ganze Gasse säumten.
Im ausgehenden Mittelalter gab es auch Häuser am Fuss der Plattformmauer.
Lit.: KDM. 2
Badstöckli
Stöckli des
Ausserbades.
Standort: Sandrainstrasse 6
Badstubengraben
Grabenpromenade
Badweiher
Schwimmschule
Bahnhöfe
Fischermätteli 2),
Güterbahnhof,
Hauptbahnhof,
Obstbergbahnhof,
Südbahnhof 1).
Bahnhofplatz
Bei der Schleifung der Mauern und Türme der 3.
Stadtbefestigung
1830/32 entstand zwischen
Burgerspital
und
Neuengasse
ein Platz, der zuerst wegen der benachbarten Kavalleriekaserne Kasernenplatz,
dann bald Spitalplatz hiess. Auf ihm fand der Kabismarkt statt. Dieser Name
bezeichnete zuweilen den ganzen Platz. Bei der Einführung der
SCB
wurde der Kopfbahnhof auf dem westlichen, Hundmatte genannten Teil des Platzes
errichtet, während der östliche Teil fortan B. hiess.
Bahnstrasse
Vor 1960 hiessen die südwestlichen Teile der B. Ladenwandstrasse.
Balderstrasse
Der altgermanische Gott Baldur soll auf dem
Vejelihubel ein Heiligtum gehabt haben, wie 1914 in der Begründung der Benennung der B. angeführt wurde.
Bali
Café
Emmenthalerhof
Ballenhaus
1678 durch Überdachung der beiden gezinnten Mauerzüge nördlich
des
Schindelturms
erbaut. Seit 1697 fanden im B. Theatervorführungen statt. 1804-1820 war
es Exerzierhalle der Stadtgarnison. Abgebrochen 1820 für den Bau des
Casino1).
Standort: Ostflügel des
Parlamentsgebäudes, Bundesplatz 15
Lit.: KDM. 2
Ballenhausgässli
Bis zum Bau des
Casinos
1) 1820 Name der südlichen Fortsetzung des
Käfiggässchens
auf dem
Bundesplatz.
Die Achse des B. lag parallel zu der des Käfiggässchens, befand sich
aber ca. 10 m weiter östlich.
Ballenhausturm
Schindelturm
Ballonhalle
Papiermühlestrasse 92. Ursprünglich für die Fesselballone der Armee gebaut, diente die B. seit ca. 1910 auch als Hangar für Militär- und Privatflugzeuge.
Bank, Eidgenössische
Schweizerische
Bankgesellschaft
Bank in Bern
Diese Bank existierte von 1910 bis 1932.
Standort: Schwanengasse 8
Lit.: Schaufelberger, Bankwesen
Banken
Bankgesellschaft,
Bank
in Bern,
Berner
Handelsbank,
Boden-Creditanstalt,
von
Büren (
Effingerhaus),
Deposito-Cassa,
von
Ernst,
von
Ernst Armand,
Ersparniskasse
Burgerliche,
Ersparniskasse
für die Einwohner des Amtes Bern (
Marcuard),
Fastnacht
& Buser,
Gewerbekasse,
von Grenus (
Grenus-Haus),
Hypothekarkasse,
Kantonalbank,
Kreditanstalt
(
Marcuard),
Marcuard,
Müller
(
Tscharnerhaus
3),
Nägeli
(
Amthaus
1),
Nationalbank,
Schnell,
Spar-
und Leihkasse,
Wagner.
Bankenkeller
Hotelkeller
Bankgesellschaft, Schweizerische
Bubenbergplatz 3. Die 1863 als Eidgenössische Bank gegründete B. verlegte 1891 ihren Hauptsitz nach Zürich und trägt seit 1945 den heutigen Namen.
Lit.: Schaufelberger, Bankwesen
Bankgässchen
Name des Gässchens südlich des 1867 errichteten Gebäudes der
Eidgenössischen Bank, das 1952/53 die Schweiz.
Bankgesellschaft
neu erbauen liess.
Bannwartenhubel
Bawartehubel
Bannwartenweg
Glasbrunnenstrasse
Banques, Café des
National 1)
Bär, Grosser
1622 auf der
Gatschethöhe erbaute Bastion.
Standort: Areal des
Frauenspitals
(Schanzeneckstrasse 1) und der Generaldirektion
SBB
(Hochschulstrasse 6).
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Bär, Kleiner
1622 erstellte und 1834 ausgeebnete Bastion.
Standort: Bogenschützenstrasse
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Barcelona
1) Bis ins letzte Jahrzehnt des 19. Jh. hiess das im Ersten Weltkrieg verschwundene
Café B. Spanische Weinhalle.
Standort: Waisenhausplatz 9
2)
Cardinal
1)
Bäreck
Bärenplatz 2. Nach der 1861 wegen des Abbruchs erfolgten Verlegung des
Bärens
wurde im Neubau das Hotel de l'Europe eröffnet, das bis 1874 existierte.
Das heutige Haus B. mit dem gleichnamigen Restaurant entstand 1932.
Lit.: KDM. 6
Bären
Schauplatzgasse 4. Der 1519 eröffnete Gasthof befand sich bis 1861 im Haus
Bärenplatz 2 (
Bäreck),
das 1725 neu gebaut worden war. Der Neubau von 1860 am heutigen Standort des
B. wich 1958 zusammen mit dem Haus Bärenplatz 6 von 1853/54 einem modernen
Bau.
Lit.: KDM. 6
Bärenbrunnen
1)
Bärenplatz-Brunnen
2)
Zähringerbrunnen
Bärengraben
1) Nachdem schon seit 1480 in den Stadtgräben gelegentlich Bären gehalten
worden waren, wurde der erste B. 1513 am
Bärenplatz
eröffnet. Aufgehoben und zugeschüttet wurde der erste B. 1763. Der
nördlichste Teil des Bärenplatzes hiess schon im 15. Jh. gelegentlich
Tiergraben.
Standort: Zwischen den Häusern Bärenplatz 2 und 3, 5 und 7
2) Der zweite B. wurde 1764 eröffnet und 1825 aufgehoben. In den Jahren
1798-1810 stand er leer. Zugeschüttet wurde er 1830 beim Bau des Grossen
Zuchthauses.
Standort:
Bollwerkpost,
Süd-Teil, Bollwerk 25
3) Der dritte B. wurde 1825 eröffnet und 1857 wegen der Einführung
der
SCB
aufgehoben.
Standort: Eisenbahnareal nördlich des Stellwerks, Bollwerk 14
4) Der vierte B. (Muristalden 4) wurde in den Jahren 1856/57 von Tschiffeli
erbaut. 1892 wurde der «Bärenstein» («Erst Bär hie
fam») an der Nordseite der Brüstung eingesetzt. Dieser Stein war früher
im Portal des
Klösterli-Friedhofs
eingemauert gewesen. Der hintere, kleine Graben für Jungbären entstand
1924. Die Renovation von 1974/75 brachte einige betriebliche Erleichterungen
Lit.: KDM. 1
5) Café B. Muristalden 1. Kurz nach der Eröffnung der
Strassenbahn
B.-Bahnhof-Bremgarten-Friedhof (1890) entstand im nordöstlichen Zollhaus
der
Nydeggbrücke
das Café B.
Bärenhöfli
1) Hinteres oder altes B. In der Mitte des 19. Jh. bestehende, 1866 abgebrochene
Wirtschaft im südlichen Teil des Eckhauses Bundesplatz/Schauplatzgasse
(
Kantonalbank).
2) Vorderes oder neues B. Um die Mitte des 19. Jh. eröffnete Wirtschaft,
die vom 1. Juli 1867 an B. heisst und 1896 beim Abbruch des Hauses verschwindet.
Standort: Auf dem Bundesplatz, 20 m südlich des Hauses Käfiggässchen
32
3) Zeughausgasse 41. Im Anschluss an den Abbruch von 2) eröffnete Kaffeehalle.
Bärenplatz
An der Stelle des heutigen B. befand sich seit 1256 der Graben vor der 2.
Stadtbefestigung.
1513 wird der nördliche Teil als
Bärengraben
abgetrennt. 1578 verschwindet die Brücke vor dem
Käfigturm,
und 1579 wird der Südteil des Grabens aufgefüllt. Kurz vorher beginnt
die Überbauung des östlichen Zwingelhofes. Der Südteil des Platzes
wird zum Heu- und Holzmarkt. 1668/69 wird der Rossmarkt hierher verlegt. Nach
der Aufhebung des
Bärengrabens
wird auch dieser Platzteil ausgeebnet und heisst im nördlichsten Teil Holzmarkt
und im mittleren Teil Viehmarkt. Der Name B. kommt erst in der Mitte des 19.
Jh. auf.
Lit.: KDM. 2
Bärenplatz-Brunnen
1840 wird der neugotische Brunnen von Bargetzi (nach einem Entwurf von Rudolf
von Sinner) in der Nordwestecke des heutigen
Bundesplatzes
an Stelle des Fischbrunnens (
Waisenhausplatz-Brunnen
) aufgestellt. 1901 wird der B. in die Mitte des
Bärenplatzes
versetzt. 1904 wird die Sandstein-Plastik «Spielende Bären» von
F. Huttenlocher nach einem Entwurf von Rudolf Münger auf den Brunnen gestellt
(Bärenbrunnen). 1935 wird diese Gruppe durch den «Berner Söldner»
von W. Linck ersetzt.
Standort: Zwischen den Häusern Bärenplatz 4 und 9
Lit.: KDM. 1
Bärenstübli
Nach 1861 Name des Restaurants im Hotel
Bären.
Barfüsserfriedhof
Friedhof des
Barfüsserklosters,
dient nach der Reformation bis 1804 dem mittleren Teil der Stadt ; wurde dann
in einen
Botanischen
Garten umgewandelt und nach 1863 an Private verpachtet bis zum Bau des
Casinos2).
Standort: Hofgarten der
Stadtbibliothek
und westlichster Teil der
Herrengasse
Lit.: Bloesch, Bern
Barfüssergässlein
Bibliotheksgässchen
Barfüsserkirche
In der 1405 neu erbauten Kirche des
Barfüsser-
oder Franziskanerklosters fand 1528 die Berner Disputation statt. Die B.
wurde 1535 abgebrochen.
Standort: Nordostecke des
Casinos 2), Herrengasse 25 und nördlich davon
Lit.: KDM. 3
Barfüsserkloster
Die seit 1255 in Bern ansässigen Barfüsser (Franziskaner) mussten nach dem Stadtbrand von 1405 das B. neu aufbauen. Der Baubestand von 1483 blieb bis zum Teilneubau für die
Hochschule 1685 erhalten.
Standort:
Casino 2), Herrengasse 25
Lit.: KDM. 3
Bars
Gastgewerbe
Bastionen
Die
Stadtbefestigung
umfasste im Westen folgende 7 Schanzen und Bastionen (von Nord nach Süd)
:
1)
Freitagsschanze
2) B.
Hohliebe
2)
3) B.
Grosser
Bär
4) B.
Meyenburg
5) B.
Kleiner
Bär
6) B.
Christoffel
7) B.
Wächter
Nicht ausgeführt wurden die östlich anschliessenden B. Felsen (
Vannazhalde)
und
Marzili.
2)-5) bilden die Grosse, 6) und 7) die
Kleine Schanze.
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Baumann, Café
Café
Seiler
Baumgarten
1) Bolligenstrasse 18/20. Der Herrenstock aus dem 17. Jh. weicht 1740/50 dem
heutigen Herrenhaus, das 1844/45 nach Plänen von Friedrich Studer stark
erweitert wird. Der Dachausbau erfolgte um 1920. Die Restauration von 1957/58
stellte den früheren Zustand wieder her. Das Bauernhaus wurde 1690 erbaut.
Lit.: KDM. 6
2)
Beaulieu
Baumgarten, Vorderer
Bolligenstrasse 12. Zu Beginn der Achtzigerjahre des 19. Jh. erstmals erwähntes Landhaus.
Baurgut
Rabbental
Bavaquerain
Bis zum Anfang des 19. Jh. Name einer Parzelle im
Engemeistergut.
Standort: Hang westlich des Tiefenauspitals
Bawartehubel, Bannwartenhubel
Östlichste Erhebung im Gr. Bremgartenwald (Koord.: 598900/201600)
Béatrice von Wattenwyl-Haus
Junkerngasse 59. 1446 Zusammenschluss des östlichen und mittleren Teils des Hauses. Der westliche Teil, das frühere Sässhaus des Klosters Interlaken kommt 1705 dazu. Die Renovation von 1957/58 hat versucht, den Zustand nach dem Umbau von 1560/62 zu restaurieren. Mit Vertrag von 1929 geht das Haus nach dem Tode des Donators Jakob Emanuel von Wattenwyl 1934 an die Eidgenossenschaft über und trägt seither den Namen der Gattin des Verstorbenen. Es dient heute für Empfänge des Bundesrates.
Lit.: KDM. 2
Beaujolais, Le
Café
Schmutz
Beaulieu
1) Hochfeldstrasse 101. Landgut westlich der Neubrückstrasse. Das heutige
Herrenhaus wurde 1735 errichtet. Sein Vorgängerbau ersetzte zu Beginn des
17. Jh. vermutlich eines der beiden
Bremgartnerhäuser,
Baumgarten genannt.
Lit.: NBTb 1933
2) Erlachstrasse 3. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnetes Restaurant.
Beaumont
1) Kurz vor 1845 erbauter Landsitz an der Südwestecke der Verzweigung Schwarzenburgstrasse/Seftigenstrasse.
Nach einem Besitzer hiess es im 19. Jh. auch Bürkigut.
Standort: Seftigenstrasse 10
2) Seftigenstrasse 32. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnete Wirtschaft.
Beaumontweg
Name nach dem Landgut Beaumont. Der B. hiess vor 1915 Oberer B., der heutige
Bürkiweg
dagegen Unterer B.
Beauregard
Simplon
Beau-Séjour
In der Zeit des Ersten Weltkriegs bestehende Pension im Haus Frohbergweg 14.
Beau-Site
1) Das in der Mitte des 19. Jh. zum herrschaftlichen Landhaus ausgebaute Gebäude
wird 1932 abgebrochen. Dort befand sich vor der Eröffnung des
Beaulieus
2) eine Wirtschaft.
Standort: Länggass-Strasse 14
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
2) Schänzlihalde 11/17. Das im 1. Jahrzehnt des 20. Jh. als Hotel eröffnete
Gebäude wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg Privatspital.
3) Landhaus an der Muristrasse. Das dazugehörige Bauernhaus hiess Bodenscheuer.
Standort: Muristrasse 73
Beginenhäuser
Vor der Reformation gab es in Bern folgende B.:
1) Graue Schwestern, welche Kerzen herstellten im Haus Herrengasse 9, nach 1518/20
Junkerngasse 41.
2) Weisse Schwestern, welche Hostien backten im
Bröwenhaus.
3) 1331 in Meister Jordans Haus, Junkerngasse 48.
4) «an der Bruck» bis 1288 ausserhalb der Stadt, dann in der Stadt,
vermutlich in der Mattenenge.
5) «bei den Predigern» im Dietrichshaus, dem hintern Teil des
Schützenhauses,
vermutlich Zeughausgasse 17.
Lit.: KDM. 2; Howald, Brunnen 1
Bei den Eichen
Parkartige Waldparzelle in der Südostecke der Kreuzung Neubrückstrasse/Studerstrasse. 1809 wurde die
Kühhütte abgebrochen. Mit 350 Baumarten entstand eine botanische Sammlung (Arboretum), die heute noch zum Teil besteht. Es wurde auch ein Pavillon errichtet. 1893 Studerstein eingeweiht (Erinnerung an Gottlieb Studer, 1804-1890, der von dort, vom Eichplatz aus ein Alpenpanorama gezeichnet hat).
Bei der grossen Tanne
Name im Könizbergwald (Koord.: 597900/198500).
Beinhaus zu St. Vinzenzen
Michaelskapelle
Belletruche-Keller
Kurz vor dem Ersten Weltkrieg geschlossene Kellerwirtschaft, deren Name auf das Rebgut am Genfersee hinwies.
Standort: Junkerngasse 41
Bellevue
1) Landhaus an der Seftigenstrasse 95.
2) Landgut von 1); es umfasste in der Gde. Bern das Areal des
Zieglerspitals.
3) Militärstrasse 42. Gegen Ende der Siebzigerjahre des 19. Jh. zusammen
mit der
Kaserne
4) entstandene Wirtschaft.
4) Kochergasse 5. Das 1864 westlich der (neuen)
Münzstatt
erbaute Hotel wird 1911 mit dieser und dem
Hallerhaus
3) abgebrochen und neu gebaut. Seit dem letzten Jahrzehnt des 19. Jh. lautet
der Name Bellevue-Palace.
5) Pension
Lötschberg
& International
Bellevue-Garage
Gerberngraben
Belmont
1) Landgut bei der Äussern Enge. Standort des Hauses: Reichenbachstrasse
6
2)
Engehof
3)
Enge,
Äussere
Belpstrassbrunnen
Brunnen an der Ostseite der Anlage an der Schwarztorstrasse. Nach einem Entwurf des Bildhauers Bergmann für den Garten des Musterhotels «Hospes» an der Landesausstellung 1914 ausgeführt.
Lit.: Schenk, Brunnen
Belvedere
Münzterrasse, Rundterrasse beim
Münztor.
Belvoir
1) Villa an der Schänzlistrasse 25, vormals Bauernhaus des Obern
Spitalackergutes.
2) Name der Überbauung am Westende der
Lerberstrasse
(1970/73).
Benz, Café
In den Sechzigerjahren des 19. Jh. gab es im Haus Münstergasse 68 ein Café B.
Berchten, Café
Luntenhüsi
Berchtoldsbrunnen
Zähringerbrunnen
Bergheim
Favorite
Bern
Herzog Berchtold V. von Zähringen, Rektor von Burgund, gründete um
1190 (traditionell wird 1191 angenommen) B. und sicherte den östlich davon
gelegenen Aareübergang mit der
Burg Nydegg.
B. gehörte territorial zum Reichshof Bümpliz und kirchlich zur Augustinerpropstei
Köniz. Von 1276 an trennte der Graben östlich des
Heiliggeistspitals
die Kirchgemeinden B. und Köniz. Die Gründungsstadt reichte vom untern
Ende der
Gerechtigkeitsgasse
bis zum
Zytglogge
(Zähringerstadt). 1256 erfolgte eine erste Erweiterung bis zum
Käfigturm
unter der Herrschaft Peters von Savoyen (Savoyerstadt, innere Neuenstadt). Die
bis zur Schleifung der Schanzen im 19. Jh. letzte Stadterweiterung bezog 1344/46
auch das Heiliggeistspital ein (äussere Neuenstadt).
Stadtbefestigung.
Der Name B. scheint keltischen Ursprungs zu sein. Er ist 1208 erstmals belegt.
Lit.: KDM. 1
Berna
1) Von den Sechzigerjahren des 19. Jh. bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg gab
es im Haus Schauplatzgasse 33 ein Café B., das bis gegen 1880 Bernerhalle
hiess.
2) In der Zeit des Ersten Weltkriegs bestehende Pension im Haus Schanzeneckstrasse
19.
3) Kinema B. Im Hause Beundenfeldstrasse 32 gab es zu Beginn des Ersten Weltkrieges
für kurze Zeit ein Kino B.
Bernabrunnen
Der B. wurde 1858 errichtet. Erst 1863 wurde die Bernastatue von Raphaël Christen aufgestellt. Bei dieser Gelegenheit wurde die zuerst falsche Reihenfolge der «4 Jahreszeiten» berichtigt.
Standort: Hof des
BundeshausWest
West
Lit.: Schenk, Brunnenchronik
Bernerhalle
Berna
1)
Berner Handelsbank
Diese 1862 gegründete Bank übernahm 1916 die Privatbank Grenus & Cie
(
Grenus-Haus
) und ging 1938 an die
Bankgesellschaft
über. Standorte: Bis in die Neunzigerjahre des 19. Jh. Spitalgasse 40,
dann für knapp zwei Jahrzehnte Bundesgasse 4, zuletzt Bundesgasse 14
Lit.: Schaufelberger, Bankwesen
Bernerhof
Bundesgasse 3. Das 1859 eröffnete Hotel, das anfangs französisch «Hôtel de la Couronne» hiess, liess der Wirt der bisherigen
Krone 1), Krafft, in den Jahren 1856/58 von Friedrich. Studer bauen. Zu diesem Zweck musste der
Viehmarkt an den Klösterlistutz verlegt werden. In den Jahren 1907/08 wurde der B. umgebaut und von 185 auf 220 Betten vergrössert. Seit 1923 gehört der B. der Eidgenossenschaft und dient als Verwaltungsgebäude.
Lit.: Livre d'or du Grand Hôtel et Bernerhof, Berne 1913
Bernhardsbrunnen
1285 ist der Brunnen von
Brunnadern
beato Bernhardo geweiht.
Bern-Neuenburg-Bahn
Dekretsbahn
Bersethgut
Friedeck
Bersethweg
Bis 1964 Name dreier paralleler Verbindungswege zwischen Bovet- und Sulgenbachstrasse, welcher an die Besitzer der
Friedeck erinnerte.
Bertha Trüssel-Haus
Haushaltungsschule
Besenscheuer
Bauernhaus in der Nordwestecke der Kreuzung Schwarzenburgstrasse/Eigerplatz, abgebrannt am 22. Mai 1893.
Standort: Schwarzenburgstrasse 2
Besenscheuerweg
Tscharnerstrasse
Bethanien
Tiefenau
Bethlehemgrübli
Senke im Gr. Bremgartenwald zwischen
Glasbrunnen und Murtenstrasse (Koord.: 597200/200050).
Bethlehemsträsschen, -weg
Glasbrunnenstrasse
Bettlerbrünnlein
Seit dem Bau des
Burgerspitals
Name des Brunnens bei der
Passantenherberge.
Lit.: Morgenthaler, Trinkwasser
Beundenfeld
1) Flurbezeichnung beidseits der Papiermühlestrasse zwischen Laubeggstrasse
und
Guisanplatz.
2) Kasernenstrasse 31. In den ersten Jahren des 20. Jh. eröffnete Wirtschaft.
Sie ersetzte den
Beundenhof.
Beundenfeld, Unteres
Am Ende des 19. Jh. Name der Häuser Scheibenstrasse 21-25.
Beundenhof
Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eine Wirtschaft an der Schönburgstrasse in der Nähe der
Kaserne 4).
Beundenweg
Vom letzten Viertel des 19. Jh. an bis 1941 Name des nördlichen Teils der Schönburgstrasse.
Bibliothekgalerie
1773/75 errichtetes Gebäude als nördliche Fortsetzung des Westflügels
der
Hochschule.
Letztes Werk von Niklaus Sprüngli. 1790/91 Bau des Verbindungstrakts zum
Ankenwaagkornhaus.
1801 Aufstellung der ornithologischen Sammlung aus dem Legat Pfarrer Sprünglis.
Daher im ganzen 19. Jh. der Populärname Vögelibibliothek. 1813-1894
Historisches Museum (1881-1894 auch die Bestände aus dem
Zeughaus
umfassend). 1813-1881 Naturhistorisches Museum. 1905/09 abgebrochen. Die Nordfassade
der B. wird 1911 unter Schutz gestellt und am
Thunplatzbrunnen
wieder aufgerichtet.
Standort: Südabschluss der Hotelgasse, vor dem heutigen Westausgang der Herrengasse
Lit.: KDM. 3
Bibliotheksgässchen
Seit 1881 offizieller Name des früheren Schulgässleins, das bis ins 18. Jh. auch Barfüssergässlein hiess.
Bider-Denkmal
Das Denkmal für den Flugpionier Oskar Bider (1891-1919) schuf Hermann Haller. Es wurde 1924 eingeweiht.
Standort: Kavaliere der
Kleinen
Schanze
Biergarten
Aarbergerhof 2)
Bierhalle
In den Sechzigerjahren des 19. Jh. gab es im Haus Aarbergergasse 9 ein Restaurant B.
Bierhalle, Bayrische
1)
Volkshaus
2)
Löwen
Bierhalle, Berner
Prinzhalle
Bierhaus, Deutsches
Name einer Wirtschaft um die Mitte des 19. Jh.
Standort: Brunngasse 17
Bierhübeli
Seit dem 18. Jh. Name der Häuser oberhalb des Neubrückstutzes. Die 1729 belegte Wirtschaft B. brannte 1847 ab. Sie befand sich am Ort des Hauses Bierhübeliweg 22. Nach Auflösung des
Krähenbühlleists wurde dessen Gesellschaftshaus zur neuen Wirtschaft B. Der heutige Bau, Neubrückstrasse 43, stammt aus dem Jahr 1912.
Bieri, Café
1) Café
Aebi
2) Kornhausplatz 5. Die schon in der ersten Hälfte des 19. Jh. bestehende
Pintenwirtschaft heisst in der zweiten Jahrhunderthälfte Café Zingg,
nach dem Ersten Weltkrieg Café B. Der Populärname Schmales Handtuch
verlor sich mit dem Neubau der frühen Sechzigerjahre des 20. Jh., in dem
das Restaurant Chindlifrässer eröffnet wurde.
Bigler, Café
Um die Mitte des 19. Jh. gab es im Haus Aarbergergasse 6 eine Speisewirtschaft Gyger, die später Andres hiess. Im ersten Viertel des 20. Jh. hiess das Restaurant Café B.
Birago'sche Brücke
Schwellenmätteli-Fähre
BKW-Verwaltungsgebäude
Viktoriaplatz 2. Das Verwaltungsgebäude der Bernischen Kraftwerke erstellte 1915/16 Architekt Bösiger.
Blankenburg-Haus
Erlacherhof
Blasermätteli
Nach dem damaligen Baudirektor genannte Trammanövrieranlage auf dem
Bubenbergplatz,
erstellt 1930, entfernt 1972.
Blatternhaus
1) 1498 unter der
Sandfluh
erstelltes Spital für die vom Mal de Naples Befallenen. Diese Seuche wurde
1495 durch den Zug Karls VIII. nach Neapel in Westeuropa verbreitet. 1528/29
geht das B. vom
Niederspital
an die Stadt über, welche es 1601 zum
Siechenhaus
2) verlegt. Das B. dient bis zum Bau des
Deutschfasshauses
1637 als Fasshaus.
Standort: Ungefähr Altenbergstrasse 6
2) Bolligenstrasse 135. 1598/1601 erbaut und mit dem
Siechenhaus
2) unter die gleiche Verwaltung gestellt. Nach dem Bau des
Blatternspitals
1760/64 innen umgebaut. 1784/85 und 1831/34 um je ein Stockwerk erhöht
und Kurhaus genannt.
Lit.: KDM. 1
Blatternspital
Bolligenstrasse 127. 1756/59 von Ludwig Emanuel Zehender im Rohbau fertiggestellt, erst 1765 vollendet. Am Hauptportal Rocaillekonsolen von J. F. Funk. Vor dem B. befanden sich dort Bauten des heute im Gebiet der Viertelsgemeinde Ostermundigen liegenden Mösligutes.
Lit.: KDM. 1
Blauhäuser, offiziell Arbeitshäuser
Nach der blaugestreiften Kleidung der Insassen benannte Arbeitserziehungsanstalten.
1) Frauenblauhaus. 1783 zweistöckiger Holzbau im Zwingelhof der 3.
Stadtbefestigung
errichtet. 1826 beim Bau des
Grossen
Zuchthauses abgebrochen.
Standort: Ostflügel der
Bollwerkpost
2) Männerblauhaus. 1786 zweistöckiger Steinbau im Zwingelhof errichtet.
Es dient von 1834 bis zu seinem Abbruch 1893 als Infirmerie des
Grossen
Zuchthauses.
Standort: Speichergasse 8/Südecke des
Amthauses
Lit.: KDM. 3
Blausäure
Café
Zytglogge
Blindenanstalt
Privat-Blindenanstalt
Blindenheim
Neufeldstrasse 95/97. Das vom Bern. Blindenfürsorge-Verein getragene B. wurde 1896 im Haus Länggassstrasse 75 eröffnet. Schon 1897 zog es ins Haus Neufeldstrasse 31 und wurde 1902 durch das Haus Nr. 29 erweitert. Der Umzug an den heutigen Standort erfolgte 1929, die Neubauten wurden 1964/67 errichtet.
BLS-Verwaltungsgebäude
Synagoge
3)
Blume
Um 1860 eröffnete Wirtschaft im Haus Neuengasse 17 (
Emmenthalerhof).
Blumenberg
Villa an der Schänzlistrasse 31, früher Blumenrain genannt.
Blumenhain
Blumenrain
1)
Blumenrain
1) Seit dem frühen 19. Jh. Name des Hanges zwischen Rainmattstrasse und
Marzili (anfangs auch Blumenhain).
2) Name der Häuser Taubenstrasse 14 und 16 (auch Rain genannt) sowie der
Häuser Sulgeneckstrasse 19 und 27. Taubenstrasse 14 (Architekt: Carl Ahasver
von Sinner) und 16 (abgebrochen 1969).
3)
Blumenberg
Blumenstein-Strasse
Oberrichter Blumenstein (1825-1882) erwarb 1864 ein Landgut zwischen Länggasse und Freiestrasse. 1892 wurde es gegen die Freiestrasse und 1924 gegen die Länggasse hin überbaut. Dabei verschwand das Wohnhaus, das aus der Mitte des 17. Jh. datierte.
Standort des Landhauses: Länggass-Strasse 75 und 77
Blutturm
1) Der Name B. stammt von Gruner. Der im dritten Viertel des 15. Jh. errichtete
Turm wurde vermutlich nie für Folterungen oder Hinrichtungen benützt.
Die früheren Namen heissen Aaren-, Pulver-, Aarenpulver- oder Wasserpulverturm.
Am Ende des 18. Jh. heisst der B. wegen des dort gelagerten Pechs für Fackeln
auch Harzturm. Der B. ist mit dem Harzwürsttürmchen, das Durheim erwähnt,
identisch. 1806 wird der B. Leichenhalle der
Anatomie,
seither dient er verschiedenen Zwecken.
Lit.: Hofer, Wehrbauten; Gruner, Deliciae
2)
Felsenburg
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