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Aarbergergasse
Seit 1798 ist der Name A. für die frühere Golatenmattgasse offiziell. 1279 ist der Flurname Golatenmatten belegt.
Aarbergerhof
Aarbergergasse 40. 1) Am Anfang der Fünfzigerjahre des 20. Jh. neu erbautes
Haus. A. hiess auch schon der frühere Bau. 2)
Corso
Aarbergertor, Äusseres
1. Tor: In den ursprünglichen Schanzenplänen nicht vorgesehen, in
den Jahren 1624-1627 von Daniel Heintz II. erbaut. Abgebrochen 1823/24.
2. Tor: 1826 erstellter spätklassizistischer Bau mit Gittertor und Wachthäusern
nach Plänen von Johann Daniel Osterrieth. 1889 wird das Gitter bei der
Tieferlegung der Strasse entfernt. 1893 wird das östliche Torhaus abgebrochen.
Das westliche Torhaus wird 1905 zur Aufnahme des Schweiz. Schulmuseums (
Schulwarte)
erweitert. Abgebrochen 1961. Von 1881 bis 1893 waren hier die Abart'schen Bären
vom
Murtentor
aufgestellt.
Standort: Zwischen Stellwerk (Bollwerk 14) und Speichergasse
Lit.: Hofer, Wehrbauten
Aarbergertor, Inneres
Golatenmatttor
Aarbergstrasse
Bis zum Abbruch des Äussern
Aarbergertors
hiess der von dort bis zum
Henkerbrünnli
führende Teil der Neubrückstrasse A.
Aarberg-Valangin-Haus
Junkerngasse 26. Der Ostteil des heutigen Hauses war Sässhaus der Grafen
von A.-V. Das Wappenrelief Johannes III. v. Aarberg aus den Achtzigerjahren
des 15. Jh. wurde 1910 etwas stadtaufwärts versetzt.
Lit: KDM. 2
Aarbühl, Oberer Sandrain
Landgut zwischen Sandrainstrasse und Aarbühlweg, nach den Besitzern zu Beginn des 20. Jh. auch Lindtgut genannt. Der Gartenpavillon von 1770 wurde 1964 in den Garten des Lindenhofs in Belp versetzt.
Standort: Sandrainstrasse 109/111
Aare
Der Name des Flusses, in dessen südlichster Schleife die Altstadt von
Bern
liegt, ist keltisch und hat vermutlich «Ära» gelautet. Belegt
ist die gallo-römische Namensform Arura.
Aareggweg, Oberer und Unterer
Schärlochweg
Aarenturm
Blutturm
Aarenpulverturm
Blutturm
Aargauerstalden
1750-1758 nach dem Projekt des Piemontesen Mirani, nachmals Inspektor der bernischen
Strassen, unter teilweiser Abtragung und Aufschüttung der
Sandfluh
erstellt. Gleichzeitig wird die Papiermühlestrasse bis zur Gemeindegrenze
in der heutigen Breite gebaut. Anfangs hiess der A. Neuenweg oder Äusserer
Stalden. 1941 wird die Fahrbahnwölbung stark gemildert, und die tiefen
Abzuggräben werden ausgefüllt.
Lit.: KDM. 1
Aargauerstalden, Alter
Vor 1603 gebaut. In der Folge konnte die
Haspelgasse für den Fahrverkehr gesperrt werden. Der nicht ausbaufähige Alte A. wurde 1758 durch den
Aargauerstalden als Ausfallstrasse abgelöst.
Lit.: KDM. 1
Aargauerstalden-Denkmal
Ästhetisch befriedigte das 1761 aus Sandstein errichtete Denkmal zur Vollendung
des
Aargauerstaldens
nie. Seine Form trug ihm den Populärnamen Kaffeemühle ein. 1815 wurde
es durch den roten Granitfindling ersetzt, wobei der Text unverändert übernommen
wurde.
Lit.: KDM. 1, Howald, Brunnen 2
Aarhof
Harnischturm
Aarstrasse
In den Jahren 1861-1865 als Verbindung von der
Matte zum
Marzili erstellt. 1966/67 verbreitert; dabei wird die alte Steinbrüstung durch ein Metallgeländer ersetzt. Ursprünglich hiess die A. Matten-Marzilistrasse.
Aarziele
Im 18. u. 19. Jh. verfälscht aus
Marzili.
Aarzieledrittel
Stadteinteilung
Aebi, Café
Die im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. als Café Bieri eröffnete Wirtschaft
hiess vor dem Ersten Weltkrieg Café Kiener, nach dem Ersten Weltkrieg
Café Ae. ; heute Casa d'Italia.
Standort : Bühlstrasse 57
Aebimatte
Muesmatt
Aebischlössli
1929 abgebrochenes Landhaus aus dem 19. Jh. Der Name A. nach den Besitzern von 1832 bis 1902 ersetzt seit Anfang des 20. Jh. die frühern Namen Schlössli, Muesmattschlössli oder Lindengut oder -schlössli.
Standort: Bühlstrasse 14
Lit.: Morgenthaler, Felsenau
Adler, Goldener Adler
Gerechtigkeitsgasse 7. Den 1489 als Weisses Kreuz erstmals erwähnten Gasthof
erwirbt 1763 Gabriel Thormann. Er kauft das schmale östlich anstossende
Haus dazu und lässt (vermutlich durch Niklaus Hebler) in den Jahren 1764/66
den Neubau errichten. Seit dem 1. Februar 1766 heisst das Haus zum G.A. Beim
Gesamtumbau von 1953 kommt das Schild von 1766 wieder zum Vorschein; der Name
wird in A. vereinfacht.
Lit.: KDM. 6
Affen
Kramgasse 5. Die 1321 gegründete Steinhauerbruderschaft vereinigt sich 1431 mit der Münsterbauhütte zur Gesellschaft zu A. Schon vor 1389 hat die Bruderschaft das Haus Kramgasse 1 bezogen. Diese Liegenschaft, 1539 neu erbaut, 1694 durch Samuel Jenner umgebaut, bleibt bis 1832 Gesellschaftshaus. In diesem Jahr wird das heutige, in den frühen Dreissigerjahren des 18. Jh. an Stelle des Hauses der Zigerli von Ringoltingen erbaute Haus bezogen.
Lit.: KDM. 2, 6
Affolter-Häuser
Nach dem vormaligen Besitzer im letzten Viertel des 19. Jh. Name der Häuser Gesellschaftsstrasse Nrn. 29, 33 und 35.
Aegertenstrasse
In der Verlängerung des südlichen Teils der 1887 angelegten Ae. befindet sich die Ruine Aegerten (Gde. Köniz).
Aegidiuskapelle, Gilgenkapelle
Die 1344 geweihte Kapelle stand auf den Fundamenten einer früheren Kapelle und eines gallorömischen Tempels. Sie wurde 1534 abgebrochen, nachdem sie schon 1512 an die Stadt übergegangen war. Die Fundamente eines zweiten, kleineren Tempels fanden sich in der Nähe.
Standort: Wenig östlich des
Engemeister-Gutes
, Reichenbachstrasse 142
Akademie
1) Die alte, 1528 gegründete A., meist Hohe Schule oder Collegium zu Barfüssern
genannt, war vor allem eine Theologenschule und erhielt erst im 17. und 18.
Jh. auch Lehrstühle für Eloquenz, Recht und Mathematik.
2) Die 1805 durch den Kanzler A.F. von Mutach neu gegründete A. war die
Vorläuferin der
Universität
1).
Standort 1) und 2):
Hochschule,
heute
Casino
2), Herrengasse 25
Lit.: Haag, die Hohen Schulen zu Bern, Bern 1903
Alexandraweg
Die russische Grossfürstin Anna Feodorowna (1781-1860) nannte diesen Weg in ihrem Landgut
Elfenau nach der Gattin des Zaren Nikolaus I., Alexandra Feodorowna geb. Charlotte von Preussen (1798-1860). Der Name ist seit 1920 offiziell.
Alhambra
Hirschengraben 24. 1908 erbauter Saal des Hotels National (
Maulbeerbaum).
Alkoholverwaltung, Eidgenössische
Länggassstrasse 31. Das stark dem Jugendstil verhaftete Gebäude erstellte
1903/04 A. Hünerwadel. Das Chemiegebäude der Eidg. A., Länggassstrasse
35, wurde 1894/96 erbaut, das Verwaltungsgebäude, Länggassstrasse
37, 1948 bezogen.
Allmendstrasse
Die A. hiess 1887-1911 Allmendweg.
Alpenblick
Kasernenstrasse 29. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnetes Hotel.
Alpenegg
Alpeneggstrasse 14. Auf dem früheren Landgut Hübeli wurde 1826 die heutige Villa erbaut.
Alpes, Café des
Zähringerstrasse 15. In den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnete Wirtschaft, die eine Nachfolgerin der Kaffeewirtschaft in der
Falkenburg 1) war. Heute: Wohnheim für Betagte.
Alpines Museum
Helvetiaplatz 4. Die Stiftung «Schweiz. Alpines Museum» eröffnet
ihre Schausammlung 9. Juli 1905 im Hauptsaal des
Rathauses
des Äussern Standes. Am 15. Dezember 1934 wird die Ausstellung im neuen
Gebäude eröffnet (
Postmuseum).
Altenberg
1) Seit alters Name des rechtsufrigen Nordhanges der Aare. Name von altus mons
(= hoher Berg).
2) Restaurant
Altenbergbad
Altenbergbad
Uferweg 4. Kurz nach dem Bau des
Altenbergstegs
(1834) wurde unter dem Namen Cafe du Pont das A. eröffnet. 1862 wurde ein
Flussbad eingerichtet. Seit der Übernahme durch Rupert Gassner 1884 besteht
nur noch das heutige Restaurant Altenberg.
Altenbergbrauerei
Gassner 1)
Altenbergdrittel
Stadteinteilung
Altenberg-Gut
Landgut am Altenbergrain. Es reichte ungefähr von den
Lehrwerkstätten bis zur Rabbentaltreppe.
Altenbergsteg
Am 1. Mai 1823 nahm an der Stelle der heutigen Brücke eine Fähre den
Betrieb auf. Sie wurde in den Jahren 1833/34 durch eine Holzbrücke mit
Zollhaus ersetzt. Die heutige Kettenbrücke wurde am 2. November 1857 eröffnet,
nachdem sie in der Oltener Werkstätte der
SCB
konstruiert und von Ingenieur Gränicher montiert worden war. Länge
54 m, Breite 2,3 m.
Lit.: KDM. 1
Altenbergstrasse, Obere
Vor 1880 Name der Schänzlistrasse.
Altenberg-Wartturm
Vom 14. bis ins 16. Jh. erwähnter Turm.
Standort : Vermutlich am südlichen Ende der Schönburgstrasse
Lit.: KDM. 1
Altenbergweg, Oberer
Sonnenbergweg
Altenrain
Altrain
Altersheim Schönegg
Greisenasyl
Althof
1) In der ersten Hälfte des 20. Jh. Name des Hofes zwischen den Häusern
Marktgasse 46-54, Waaghausgasse 5 und 7 und Zeughausgasse 35-41. Den Zugang
zum A. bildete das Althofgässchen, welches (heute ohne offiziellen Namen)
das Haus Waaghausgasse 7 durchquert.
2) Während des Ersten Weltkriegs lag am A. 1) die Pension A.
Althaus
Tollhaus
Altisheim
Rabbentalstrasse 71. Vor dem Bau der
Kornhausbrücke entstandene Villa, die heute unter der Brücke liegt.
Altrain
Oberweg 1. In den Sechzigerjahren des 19. Jh. erbaute und bis ca. 1880 Altenrain genannte Villa.
Amphitheater
Die Mauern des römischen A. wurden 1880 entdeckt und als Wasserreservoir gedeutet. Erst die Ausgrabungen von 1956 nach dem Abbruch des
Pulverturms 4) legten das A. mit einer Ausdehnung von 27,55 auf 25,30 m frei.
Standort: Nordöstlich der
Matthäuskirche, Reichenbachstrasse 114
Lit.: BZfGH 1937
Amselweg
hiess vor 1898 Ziegelweg.
Amthaus
1) Das A. an der Amthausgasse 7, das Haus der früheren Privatbank Nägeli
& Co., löste 1847 die
Amtsschreiberei
3) ab.
2) Hodlerstrasse 7. In den Jahren 1896-1900 erbaut an der Stelle der
Anatomie
1). Bezogen im August 1900. Umbau des Gefängnistrakts 1973/74.
3) Café A., Hodlerstrasse 16. Kurz vor 1900 eröffnetes Restaurant,
das am Anfang «zum neuen A.» hiess. Seit anfangs der Siebzigerjahre
des 20. Jh. befindet sich an dieser Stelle das chinesische Restaurant Hongkong.
Amthausgassbrunnen
Der 1837 errichtete klassizistische Brunnen hat zwei lange Achteckbecken. Er ersetzt den Brunnen von 1789, den Niklaus Sprüngli geschaffen hat. 1880 wird dem A. die Vennerfigur vom Vierröhrenbrunnen aufgesetzt (
Vennerbrunnen). 1913 wird der A. abgebrochen. Die Becken werden zersägt und in neuer Zusammensetzung für den
Vennerbrunnen verwendet.
Standort: Nordostecke des
Bundeshauses
Nord, Amthausgasse 15
Lit.: KDM. 1
Amthausgässchen
Inselgässchen
Amthausgasse
Ursprünglich Schinkengasse (erstmals 1320 belegt), um 1740 Judengasse, 1798-1803 Bürgergasse, dann wieder Judengasse, vereinzelt Falkengasse (Hotel
Falken in Nr. 6), seit 1878 offiziell A. (
Amthaus 1) in Nr. 7.
Lit.: KDM. 2
Amtsschaffnerei
Deutschseckelschreiberei
Amtsschreiberei
1) Seit 1718 befand sich die A. im Haus Rathausplatz 1. Ebendort befand sich
das
Generalkommissariat.
Lit.: KDM. 3
2) 1798 wurde die Verwaltung des neugeschaffenen Amtbezirks Bern ins
Nägelihaus
2) verlegt (Präfektur).
3) 1824-1847 befindet sich die A. im Hause Amthausgasse 2 (
Amthaus),
dem früheren von Werdt-Haus.
Anatomie
1) 1734/35 Gründung des ersten anatomischen Theaters durch Albrecht von
Haller im damals noch vorhandenen Teil des
Heiliggeistspitals.
1805 bis 1811 Umbau und Erweiterung eines Gartenhauses des
Mädchen-Waisenhauses
zur Anatomie nach Plänen von Johann Daniel Osterrieth (Hodlerstr. 5). 1833
bis 1836 Neubau der Anatomie an der Ringmauer unter Einbezug des
Kohlerturms
(Südflügel des
Amthauses).
1898 abgebrochen beim Bau des
Amthauses
2) (Hodlerstrasse 7).
Lit.: KDM. 3
2) Bühlstrasse 26, erbaut 1896/97.
Anatomiegässchen und -gasse
Genfergasse
Andres, Speisewirtschaft
Café
Bigler
Ankenlaube
Kesslergasse
Ankenmarkt
Noch im späten 15. Jh. vor den untersten schattseitigen Häusern der
Gerechtigkeitsgasse. Nach 1514 bei der
Ankenwaag.
Lit.: KDM. 2
Ankenwaag
Vom Rat 1514 als Tuchhaus erbaut, um den Tuchhandel einzudämmen. Das Gebäude
wurde aber nie als Tuchhaus verwendet, sondern als Ankenwaag (Buttermarkt) mit
Säumerställen eingerichtet. Im 1. Stock bestand bis zum Bau des
Salzmagazins
ein Salzlager. 1755 grösstenteils abgebrochen.
Standort: Münstergasse 61/63 mittlerer Teil
Lit.: KDM. 3
Ankenwaag-Brunnen
1596 Marktbrunnen am Westausgang der
Kesslergasse
errichtet. 1755 wegen des Neubaus des Ankenwaagkornhauses (
Stadtbibliothek)
abgebrochen. Im Frühling 1760 wurde ein neuer Brunnen zwischen der Münsterbauhütte
(
Polizeigebäude
1) und dem Eingang des
Barfüsserfriedhofs
errichtet. 1772/75 wird der A. beim Bau der
Bibliothekgalerie
nach Westen verschoben und in einen Nischenbau gestellt. Mit diesem wird er
im Sommer 1882 beim Bau der
Kirchenfeldbrücke
abgebrochen. Letzter
Standort: Ca. 20 m östlich der
Hauptwache (Theaterplatz 13)
Lit.: KDM. 1
Ankenwaagkornhaus
Stadtbibliothek
Anker
Kornhausplatz 16. Älter als das in den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnete Restaurant A. war die zu Beginn des 20. Jh. geschlossene Kellerwirtschaft im selben Haus, die Arnet- oder Krummenacherkeller, populär Kleiner Kornhauskeller oder Sackträger hiess.
Annaheim
Dienstenspital
Anna Seiler-Brunnen
Der 1545/46 errichtete Brunnen ersetzt einen Brunnen aus dem 14. Jh. Die Figur
aus der Werkstatt des Hans Gieng stellt vermutlich die Temperentia dar. Seit
Karl Howald (1847) heisst der Brunnen nach Anna Seiler, der Stifterin des
Inselspitals.
Vorher hiess er Kefibrunnen oder by der Gefangenschaft. Bei der Renovation von
1785/86 erhielt der Brunnen einen neuen Trog nach einem Entwurf von Niklaus
Sprüngli. Säule, Sockel und Kapitell wurden ebenfalls ersetzt. Die
Säule ist römisch und stammt vermutlich aus Bümpliz. Vor dieser
Renovation hatte der Brunnen 4 Röhren. 1962 wurde die Figur durch eine
Kopie von W. Dubi ersetzt.
Standort: Vor 1889 und seit 1961 vor dem Haus Marktgasse 58. 1889-1960 vor dem Haus Nr. 52
Lit.: KDM. 1
Anna Seiler-Haus
Freiburgstrasse 41 c. Das als Projekt Loryspital II genannte Spital auf dem
Engländerhubel
entstand 1948-1954.
Anneler, Café
Südbahnhof
2)
Antikensaal
1808 im Westflügel des Bibliothekstocks der alten
Hochschule eingerichteter Saal, der 1864 in die Aula umgebaut wurde.
Standort: Westlicher Teil des
Casinos
2), Herrengasse 25
Antoniergässchen
Einziges Verbindungsgässchen zwischen
Gerechtigkeits-
und
Postgasse.
Der Name weist auf das
Antonierhaus,
das dem Nordausgang des A. schräg gegenüberliegt.
Antonierkirche, Antonierhaus
Postgasse 62. 1444 baute der bereits 1283 in Bern ansässige Spitalorden
der Antonier eine Kapelle und ein kleines Ordenshaus. 1492-1505 entsteht die
neue Kirche. Baumeister ist evtl. Hans von Münster, ein Gehilfe Erhard
Küngs. 1533 Umbau in ein Kornhaus. Nach 1798 dient die A. als Werkstätte
und Postwagenremise bis 1831, 1839-1843 als
Kunstmuseum,
1837-1843 als
Historisches
Museum. 1843 übernimmt der Kronenwirt J. Krafft die A. und baut sie
z.T. neugotisch als Stallung und Heubühne um. 1860 kauft die Einwohnergemeinde
die A. und verwendet sie als Feuerwehrmagazin, dem 1911 noch ein Steigerturm
angebaut wird. 1939/40 Umbau unter Ernst Indermühle: Entfernung aller nachreform.
Zutaten. Raumaufteilung neu zur Verwendung als Kirchgemeindehaus.
Lit.: KDM. 5
Apiarius-Haus
Brunngasse 70. 1537-1547 hatte der erste Buchdrucker Berns, Matthias Apiarius (eigentlich Biener), in diesem Hause seine Offizin. Der heutige Bau stammt vom Ende des 17. Jh., die Gedenktafel von 1937.
Apollo
Fabrikstrasse 45. Als Café Waldrand im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnet, diente es bald unter dem Namen Waldrand- Apollo als Operettentheater. Bis in die Fünfzigerjahre des 20. Jh. befand sich das Restaurant A. im Haus Länggassstrasse 83.
Apotheken
Central-Apotheke,
Kramgass-Apotheke,
Rathaus-Apotheke,
Rebleuten,
Sinner-Haus,
Staatsapotheke,
Studer-Haus,
Zeitglocken-Apotheke
Arbeitshäuser
Blauhäuser
Arbeitshütte
Sulgenrain 26. Nachdem sich die 1888 eröffnete A. ursprünglich an der Aarstrasse befunden hatte, verlegte sie der Verein für Arbeitsbeschaffung an den heutigen Standort und betrieb dort zur Zeit des Ersten Weltkriegs eine Speiseanstalt.
Arlequin
Rebleuten
Armbruster-Haus
1491 abgebrochenes Wohnhaus des Propsts Johannes Armbruster zuunterst an der Schattseite der Münstergasse.
Standort: Gegenüber dem Haus Münstergasse 30
Lit.: KDM. 2
Armbruster-Kapelle
1) Erbaut 1503, abgetragen 1506. Name nach dem Stifter Johannes Armbruster,
dem ersten Propst des Chorherrenstifts.
Standort: Südostecke der
Plattform
2) Erbaut 1506 als Ersatz für die baufällig gewordene A.K. 1). Abgebrochen
1528 (
Schlüsselveld-Haus
).
Standort: Südöstlich des /Mosesbrunnens, dem östlichen Teil des
Hauses Münstergasse 32 gegenüber
Lit.: KDM. 4
Arminsrain
Hunzikerhübeli
Arnetkeller
Anker
Aernisheim
Die Scheuer des Landguts
Lorraine trug in der ersten Hälfte des 20. Jh. die Aufschrift Ae.
Standort: Talweg 5
Arschbacken, die sechs
Vulgärname des Restaurants
Drei Eidgenossen.
Artillerieschopf
1753 bezogen, 1856 abgebrochen.
Standort: Bahnanlagen nördlich des
Burgerspitals
Artillerie-Zeughaus
Kavalleriekaserne
Artistenhaus
Ein 1824 erstellter Pavillon, der vor dem Bau der
Waisenhausturnhalle wieder abgebrochen wurde.
Standort: Hodlerstrasse 6
Aspi, Am
Westzipfel des Könizbergwaldes (Koord. 596'400/197'700).
Astronomisches Institut
Muesmattstrasse 25. Da die zunehmende Beleuchtung der Stadt die Beobachtungen im
Observatorium auf der Grossen Schanze erschwerte, wurde in den Jahren 1922/23 die Sternwarte an der Muesmattstrasse erbaut, die ihrerseits durch die 1959 errichtete Station von Zimmerwald an Bedeutung verlor.
Asyl für erstgefallene
Mädchen
Im heute abgebrochenen Hause Neufeldstrasse 31 bestand unter diesem Namen ein 1881 gegründetes Heim für ledige Mütter.
Aulastrasse
1882 erstellte Verbindungsstrasse zwischen
Polizeigasse und Nordende der
Kirchenfeldbrücke.
Standort: Tramgeleise auf dem
Casino
Ausserbad, auch Laufersbad
Durch Ratsbeschluss von 1542 bewilligte und im Laufe des 16. Jh. eingerichtete
Bad Wirtschaft mit Schwefelquelle im Marzili. Abgebrochen 1905 bei der Erweiterung
des
Gaswerks.
Standort: östlich der Sandrainstrasse unter der Monbijoubrücke
Lit.: Durheim Beschreibung; Gohl, Heilquellen
Ausserkrankenhaus
Ein Ratsbeschluss vom 8. Mai 1765 vereinigt das
Siechen-,
das
Blattern-
und das
Tollhaus
zu einer einzigen Stiftung und gibt ihr den aufgeklärten Namen A. 1891
bezieht das A. ein Gebäude im neuen Inselareal und wird auf den 1. Januar
1908 mit der Inselstiftung verschmolzen. Das Gebäude wird zur dermatologischen
Klinik. Standort 1891-1907: Freiburgstrasse 34
Lit.:KDM. 1
Ausserkrankenhaus-Kornhaus
Siechenhauskornhaus
Aussetzelhaus
Siechenhaus
1)
Automobilmarkt
Vor dem Zweiten Weltkrieg fand jeden Dienstagnachmittag auf dem Waisenhausplatz
ein reger Autohandel statt.
Lit.: Anliker, Marktverhältnisse der Stadt Bern, Diss. Bern 1945
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