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Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern

von Berchtold Weber (1976)

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Aarbergergasse
Seit 1798 ist der Name A. für die frühere Golatenmattgasse offiziell. 1279 ist der Flurname Golatenmatten belegt.

Aarbergerhof
Aarbergergasse 40. 1) Am Anfang der Fünfzigerjahre des 20. Jh. neu erbautes Haus. A. hiess auch schon der frühere Bau. 2) LinkpfeilCorso

Aarbergertor, Äusseres
1. Tor: In den ursprünglichen Schanzenplänen nicht vorgesehen, in den Jahren 1624-1627 von Daniel Heintz II. erbaut. Abgebrochen 1823/24.
2. Tor: 1826 erstellter spätklassizistischer Bau mit Gittertor und Wachthäusern nach Plänen von Johann Daniel Osterrieth. 1889 wird das Gitter bei der Tieferlegung der Strasse entfernt. 1893 wird das östliche Torhaus abgebrochen. Das westliche Torhaus wird 1905 zur Aufnahme des Schweiz. Schulmuseums (LinkpfeilSchulwarte) erweitert. Abgebrochen 1961. Von 1881 bis 1893 waren hier die Abart'schen Bären vom LinkpfeilMurtentor aufgestellt.
Standort: Zwischen Stellwerk (Bollwerk 14) und Speichergasse
Lit.: Hofer, Wehrbauten

Aarbergertor, Inneres
LinkpfeilGolatenmatttor

Aarbergstrasse
Bis zum Abbruch des Äussern LinkpfeilAarbergertors hiess der von dort bis zum LinkpfeilHenkerbrünnli führende Teil der Neubrückstrasse A.

Aarberg-Valangin-Haus
Junkerngasse 26. Der Ostteil des heutigen Hauses war Sässhaus der Grafen von A.-V. Das Wappenrelief Johannes III. v. Aarberg aus den Achtzigerjahren des 15. Jh. wurde 1910 etwas stadtaufwärts versetzt.
Lit: KDM. 2

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Aarbühl, Oberer Sandrain
Landgut zwischen Sandrainstrasse und Aarbühlweg, nach den Besitzern zu Beginn des 20. Jh. auch Lindtgut genannt. Der Gartenpavillon von 1770 wurde 1964 in den Garten des Lindenhofs in Belp versetzt.
Standort: Sandrainstrasse 109/111

Aare
Der Name des Flusses, in dessen südlichster Schleife die Altstadt von LinkpfeilBern liegt, ist keltisch und hat vermutlich «Ära» gelautet. Belegt ist die gallo-römische Namensform Arura.

Aareggweg, Oberer und Unterer
LinkpfeilSchärlochweg

Aarenturm
LinkpfeilBlutturm

Aarenpulverturm
LinkpfeilBlutturm

Aargauerstalden
1750-1758 nach dem Projekt des Piemontesen Mirani, nachmals Inspektor der bernischen Strassen, unter teilweiser Abtragung und Aufschüttung der LinkpfeilSandfluh erstellt. Gleichzeitig wird die Papiermühlestrasse bis zur Gemeindegrenze in der heutigen Breite gebaut. Anfangs hiess der A. Neuenweg oder Äusserer Stalden. 1941 wird die Fahrbahnwölbung stark gemildert, und die tiefen Abzuggräben werden ausgefüllt.
Lit.: KDM. 1

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Aargauerstalden, Alter
Vor 1603 gebaut. In der Folge konnte die LinkpfeilHaspelgasse für den Fahrverkehr gesperrt werden. Der nicht ausbaufähige Alte A. wurde 1758 durch den LinkpfeilAargauerstalden als Ausfallstrasse abgelöst.
Lit.: KDM. 1

Aargauerstalden-Denkmal
Ästhetisch befriedigte das 1761 aus Sandstein errichtete Denkmal zur Vollendung des LinkpfeilAargauerstaldens nie. Seine Form trug ihm den Populärnamen Kaffeemühle ein. 1815 wurde es durch den roten Granitfindling ersetzt, wobei der Text unverändert übernommen wurde.
Lit.: KDM. 1, Howald, Brunnen 2

Aarhof
LinkpfeilHarnischturm

Aarstrasse
In den Jahren 1861-1865 als Verbindung von der LinkpfeilMatte zum LinkpfeilMarzili erstellt. 1966/67 verbreitert; dabei wird die alte Steinbrüstung durch ein Metallgeländer ersetzt. Ursprünglich hiess die A. Matten-Marzilistrasse.

Aarziele
Im 18. u. 19. Jh. verfälscht aus LinkpfeilMarzili.

Aarzieledrittel
LinkpfeilStadteinteilung

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Aebi, Café
Die im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. als Café Bieri eröffnete Wirtschaft hiess vor dem Ersten Weltkrieg Café Kiener, nach dem Ersten Weltkrieg Café Ae. ; heute Casa d'Italia.
Standort : Bühlstrasse 57

Aebimatte
LinkpfeilMuesmatt

Aebischlössli
1929 abgebrochenes Landhaus aus dem 19. Jh. Der Name A. nach den Besitzern von 1832 bis 1902 ersetzt seit Anfang des 20. Jh. die frühern Namen Schlössli, Muesmattschlössli oder Lindengut oder -schlössli.
Standort: Bühlstrasse 14
Lit.: Morgenthaler, Felsenau

Adler, Goldener Adler
Gerechtigkeitsgasse 7. Den 1489 als Weisses Kreuz erstmals erwähnten Gasthof erwirbt 1763 Gabriel Thormann. Er kauft das schmale östlich anstossende Haus dazu und lässt (vermutlich durch Niklaus Hebler) in den Jahren 1764/66 den Neubau errichten. Seit dem 1. Februar 1766 heisst das Haus zum G.A. Beim Gesamtumbau von 1953 kommt das Schild von 1766 wieder zum Vorschein; der Name wird in A. vereinfacht.
Lit.: KDM. 6

Affen
Kramgasse 5. Die 1321 gegründete Steinhauerbruderschaft vereinigt sich 1431 mit der Münsterbauhütte zur Gesellschaft zu A. Schon vor 1389 hat die Bruderschaft das Haus Kramgasse 1 bezogen. Diese Liegenschaft, 1539 neu erbaut, 1694 durch Samuel Jenner umgebaut, bleibt bis 1832 Gesellschaftshaus. In diesem Jahr wird das heutige, in den frühen Dreissigerjahren des 18. Jh. an Stelle des Hauses der Zigerli von Ringoltingen erbaute Haus bezogen.
Lit.: KDM. 2, 6

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Affolter-Häuser
Nach dem vormaligen Besitzer im letzten Viertel des 19. Jh. Name der Häuser Gesellschaftsstrasse Nrn. 29, 33 und 35.

Aegertenstrasse
In der Verlängerung des südlichen Teils der 1887 angelegten Ae. befindet sich die Ruine Aegerten (Gde. Köniz).

Aegidiuskapelle, Gilgenkapelle
Die 1344 geweihte Kapelle stand auf den Fundamenten einer früheren Kapelle und eines gallorömischen Tempels. Sie wurde 1534 abgebrochen, nachdem sie schon 1512 an die Stadt übergegangen war. Die Fundamente eines zweiten, kleineren Tempels fanden sich in der Nähe.
Standort: Wenig östlich des LinkpfeilEngemeister-Gutes , Reichenbachstrasse 142

Akademie
1) Die alte, 1528 gegründete A., meist Hohe Schule oder Collegium zu Barfüssern genannt, war vor allem eine Theologenschule und erhielt erst im 17. und 18. Jh. auch Lehrstühle für Eloquenz, Recht und Mathematik.
2) Die 1805 durch den Kanzler A.F. von Mutach neu gegründete A. war die Vorläuferin der LinkpfeilUniversität 1).
Standort 1) und 2): LinkpfeilHochschule, heute LinkpfeilCasino 2), Herrengasse 25
Lit.: Haag, die Hohen Schulen zu Bern, Bern 1903

Alexandraweg
Die russische Grossfürstin Anna Feodorowna (1781-1860) nannte diesen Weg in ihrem Landgut LinkpfeilElfenau nach der Gattin des Zaren Nikolaus I., Alexandra Feodorowna geb. Charlotte von Preussen (1798-1860). Der Name ist seit 1920 offiziell.

Alhambra
Hirschengraben 24. 1908 erbauter Saal des Hotels National (LinkpfeilMaulbeerbaum).

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Alkoholverwaltung, Eidgenössische
Länggassstrasse 31. Das stark dem Jugendstil verhaftete Gebäude erstellte 1903/04 A. Hünerwadel. Das Chemiegebäude der Eidg. A., Länggassstrasse 35, wurde 1894/96 erbaut, das Verwaltungsgebäude, Länggassstrasse 37, 1948 bezogen.

Allmendstrasse
Die A. hiess 1887-1911 Allmendweg.

Alpenblick
Kasernenstrasse 29. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnetes Hotel.

Alpenegg
Alpeneggstrasse 14. Auf dem früheren Landgut Hübeli wurde 1826 die heutige Villa erbaut.

Alpes, Café des
Zähringerstrasse 15. In den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnete Wirtschaft, die eine Nachfolgerin der Kaffeewirtschaft in der LinkpfeilFalkenburg 1) war. Heute: Wohnheim für Betagte.

Alpines Museum
Helvetiaplatz 4. Die Stiftung «Schweiz. Alpines Museum» eröffnet ihre Schausammlung 9. Juli 1905 im Hauptsaal des LinkpfeilRathauses des Äussern Standes. Am 15. Dezember 1934 wird die Ausstellung im neuen Gebäude eröffnet (LinkpfeilPostmuseum).

Altenberg
1) Seit alters Name des rechtsufrigen Nordhanges der Aare. Name von altus mons (= hoher Berg).
2) Restaurant LinkpfeilAltenbergbad

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Altenbergbad
Uferweg 4. Kurz nach dem Bau des LinkpfeilAltenbergstegs (1834) wurde unter dem Namen Cafe du Pont das A. eröffnet. 1862 wurde ein Flussbad eingerichtet. Seit der Übernahme durch Rupert Gassner 1884 besteht nur noch das heutige Restaurant Altenberg.

Altenbergbrauerei
LinkpfeilGassner 1)

Altenbergdrittel
LinkpfeilStadteinteilung

Altenberg-Gut
Landgut am Altenbergrain. Es reichte ungefähr von den LinkpfeilLehrwerkstätten bis zur Rabbentaltreppe.

Altenbergsteg
Am 1. Mai 1823 nahm an der Stelle der heutigen Brücke eine Fähre den Betrieb auf. Sie wurde in den Jahren 1833/34 durch eine Holzbrücke mit Zollhaus ersetzt. Die heutige Kettenbrücke wurde am 2. November 1857 eröffnet, nachdem sie in der Oltener Werkstätte der LinkpfeilSCB konstruiert und von Ingenieur Gränicher montiert worden war. Länge 54 m, Breite 2,3 m.
Lit.: KDM. 1

Altenbergstrasse, Obere
Vor 1880 Name der Schänzlistrasse.

Altenberg-Wartturm
Vom 14. bis ins 16. Jh. erwähnter Turm. Standort : Vermutlich am südlichen Ende der Schönburgstrasse
Lit.: KDM. 1

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Altenbergweg, Oberer
LinkpfeilSonnenbergweg

Altenrain
LinkpfeilAltrain

Altersheim Schönegg
LinkpfeilGreisenasyl

Althof
1) In der ersten Hälfte des 20. Jh. Name des Hofes zwischen den Häusern Marktgasse 46-54, Waaghausgasse 5 und 7 und Zeughausgasse 35-41. Den Zugang zum A. bildete das Althofgässchen, welches (heute ohne offiziellen Namen) das Haus Waaghausgasse 7 durchquert.
2) Während des Ersten Weltkriegs lag am A. 1) die Pension A.

Althaus
LinkpfeilTollhaus

Altisheim
Rabbentalstrasse 71. Vor dem Bau der LinkpfeilKornhausbrücke entstandene Villa, die heute unter der Brücke liegt.

Altrain
Oberweg 1. In den Sechzigerjahren des 19. Jh. erbaute und bis ca. 1880 Altenrain genannte Villa.

Amphitheater
Die Mauern des römischen A. wurden 1880 entdeckt und als Wasserreservoir gedeutet. Erst die Ausgrabungen von 1956 nach dem Abbruch des LinkpfeilPulverturms 4) legten das A. mit einer Ausdehnung von 27,55 auf 25,30 m frei.
Standort: Nordöstlich der LinkpfeilMatthäuskirche, Reichenbachstrasse 114
Lit.: BZfGH 1937

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Amselweg
hiess vor 1898 Ziegelweg.

Amthaus
1) Das A. an der Amthausgasse 7, das Haus der früheren Privatbank Nägeli & Co., löste 1847 die LinkpfeilAmtsschreiberei 3) ab.
2) Hodlerstrasse 7. In den Jahren 1896-1900 erbaut an der Stelle der LinkpfeilAnatomie 1). Bezogen im August 1900. Umbau des Gefängnistrakts 1973/74.
3) Café A., Hodlerstrasse 16. Kurz vor 1900 eröffnetes Restaurant, das am Anfang «zum neuen A.» hiess. Seit anfangs der Siebzigerjahre des 20. Jh. befindet sich an dieser Stelle das chinesische Restaurant Hongkong.

Amthausgassbrunnen
Der 1837 errichtete klassizistische Brunnen hat zwei lange Achteckbecken. Er ersetzt den Brunnen von 1789, den Niklaus Sprüngli geschaffen hat. 1880 wird dem A. die Vennerfigur vom Vierröhrenbrunnen aufgesetzt (LinkpfeilVennerbrunnen). 1913 wird der A. abgebrochen. Die Becken werden zersägt und in neuer Zusammensetzung für den LinkpfeilVennerbrunnen verwendet.
Standort: Nordostecke des LinkpfeilBundeshauses Nord, Amthausgasse 15
Lit.: KDM. 1

Amthausgässchen
LinkpfeilInselgässchen

Amthausgasse
Ursprünglich Schinkengasse (erstmals 1320 belegt), um 1740 Judengasse, 1798-1803 Bürgergasse, dann wieder Judengasse, vereinzelt Falkengasse (Hotel LinkpfeilFalken in Nr. 6), seit 1878 offiziell A. (LinkpfeilAmthaus 1) in Nr. 7.
Lit.: KDM. 2

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Amtsschaffnerei
LinkpfeilDeutschseckelschreiberei

Amtsschreiberei
1) Seit 1718 befand sich die A. im Haus Rathausplatz 1. Ebendort befand sich das LinkpfeilGeneralkommissariat.
Lit.: KDM. 3
2) 1798 wurde die Verwaltung des neugeschaffenen Amtbezirks Bern ins LinkpfeilNägelihaus 2) verlegt (Präfektur).
3) 1824-1847 befindet sich die A. im Hause Amthausgasse 2 (LinkpfeilAmthaus), dem früheren von Werdt-Haus.

Anatomie
1) 1734/35 Gründung des ersten anatomischen Theaters durch Albrecht von Haller im damals noch vorhandenen Teil des LinkpfeilHeiliggeistspitals. 1805 bis 1811 Umbau und Erweiterung eines Gartenhauses des LinkpfeilMädchen-Waisenhauses zur Anatomie nach Plänen von Johann Daniel Osterrieth (Hodlerstr. 5). 1833 bis 1836 Neubau der Anatomie an der Ringmauer unter Einbezug des LinkpfeilKohlerturms (Südflügel des LinkpfeilAmthauses). 1898 abgebrochen beim Bau des LinkpfeilAmthauses 2) (Hodlerstrasse 7).
Lit.: KDM. 3
2) Bühlstrasse 26, erbaut 1896/97.

Anatomiegässchen und -gasse
LinkpfeilGenfergasse

Andres, Speisewirtschaft
Café LinkpfeilBigler

Ankenlaube
LinkpfeilKesslergasse

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Ankenmarkt
Noch im späten 15. Jh. vor den untersten schattseitigen Häusern der LinkpfeilGerechtigkeitsgasse. Nach 1514 bei der LinkpfeilAnkenwaag.
Lit.: KDM. 2

Ankenwaag
Vom Rat 1514 als Tuchhaus erbaut, um den Tuchhandel einzudämmen. Das Gebäude wurde aber nie als Tuchhaus verwendet, sondern als Ankenwaag (Buttermarkt) mit Säumerställen eingerichtet. Im 1. Stock bestand bis zum Bau des LinkpfeilSalzmagazins ein Salzlager. 1755 grösstenteils abgebrochen.
Standort: Münstergasse 61/63 mittlerer Teil
Lit.: KDM. 3

Ankenwaag-Brunnen
1596 Marktbrunnen am Westausgang der LinkpfeilKesslergasse errichtet. 1755 wegen des Neubaus des Ankenwaagkornhauses (LinkpfeilStadtbibliothek) abgebrochen. Im Frühling 1760 wurde ein neuer Brunnen zwischen der Münsterbauhütte (LinkpfeilPolizeigebäude 1) und dem Eingang des LinkpfeilBarfüsserfriedhofs errichtet. 1772/75 wird der A. beim Bau der LinkpfeilBibliothekgalerie nach Westen verschoben und in einen Nischenbau gestellt. Mit diesem wird er im Sommer 1882 beim Bau der LinkpfeilKirchenfeldbrücke abgebrochen. Letzter
Standort: Ca. 20 m östlich der LinkpfeilHauptwache (Theaterplatz 13)
Lit.: KDM. 1

Ankenwaagkornhaus
LinkpfeilStadtbibliothek

Anker
Kornhausplatz 16. Älter als das in den Siebzigerjahren des 19. Jh. eröffnete Restaurant A. war die zu Beginn des 20. Jh. geschlossene Kellerwirtschaft im selben Haus, die Arnet- oder Krummenacherkeller, populär Kleiner Kornhauskeller oder Sackträger hiess.

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Annaheim
LinkpfeilDienstenspital

Anna Seiler-Brunnen
Der 1545/46 errichtete Brunnen ersetzt einen Brunnen aus dem 14. Jh. Die Figur aus der Werkstatt des Hans Gieng stellt vermutlich die Temperentia dar. Seit Karl Howald (1847) heisst der Brunnen nach Anna Seiler, der Stifterin des LinkpfeilInselspitals. Vorher hiess er Kefibrunnen oder by der Gefangenschaft. Bei der Renovation von 1785/86 erhielt der Brunnen einen neuen Trog nach einem Entwurf von Niklaus Sprüngli. Säule, Sockel und Kapitell wurden ebenfalls ersetzt. Die Säule ist römisch und stammt vermutlich aus Bümpliz. Vor dieser Renovation hatte der Brunnen 4 Röhren. 1962 wurde die Figur durch eine Kopie von W. Dubi ersetzt.
Standort: Vor 1889 und seit 1961 vor dem Haus Marktgasse 58. 1889-1960 vor dem Haus Nr. 52
Lit.: KDM. 1

Anna Seiler-Haus
Freiburgstrasse 41 c. Das als Projekt Loryspital II genannte Spital auf dem LinkpfeilEngländerhubel entstand 1948-1954.

Anneler, Café
LinkpfeilSüdbahnhof 2)

Antikensaal
1808 im Westflügel des Bibliothekstocks der alten LinkpfeilHochschule eingerichteter Saal, der 1864 in die Aula umgebaut wurde.
Standort: Westlicher Teil des LinkpfeilCasinos 2), Herrengasse 25

Antoniergässchen
Einziges Verbindungsgässchen zwischen LinkpfeilGerechtigkeits- und LinkpfeilPostgasse. Der Name weist auf das LinkpfeilAntonierhaus, das dem Nordausgang des A. schräg gegenüberliegt.

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Antonierkirche, Antonierhaus
Postgasse 62. 1444 baute der bereits 1283 in Bern ansässige Spitalorden der Antonier eine Kapelle und ein kleines Ordenshaus. 1492-1505 entsteht die neue Kirche. Baumeister ist evtl. Hans von Münster, ein Gehilfe Erhard Küngs. 1533 Umbau in ein Kornhaus. Nach 1798 dient die A. als Werkstätte und Postwagenremise bis 1831, 1839-1843 als LinkpfeilKunstmuseum, 1837-1843 als LinkpfeilHistorisches Museum. 1843 übernimmt der Kronenwirt J. Krafft die A. und baut sie z.T. neugotisch als Stallung und Heubühne um. 1860 kauft die Einwohnergemeinde die A. und verwendet sie als Feuerwehrmagazin, dem 1911 noch ein Steigerturm angebaut wird. 1939/40 Umbau unter Ernst Indermühle: Entfernung aller nachreform. Zutaten. Raumaufteilung neu zur Verwendung als Kirchgemeindehaus.
Lit.: KDM. 5

Apiarius-Haus
Brunngasse 70. 1537-1547 hatte der erste Buchdrucker Berns, Matthias Apiarius (eigentlich Biener), in diesem Hause seine Offizin. Der heutige Bau stammt vom Ende des 17. Jh., die Gedenktafel von 1937.

Apollo
Fabrikstrasse 45. Als Café Waldrand im letzten Jahrzehnt des 19. Jh. eröffnet, diente es bald unter dem Namen Waldrand- Apollo als Operettentheater. Bis in die Fünfzigerjahre des 20. Jh. befand sich das Restaurant A. im Haus Länggassstrasse 83.

Apotheken
LinkpfeilCentral-Apotheke, LinkpfeilKramgass-Apotheke, LinkpfeilRathaus-Apotheke, LinkpfeilRebleuten, LinkpfeilSinner-Haus, LinkpfeilStaatsapotheke, LinkpfeilStuder-Haus, LinkpfeilZeitglocken-Apotheke

Arbeitshäuser
LinkpfeilBlauhäuser

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Arbeitshütte
Sulgenrain 26. Nachdem sich die 1888 eröffnete A. ursprünglich an der Aarstrasse befunden hatte, verlegte sie der Verein für Arbeitsbeschaffung an den heutigen Standort und betrieb dort zur Zeit des Ersten Weltkriegs eine Speiseanstalt.

Arlequin
LinkpfeilRebleuten

Armbruster-Haus
1491 abgebrochenes Wohnhaus des Propsts Johannes Armbruster zuunterst an der Schattseite der Münstergasse.
Standort: Gegenüber dem Haus Münstergasse 30
Lit.: KDM. 2

Armbruster-Kapelle
1) Erbaut 1503, abgetragen 1506. Name nach dem Stifter Johannes Armbruster, dem ersten Propst des Chorherrenstifts.
Standort: Südostecke der LinkpfeilPlattform
2) Erbaut 1506 als Ersatz für die baufällig gewordene A.K. 1). Abgebrochen 1528 (LinkpfeilSchlüsselveld-Haus ).
Standort: Südöstlich des /Mosesbrunnens, dem östlichen Teil des Hauses Münstergasse 32 gegenüber
Lit.: KDM. 4

Arminsrain
LinkpfeilHunzikerhübeli

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Arnetkeller
LinkpfeilAnker

Aernisheim
Die Scheuer des Landguts LinkpfeilLorraine trug in der ersten Hälfte des 20. Jh. die Aufschrift Ae. Standort: Talweg 5

Arschbacken, die sechs
Vulgärname des Restaurants LinkpfeilDrei Eidgenossen.

Artillerieschopf
1753 bezogen, 1856 abgebrochen.
Standort: Bahnanlagen nördlich des LinkpfeilBurgerspitals

Artillerie-Zeughaus
LinkpfeilKavalleriekaserne

Artistenhaus
Ein 1824 erstellter Pavillon, der vor dem Bau der LinkpfeilWaisenhausturnhalle wieder abgebrochen wurde.
Standort: Hodlerstrasse 6

Aspi, Am
Westzipfel des Könizbergwaldes (Koord. 596'400/197'700).

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Astronomisches Institut
Muesmattstrasse 25. Da die zunehmende Beleuchtung der Stadt die Beobachtungen im LinkpfeilObservatorium auf der Grossen Schanze erschwerte, wurde in den Jahren 1922/23 die Sternwarte an der Muesmattstrasse erbaut, die ihrerseits durch die 1959 errichtete Station von Zimmerwald an Bedeutung verlor.

Asyl für erstgefallene
Mädchen Im heute abgebrochenen Hause Neufeldstrasse 31 bestand unter diesem Namen ein 1881 gegründetes Heim für ledige Mütter.

Aulastrasse
1882 erstellte Verbindungsstrasse zwischen LinkpfeilPolizeigasse und Nordende der LinkpfeilKirchenfeldbrücke.
Standort: Tramgeleise auf dem LinkpfeilCasino

Ausserbad, auch Laufersbad
Durch Ratsbeschluss von 1542 bewilligte und im Laufe des 16. Jh. eingerichtete Bad Wirtschaft mit Schwefelquelle im Marzili. Abgebrochen 1905 bei der Erweiterung des LinkpfeilGaswerks.
Standort: östlich der Sandrainstrasse unter der Monbijoubrücke
Lit.: Durheim Beschreibung; Gohl, Heilquellen

Ausserkrankenhaus
Ein Ratsbeschluss vom 8. Mai 1765 vereinigt das LinkpfeilSiechen-, das LinkpfeilBlattern- und das LinkpfeilTollhaus zu einer einzigen Stiftung und gibt ihr den aufgeklärten Namen A. 1891 bezieht das A. ein Gebäude im neuen Inselareal und wird auf den 1. Januar 1908 mit der Inselstiftung verschmolzen. Das Gebäude wird zur dermatologischen Klinik. Standort 1891-1907: Freiburgstrasse 34
Lit.:KDM. 1

Ausserkrankenhaus-Kornhaus
LinkpfeilSiechenhauskornhaus

Aussetzelhaus
LinkpfeilSiechenhaus 1)

Automobilmarkt
Vor dem Zweiten Weltkrieg fand jeden Dienstagnachmittag auf dem Waisenhausplatz ein reger Autohandel statt.
Lit.: Anliker, Marktverhältnisse der Stadt Bern, Diss. Bern 1945

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